
BÜRSTADT – Eine nach eigenem Bekunden „glückliche“ Hessische Sportministerin Diana Stolz hatte am Mittwochvormittag nicht nur einen SWIMplus-Förderbescheid über 376.800 Euro im Gepäck, sondern die gute Nachricht, dass aufgrund der Dynamik hinsichtlich der Stärkung hessischer Sportstätten die erforderliche Sanierungsmaßnahmen zeitnah realisiert werden können. Eine Kommune ohne Sportanlage sei unvorstellbar, betonte Stolz. Das Bürstädter Waldschwimmbad soll deshalb durch gezielte Investitionen erhalten, modernisiert und in die Zukunft geführt werden. „Schwimmen ist gesund, nicht schwimmen zu können, lebensgefährlich“, brachte es die Ministerin auf den Punkt. „SWIMplus“ biete nun die Möglichkeit zur Förderung von Maßnahmen, die die Attraktivität des jeweiligen Bades für Familien, Kinder und Senioren, die Schwimmausbildung sowie den Vereinssport erhöhen. Durch die Aufwertung von „SWIM“ zu „SWIMplus“ gehe die Unterstützung über den Bereich Gebäuden, Becken oder Technik hinaus. Das beziehe sich auch auf die folgenden Jahre, ergänzte Diana Stolz.
Schwimmbäder nehmen herausragende Stellung ein
Für Bürgermeister Boris Wenz sind die Mittel aus dem Förderprogramm ein Segen. Den jährlichen Zuschussbedarf der Kommune für das Schwimmbad beziffert der Bürgermeister auf rund 400.000 Euro. Das Schwimmbad sei gesellschafts- und generationenübergreifend ein zentraler Mittelpunkt im Leben der Stadt, die Umsetzung der geplanten Maßnahmen deshalb eine Investition in die Zukunft, so der Stadtchef.
Unter anderem sollen damit die Sanitäranlagen saniert, neue Toilettenräume gebaut, das Schwimmmeistergebäude aufgestockt und die Infrastruktur des Bads verbessert werden. Wie der Landtagsabgeordnete Alexander Bauer anfügte, entstehe durch einen weiteren Eingang in Richtung Campus mit zusätzlicher WC-Anlage ein neues Entreé mit Anbindung an die Sportanlagen und weiterer Parkmöglichkeiten im Einklang mit der geplanten Umgestaltung der Nibelungenstraße. Dezernatsleiterin Annett Kluge hofft, dass mit der Umsetzung im ersten Quartal 2026 gestartet werden kann. Nicht nur die Umkleidekabinen seien in die Jahre gekommen. Umso verständlicher ist der Wunsch vieler Besucher nach mehr Komfort im Waldschwimmbad.
Steffen Heumann
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