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  • Di., 19. April 2016, 09:22 Uhr
    Zuwendungsbescheid in Höhe von 1.500 Euro für 30-jähriges Partnerschaftsjubiläum mit Gravelines

    Europa-Ministerin Puttrich: „Junge Menschen für die europäische Idee begeistern“



    Die hessische Europa-Ministerin Lucia Puttrich überreichte Bürgermeister Felix Kusicka im Beisein des Ersten Beigeordneten Herbert Ritzert (hinten rechts) und des Landtagsabgeordneten Alexander Bauer den Zuwendungsbescheid für das 30-jährige Partnerschaftsjubiläum mit der französischen Gemeinde Gravelines in Höhe von 1.500 Euro - symbolträchtig vor der bronzenen Gurkenfrau mit Kind am Rathaus. Foto: Hannelore Nowacki

    BIBLIS – Das Programm für die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Partnerschaftsjubiläum der Gemeinden Biblis und Gravelines befindet sich gerade in der Feinabstimmung, erklärte Bürgermeister Felix Kusicka beim Besuch der hessischen Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich am Montag im Rathaus. Ende April oder Anfang Mai werde das Programm der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Europa-Ministerin hatte einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 1.500 Euro zur Unterstützung dieses Partnerschaftsjubiläums mitgebracht, der aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert wurde. Eine Unterstützung, die der Gemeinde Biblis bei der Ausrichtung des Jubiläums helfen soll, denn 120 bis 150 eingeladene Gäste werden kommen, um im Rahmen des viertägigen 64. Gurkenfestes die Partnerschaft zu feiern und lebendig zu halten. „Zum Jubiläum sind große Feierlichkeiten geplant, die wir als Landesregierung gerne unterstützen. Gerade in der heutigen Zeit sind gelebte europäische Partnerschaften wichtiger denn je“, sagte Puttrich beim Pressegespräch, an dem auch der Erste Beigeordnete Herbert Ritzert und der CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Bauer teilnahmen. Zu den Jubiläumsfeierlichkeiten  werden Delegationen aus allen Partnergemeinden der Gemeinde Biblis erwartet. Ein Generationenwechsel stehe an, erläuterten Kusicka und Puttrich, eine Entwicklung, die auch in den Partnergemeinden deutlich werde. Viele Ältere hätten die Partnerschaft im Herzen, könnten sie jedoch nicht mehr pflegen und nicht mehr reisen. Junge Leute bei gemeinsamen Projekten zusammenbringen, so werde heute Partnerschaft zwischen Kommunen entwickelt, waren sich die Gesprächspartner einig. Bürgermeister Kusicka berichtete von der Begeisterung, mit der die jungen Bibliser im vergangenen Sommer vom internationalen Jugendcamp in Gravelines zurückgekehrt waren, um bald darauf Mitglieder im neu gegründeten Bibliser Jugendrat zu werden. Die erwachsenen Jubiläumsgäste werden in Hotels bis nach Lampertheim untergebracht, die Jugendlichen aus Gravelines (Frankreich), Karty Wroczlawskie (Polen) und die Mitglieder des Bibliser Jugendrats werden gemeinsam in der Sporthalle als „Camp der Jugend“ übernachten. „Zu unseren wichtigsten Aufgaben als überzeugte Europäer gehört es, vor allem junge Menschen für die europäische Idee zu begeistern und Europa für sie erlebbar zu machen“, sagte Puttrich. Die Europa-Ministerin, die als Bürgermeisterin von Nidda über vierzehn Jahre Erfahrung in der Kommunalpolitik hat,  sieht den Europa-Gedanken vor allem in den Kommunen gelebt, jedoch nicht von oben verordnet. Es komme darauf an, „jungen Leuten Gelegenheit zu geben, Partnerschaft zu leben“, meinte Puttrich. Wobei Bauer auch die Schulen einbeziehen möchte, da das Erlernen von Sprachen wichtig sei. Kontakte würden durch die modernen Medien schnell die Grenzen überschreiten. Waren früher vor allem die Vereine in den Partnerschaften engagiert, müsste heute jungen Leuten Gelegenheit gegeben werden, Partnerschaften zu leben, meinte Bauer.  Es komme darauf an, im Austausch die Perspektive der anderen zu verstehen und Vertrauen zu schaffen. Gerade das Gurkenfest biete sich für diese Jubiläumsfeier an. Dass in Biblis von „Gummern“ gesprochen wird, hatte die Ministerin sich gut gemerkt. Landtagsabgeordneter Bauer erinnerte daran, dass sich die Gemeinde Biblis im Umbruch befinde und aktuell viele neue Ideen geboren werden. Ministerin Puttrich gab zu verstehen, dass sie gerade für diesen Ideenaustausch nach Biblis gekommen sei und bei dieser Gelegenheit den Scheck mitgebracht habe. Puttrich zeigte sich überzeugt, dass Europa nur erfolgreich sein könne, wenn man Beziehungen pflegt. Europa vergleicht sie mit einer Kette, deren Glieder nur zusammenhalten, „wenn man zusammenhält“. Hannelore Nowacki

     
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