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  • Di., 17. Februar 2015, 19:54 Uhr
    Regionalwettbewerb Bergstraße „Jugend forscht“ zum ersten Mal bei BASF

    Erich-Kästner-Schule mit sechs Wettbewerbsarbeiten vertreten

    Die Sieger des Regionalwettbewerbs Bergstraße „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“. Foto: oh


    LAMPERTHEIM – Am diesjährigen Regionalwettbewerb Bergstraße „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ beteiligten 43 Schülerinnen und Schüler mit 25 Projekten in den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Physik und Technik, die sie meistens als Gruppenarbeiten vorstellten. Die Erich-Kästner-Schule (EKS) war mit sechs Themen vertreten, jedoch nicht unter den Erstplatzierten. Das „Jugend forscht“-Projekt der EKS befasste sich mit den Sinnen des Hundes. Auch die fünf Projekte aus der Sparte „Schüler experimentieren“ fanden bei den Besuchern der öffentlichen Präsentation der Wettbewerbsarbeiten großes Interesse. Neben dem Lampertheimer Bürgermeister Gottfried Störmer ließen sich weitere Bürgermeister und Repräsentanten der Lokalpolitik aus der Region Bergstraße an den Ständen informieren. Eindrucksvoll erklärten die jungen Forscherinnen und Forscher den Besuchern im Detail die Ergebnisse ihrer Untersuchungen und Experimente. EKS-Schulleiter Dr. Helmut Kaupe betrachtete diese Leistungen mit Stolz. Beachtliche Kenntnisse liegen den Arbeiten zugrunde, die auch in Langform ausformuliert werden müssen. Keine einfache Aufgabe, wie auch Wettbewerbsleiterin Dr. Margit Knauer vom Zentrum für Chemie in Bensheim einräumte. Häufig scheitere die Teilnahme am Wettbewerb allein an der Ausarbeitung dieser ausführlichen Projektbeschreibung. Die Themen suchen sich die Jungforscher selbst aus, werden jedoch von Fachlehrern betreut. Zum ersten Mal richtete die BASF Lampertheim GmbH den Regionalwettbewerb in ihren Räumen am Standort Chemiestraße aus, federführend organisiert mit Wettbewerbsleiterin Dr. Knauer. Außerdem hat die BASF im Jahr ihres 150-jährigen Jubiläums die Patenschaft des Bundeswettbewerbs übernommen, der unter dem Motto „Forschen, Fördern, Feiern − 50 Jahre Jugend forscht & 150 Jahre BASF“ steht. Das Unternehmen hat den Nachwuchswettbewerb mit fachlicher Expertise ihrer Juroren bereits seit Jahren unterstützt. Eine ehrenamtliche 18-köpfige Expertenjury aus den Bereichen Wirtschaft und Bildung hat auch diesmal die Arbeiten bewertet und die Platzierungen festgelegt. Die Gewinner erhielten Sachpreise, beispielsweise ein Jahresabonnement der Zeitschrift Natur, Geldpreise zwischen 50 und 75 Euro sowie die Möglichkeit, Praktika zu absolvieren. Die BASF vergab einen Jubiläumssonderpreis.  Der Landeswettbewerb von Jugend forscht findet am 11. und 12. März bei der Firma Merck KGaA in Darmstadt statt. Dort können sich die Nachwuchsforscher für das 50. Bundesfinale von „Jugend forscht“ qualifizieren, das Ende Mai in Ludwigshafen ausgetragen wird. Zur Siegerehrung und Preisverleihung im Betriebsrestaurant sprach Standortleiter Dr. Helmut Prestel dem anwesenden Landrat Matthias Wilkes seine Anerkennung für dessen Einsatz in der Entwicklung des schulischen Bereichs aus. Beim Wettbewerb habe ihn vor allem der Erfindungsreichtum beeindruckt, den die Jugendlichen bei der Umsetzung ihrer Ideen und Projekte gezeigt haben. „Wir benötigen viele gute Ideen und junge Menschen wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von ‚Jugend forscht‘“, sagte Bundestagsabgeordneter Dr. Michael Meister (CDU), „wir brauchen Nachwuchskräfte, die wissbegierig, forschungsfreudig und leistungsbereit sind“ und betonte: „In unserem rohstoffarmen Land leben wir von Ideen, Erfindungen und Entdeckungen“.  Hannelore Nowacki

    Lassen wir uns leicht täuschen? Sophia Gebhardt (im Bild) hatte gemeinsam mit Stella Zeymer bei Tests in der Erich-Kästner-Schule herausgefunden, dass die Farbe von Lebensmitteln die Geschmackswahrnehmung beeinflusst. In der Wasserflasche befand sich als Geruchsprobe farbloses, gesüßtes Wasser. Foto: Hannelore Nowacki


    Information

    Die Erstplatzierten des Regionalwettbewerbs Bergstraße „Jugend forscht“ sind: Arbeitswelt: „Trockengang 2.0“. Jonatan Müller und Daniel Hartley; Schuldorf Bergstraße, Seeheim-Jugenheim. Biologie: „Biologisches Phosphat-Recycling mittels Algen“. Johann Liebeton und Leon Werner; Geschwister-Scholl-Schule, Bensheim. Chemie: „Qualitative Beschreibung wässriger Akkusysteme“. Christian Brudy, Daniel Crusius und Elias Chalwatzis; Goethe-Gymnasium, Bensheim. Physik: „Verdunstungseigenschaften von Wasser – ein Blick auf die Zukunft der künstlichen Bewässerung“. Malte Lemmin und Jeremias Meyer; Schuldorf Bergstraße, Seeheim-Jugenheim. Technik: „Kniekraftwerk: Beleuchtungssystem für Läufer ohne Batterien“. Tim Lukas Kapell; Schuldorf Bergstraße, Seeheim-Jugenheim. Aus der Juniorsparte „Schüler experimentieren“ wurde ein Projekt aus dem Bereich Arbeitswelt ausgewählt, das ebenfalls am Landeswettbewerb teilnehmen wird: „Automatisches Trinkmodul mit Computeranbindung“. Constantin Dyroff, Benjamin Eicher und Niklas Dillen; Schuldorf Bergstraße, Seeheim-Jugenheim.

    Ruben Wiedemann und Marcel Berlinger von der Erich-Kästner-Schule hatten in ihren Versuchen mit verschieden gefüllten Wärmekissen festgestellt, dass kleinteilige Füllungen wie mit Linsen und Weizen länger warm halten und auf der Haut angenehmer sind als Kirschenkerne. Foto: Hannelore Nowacki


     

     
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