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  • Do., 05. November 2026, 11:50 Uhr
    KLINIKUM WORMS: Rezertifizierung bestätigt hohe Qualitätsstandards bei der Versorgung schwerverletzter Personen

    Erneut als Regionales Traumazentrum zertifiziert

    Von links: Priv.-Doz. Dr. Markus Muhm, Leitender Oberarzt, Prof. Dr. Christoph Nau, Chefarzt des Zentrums für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie, und Dr. Marco Strobel, Oberarzt.
    Foto: Klinikum Worms

    Das Klinikum Worms ist erneut als Regionales Traumazentrum zertifiziert worden. Ende September hat die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e. V. (DGU) dem Zentrum für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie erneut die hohen Qualitätsstandards bei der Versorgung schwer und lebensbedrohlich verletzter Patientinnen und Patienten bestätigt. Bereits seit 2011 ist das Klinikum Worms als Regionales Traumazentrum zertifiziert. Die erfolgreiche Rezertifizierung bestätigt, dass die für die Schwerverletztenversorgung erforderlichen personellen, strukturellen und organisatorischen Voraussetzungen erfüllt werden und Patientinnen und Patienten rund um die Uhr nach klar definierten Behandlungsabläufen versorgt werden können.

    Wenn jede Minute zählt

    Eine Schlüsselrolle bei der Versorgung Schwerverletzter spielt der Schockraum. Jährlich werden hier rund 300 schwerverletzte oder schwer erkrankte Patientinnen und Patienten versorgt. „Noch bevor die Patientin oder der Patient bei uns eintrifft, erhalten wir vom Rettungsdienst erste Informationen über den Unfallhergang, mögliche Verletzungen und den aktuellen Zustand“, erklärt Prof. Dr. Christoph Nau, Chefarzt des Zentrums für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie am Klinikum Worms. „Auf dieser Grundlage stellen wir das benötigte Team zusammen. Nach der Übergabe im Schockraum geht es zunächst darum, lebensbedrohliche Verletzungen schnell zu erkennen, die Patientin oder den Patienten zu stabilisieren und gleichzeitig die weitere Diagnostik und Behandlung einzuleiten. Gerade bei schweren Mehrfachverletzungen müssen dabei viele Schritte parallel ablaufen.“ Je nach Verletzungsmuster arbeiten im Schockraum Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte verschiedener Fachrichtungen eng zusammen. Neben der Unfallchirurgie sind unter anderem Anästhesie, Radiologie und bei Bedarf weitere Fachdisziplinen beteiligt. Die Versorgung folgt dabei festgelegten Behandlungsabläufen. Diagnostik, Stabilisierung und Therapie greifen unmittelbar ineinander, damit beispielsweise eine notwendige Operation oder intensivmedizinische Weiterbehandlung ohne vermeidbare Verzögerungen eingeleitet werden kann. „Entscheidend ist, dass im Ernstfall nicht erst Strukturen geschaffen oder Zuständigkeiten geklärt werden müssen“, betont der Chefarzt. „Die Abläufe sind festgelegt, die beteiligten Fachbereiche aufeinander abgestimmt und die erforderliche medizinische Expertise rund um die Uhr verfügbar. Das schafft die Voraussetzungen dafür, dass wir auch komplexe Verletzungsmuster schnell und zielgerichtet versorgen können.“

    Hohe Anforderungen 

    Grundlage der Zertifizierung sind die Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) im Rahmen des TraumaNetzwerks DGU. Ziel ist es, schwerverletzten Menschen flächendeckend eine qualitätsgesicherte Versorgung nach einheitlichen Standards zu ermöglichen. Dafür müssen zertifizierte Traumazentren umfangreiche Anforderungen erfüllen. Dazu zählen unter anderem die garantierte Aufnahme schwerverletzter Patientinnen und Patienten rund um die Uhr, definierte personelle und strukturelle Voraussetzungen, standardisierte Behandlungsabläufe nach evidenzbasierten Leitlinien sowie die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung von Ärztinnen, Ärzten und Pflegepersonal. Auch die Teilnahme am TraumaRegister DGU zur Qualitätssicherung ist verpflichtend. Innerhalb des TraumaNetzwerks werden Kliniken entsprechend ihrer Versorgungsmöglichkeiten als lokale, regionale oder überregionale Traumazentren eingestuft. Als Regionales Traumazentrum übernimmt das Klinikum Worms eine wichtige Rolle bei der Versorgung schwerverletzter Patientinnen und Patienten in der Region. Bereits 2011 wurde das Zentrum für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie erstmals als Regionales Traumazentrum zertifiziert. Mit der jetzt erneut erfolgreichen Zertifizierung wird bestätigt, dass das Klinikum Worms die hohen Anforderungen an die Versorgung Schwerverletzter weiterhin erfüllt. zg

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