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Do., 23. Februar 2017, 10:24 Uhr
Gelder zum Bürgermeister-Amtswechsel für sozialen Zweck eingesetzt
Erster Ausbildungskurs für Hospizbegleiter in Biblis erfolgreich abgeschlossen

Haben erfolgreich ihre Ausbildung zum Hospizbegleiter abgeschlossen: Peter Behringer, Jessika Wilker-Nahm, Manfred Schramm, Claudia Cornelius-Knospe, Bärbel Höfle und Thomas Köhler. Foto: Eva WiegandBIBLIS – Zum letzten Mal wurde am Mittwochabend im Bibliser Rathausfoyer die Ausbildungskerze angezündet. Seit Oktober 2016 hatte die mittlerweile auf einen kleinen Stumpen geschrumpfte Kerze die sechs neu ausgebildeten Hospizbegleiter, Claudia Cornelius-Knospe, Bärbel Höfle, Jessika Wilker-Nahm, Peter Behringer, Thomas Köhler und Manfred Schramm auf ihrem Ausbildungsweg begleitet. „Ganz herzlich bedanken möchte ich mich bei der Bürgerstiftung Biblis, insbesondere bei Frau Dr. Cornelius-Gaus und Herrn Kusicka. Sie haben es möglich gemacht, dass erstmals ein Ausbildungskurs in Biblis stattfand“, verlieh der erste Vorsitzende der Hospizinitiative im Ried, Wolfgang Zeissner, seinem Dank zum Ausdruck. Cornelius-Gaus und Kusicka hatten die Gelder zum Amtswechsel auf das Konto der Bürgerstiftung überwiesen, welches schließlich für soziale Zwecke eingesetzt wurde. Neben den Hauptpersonen, den neuen Hospizbegleitern, begrüßte Zeissner auch Mitglieder der Bürgerstiftung und der Hospizinitiative im Ried, Bürgermeister Felix Kusicka sowie einige Angehörige im Foyer des Rathauses. Die beiden Ausbilderinnen, die hauptamtliche Koordinatorin Gaby Weiß-Szpera und Karla Schmitt überreichten ihren Schützlingen dann einzeln die Zertifikate und eine weiße Rose als Symbol für das Neue und gaben den Hospizbegleitern einen Engel mit, der sie bei ihren Begleitungen unterstützen soll. „Im Grundkurs haben wir uns mit den Bedürfnissen schwerkranker Menschen und auch deren Angehörigen beschäftigt“, berichtete Weiß-Szpera rückblickend, dabei habe sich die Gruppe im Wahrnehmen, Zuhören, aber auch im Loslassen geübt. Die darauffolgende Praktikumszeit informierte dann über Hospiz und Palliativarbeit, im Februar begann der Vertiefungskurs. In dieser Einheit lernten sich die angehenden Hospizbegleiter selbst kennen und reflektierten die Helferrolle. „Wir waren eine wunderbare Gruppe, die Schulung war sehr intensiv, aber auch sehr einfühlsam“, blickte Bärbel Höfle zurück und ergänzte: „Was wir geben können ist Zeit“, und erinnerte an ein Sprichwort, welches sie im Hospiz gelesen habe: „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ In diesem Sinne schloss sich auch Manfred Schramm an: „Wir freuen uns, noch mehr uns selbst zu begreifen und im Sinne des Hospizgedankens Sterbenden und den Familien eine Hilfe zu sein.“ Eva Wiegand