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  • Mi., 17. Oktober 2018, 23:04 Uhr
    Carolin Diehl belegt mit ihrer Europäischen Schlittenhündin bei ICF CaniX-WM in Polen 14. Rang

    Erfolgreiche WM-Premiere für Hündin Nayeli

    Glücklich über das Erreichte bei der CaniX-WM: Carolin Diehl und ihre Europäische Schlittenhündin Nayeli. Foto: Benjamin Kloos


    RIED – „Es war ein besonderes, ein einmaliges Erlebnis, das ich nie vergessen werde” – so beschreibt Carolin Diehl die Eindrücke von der ICF CaniX-WM in Polen, bei der sie gemeinsam mit ihrer Europäischen Schlittenhündin Nayeli im Oktober am Start war. „Wir waren sehr erfolgreich und haben das uns gesteckte Ziel, einen Platz im vorderen Mittelfeld, mit einem 14. Rang erreicht”, blickt Carolin Diehl glücklich zurück. „Vor allem aber bin ich sehr stolz auf Nayeli – sie ist sehr gut gelaufen! Und das trotz der weiten An- und Abreise und der besonderen Nervosität, die bei der WM herrschten.” 

    Besonders beeindruckend und ergreifend war für Carolin Diehl der Einmarsch der Nationen mit Fahnenträger und Fackeln. „Dabei herrschte eine sehr lustige und gleichzeitig aufregende Atmosphäre – und auch das tolle Wetter und die sehr freundlichen Menschen in Polen haben zu einer mehr als gelungenen WM beigetragen”, so Carolin Diehl, die ihre Teilnahme an den CaniX-Rennen unter anderem durch das Austragen des TIP finanziert, weiter.

    Mit dem Ergebnis waren Nayeli und Carolin Diehl mehr als zufrieden – auch wenn mit etwas Glück sogar eine bessere Platzierung drin gewesen wäre. Denn nach dem ersten Tag, an dem nach Altersklassen gestartet wurde, lag das sympathische Gespann noch auf Platz 11 – dicht hinter dem neunten und dem zehnten Platz. Doch am zweiten Tag, an dem alle Altersgruppen gemischt starteten, wurde das Team auf den letzten beiden Kilometern immer wieder durch eine junge Französin behindert. „Ihr Hund zog immer wieder an uns vorbei, um dann abzubremsen – Nayeli und ich haben dann ebenfalls überholt, nur damit das französische Duo erneut an uns vorbeizog. Dies ging mindestens achtmal so, was wertvolle Zeit gekostet hat. Leider hat die junge Französin auch auf meine englischen Zurufe nicht reagiert – wenn sie hinter mir geblieben wäre, wären wir am Ende beide schneller gewesen.” Letztendlich tat aber auch diese Behinderung der großen Freude im Ziel über das Erreichte jedoch keinen Abbruch, stolz umarmte Carolin Diehl ihre wunderschöne Hündin.

    Insgesamt waren 50 deutsche Starter in Polen am Ziel und erreichten am Ende einen starken dritten Platz in der Nationenwertung – auch dank des Beitrages von Carolin Diehl und Nayeli. 

    „Diese WM soll nicht die letzte für mich gewesen sein, gemeinsam mit Nayeli würde ich auch gerne in zwei Jahren an den Start gehen” steckt sich Carolin Diehl hohe Ziele. Nächstes Ziel ist jedoch die Europameisterschaft in Belgien im kommenden Jahr, zuvor stehen noch kleinere Rennen und die Deutsche Meisterschaft auf dem Programm. Wer Carolin Diehl und Nayeli einmal live erleben möchte und in CaniX hineinschnuppern möchte, hat dazu am 15. und 16. Dezember im rheinhessischen Eich dazu Gelegenheit. Denn dann findet dort ein Wettbewerb in den Bereichen Run, Scooter, Bike und Gespann statt. 

    Hintergrund

    CaniX gehört zum Schlittenhundesport und hat hier auch seinen Ursprung. Bei dieser modernen und immer populärer werdenden Version sind jedoch nicht mehr viele, sondern lediglich einer oder zwei Hunde zur Teilnahme nötig. Im Bereich von CaniX Bike zieht beispielsweise Nayeli an der Zugleine und Carolin Diehl fährt auf dem Mountainbike hinter ihr her. Zudem ist die Teilnahme mit jeder Hunderasse möglich und nicht auf Huskys begrenzt. Europäische Schlittenhunde wie Nayeli wurden extra für diesen Sport gezüchtet, da diese mit den wärmeren Klimabedingungen besser zurecht kommen. Sie sind eine Kreuzung aus nordischen Vorsteherhunden, und auch eine Spur Husky ist noch in ihnen zu finden. Nichtsdestotrotz gelten auch hier klare Regeln, denn bei mehr als 15 Grad Celsius kann nicht mit den Hunden trainiert werden – dann wäre die Belastung zu groß, weiß Carolin Diehl. Daher finden die Wettkämpfe ausschließlich im Herbst und im Frühjahr über Distanzen von 4 bis 8 Kilometer statt, während im Winter klassisch mit Skiern gefahren wird, über Distanzen von 10 bis 18 Kilometern. Benjamin Kloos

     

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