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  • Do., 21. Juni 2018, 09:22 Uhr
    Bürgerstiftung blickt auf aktives Jahr 2017 zurück

    Erbschaften geben Handlungsspielraum

    Für sein Engagement erhielt der Vorstand der Bürgerstiftung Lampertheim in der Stifterversammlung Applaus: Dieter Goll (von links), Ralph Butz, Elzbieta Liermann und Vorsitzender Bürgermeister a. D. Erich Maier. Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – Erfolgreiche Projekte und eine positive Bilanz auf der finanziellen Seite im Berichtsjahr 2017 prägten die gute Stimmung bei 10. Stifterversammlung der Lampertheimer Bürgerstiftung am Montagabend. Erich Maier, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, berichtete der gut besuchten Versammlung in den Räumen der Sparkasse Worms-Alzey-Ried in der Römerstraße von den zahlreichen Aktivitäten der Bürgerstiftung im vergangenen Jahr. Schatzmeister Ralph Butz legte ein umfangreiches Zahlenwerk vor, das die Vermögensverhältnisse der Bürgerstiftung und die Verwendung der Erträge des Stiftungsvermögens darstellte sowie den Finanzplan für das Jahr 2018. Die „sparsame Wirtschaftsführung“ ist auch für dieses Jahr vorgesehen. „Eine stolze Summe“ nannte Butz die Bilanzsumme von 549.971,77 Euro. Zustiftungen erbrachten 4.929,75 Euro. Die Höhe des Stiftungskapitals mit 523.546,16 Euro resultiert aus der Erbschaft der Familie Hiebel mit 323.000 Euro und zwei Ein-Zimmer-Wohnungen. „Für den Vorstand hat diese tolle Überraschung natürlich auch ein vielfaches an Aufgaben und Einsatz mit sich gebracht“, sagte Maier in seinem Bericht. Sieben Vorstandssitzungen in den Räumen der Volksbank Darmstadt-Südhessen habe es gegeben, zudem die Teilnahme an der Wohnungseigentümerversammlung für die geerbten Wohnungen und viele kleinere Aufgaben in diesem Zusammenhang. Maier erinnerte daran, dass die „Bürgerstiftung Lampertheim in Vorbereitung“ vor elf Jahren an die Öffentlichkeit gegangen war. Maier zitierte aus der Präambel der Satzung, in der sich die Bürgerstiftung zum „Gemeinwohl der Bürgerinnern und Bürger der Stadt“ bekennt. In diesem Sinne sei der Vorstand tätig geworden wie bei der Aktion „Historisches Lampertheim“ mit insgesamt vier aufgestellten Schildern. Weitere Standorte seien in Planung oder stehen kurz vor der Realisierung wie in Rosengarten, Neuschloß und auf dem Schillerplatz. Im Rahmen der Aktion „Bitte nehmen Sie Platz“, die Vorstandsmitglied Dieter Goll initiiert hatte, wurden zwei weitere Bänke aufgestellt. Das Neujahrskonzert in der Hans-Pfeiffer-Halle, ein Höhepunkt im Lampertheimer Veranstaltungskalender, ziehe ein großes Publikum an. Dagegen fand der Jahresempfang mit dem Bundesverfassungsrichter a. D. Professor Reinhard Gaier unter den Stiftern nicht das erhoffte Interesse. Daher sei für dieses Jahr eine Pause beschlossen worden. Bei der letztjährigen „Courage-Verleihung“ wurden die Hospiz-Initiative Ried, die Flüchtlingshilfe Lampertheim und ein junger Fußballtrainer einer Flüchtlingsmannschaft gewürdigt. Zwei hoch talentierten Schülerinnen der Musikschule Lampertheim finanzierte die Bürgerstiftung den zusätzlichen Förderunterricht. Geld zur Unterstützung für ein besonderes Projekt floss an den Wassersportverein Lampertheim, der 3.500 Euro erhielt, sowie 2.500 Euro an die Musikschule für das kooperative Projekt an der Goetheschule. Erfolgreich war die erneute Bewerbung für das Gütesiegel Deutscher Stiftungen, das wegen des positiven Engagements sogar für drei Jahre verliehen worden sei, wie Maier betonte. Im April habe der Vorstand beschlossen, auch im Stadtteil Hofheim einen „Litera-Turm“ zu finanzieren, einen öffentlich zugänglichen Bücherschrank. Im Anschluss an die Stifterversammlung, an der auch der Vorsitzende des Stiftungsrats Bürgermeister Gottfried Störmer und sein Stellvertreter Gerhard Bühler sowie Vorstandsmitglied Wolfhard Hensel und Gebietsdirektor Marc Sittel als Repräsentanten der Sparkasse Worms-Alzey-Ried teilgenommen hatten, waren beim geselligen Teil des Abends alle zu Imbiss und Wein eingeladen. Störmer hatte als Stiftungsratsvorsitzender die Aufgabe, die Entlastung des Stiftungsvorstandes zu beantragen, die einstimmig erfolgte. In seinem Grußwort sprach Störmer dem Stiftungsvorstand seine Anerkennung für die „vielen Aktivitäten“ aus, die eine Menge Arbeit bedeuteten. Hannelore Nowacki




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