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  • Mo., 17. September 2018, 10:58 Uhr
    Gelungenes deutsch-polnisches Projekt auf dem Hambacher Schloss mit Schülern aus Lampertheim, Hüttenfeld, Heppenheim und Schweidnitz

    Europa und die Demokratie mit Leben gefüllt

    Zum Abschluss des Projektes zum  „Europäischen Demokratiefest” trafen sich die Schülerinnen und Schüler der Alfred-Delp-Schule, des Litauischen Gymnasiums, des Starkenburg Gymnasium in Heppenheim sowie aus den polnischen Bergsträßer Partnerkommunen aus dem Kreis Schweidnitz im Herzen Lampertheims. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Ein besonderes Projekt im Zeichen der Demokratie und ein gelungener Austausch zwischen Jugendlichen verschiedener Länder fand am vergangenen Wochenende statt: Insgesamt 22 Schüler der Alfred-Delp-Schule in Lampertheim, des Litauischen Gymnasiums Hüttenfeld, des Starkenburg Gymnasium in Heppenheim sowie aus den polnischen Bergsträßer Partnerkommunen aus dem Kreis Schweidnitz beteiligten sich beim „Europäischen Demokratiefest”, welches unter dem Motto „get together ans follow democracy” im und rund um das Hambacher Schloss stattfand.

    Bürgermeister Gottfried Störmer und Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass, die gleichzeitig Vorsitzende des Partnerschaftsausschusses der Stadt Lampertheim ist, begrüßten die Schüler am Montag zum gemeinsamen Abschluss im Sitzungssaal des Stadthauses. Eine gute Wahl, wie die betreuenden Lehrer befanden, wurde in diesem Raum doch die Idee für ein solches Projekt geboren.

    „Ich freue mich, dass Ihr uns hier und heute über Eure Erlebnisse berichtet”, begrüßte Bürgermeister Störmer, der darauf verwies, dass „Europa nicht nur eine politische Institution ist, sondern dass durch den Kontakt von Menschen, wie er hier stattgefunden hat, Europa lebt. Es gibt nicht immer nur vorteilhafte politische Entscheidungen für Europa. Daher liegt es an uns, Europa zusammen zu halten. Dies ist keine politische Aufgabe, sondern die Aufgabe jeder Bürgerin und jeden Bürgers.” Einen Dank richteten Bürgermeister Störmer und Brigitte Stass an die Organisatoren, allen voran Ewa Redemann vom Kreis Bergstraße, die die Projektleitung übernommen hatte und die „diesen sehr intensiven Vorgang begleitet hat. Danke aber auch an die Schulen und natürlich an die Schüler für ihr engagiertes Mitmachen.”

    Anschließend berichteten die Schüler anhand einer Power Point-Präsentation eindrucksvoll von ihren Erlebnissen – zum besseren Verständnis sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache.

    „Es war sehr schön, andere Schüler zu treffen. Den polnischen Schülern hat es gut gefallen, Worms und Neustadt, den Dom und das Hambacher Schloss, zu erkunden, alle haben viel über die Geschichte Deutschlands, Polens und der Pfalz erfahren. Auch die Sprachkenntnisse wurden verbessert, sowohl in Deutsch als auch in Polnisch, aber besonders auch in Englisch, da die Workshops in Hambach in Englisch gehalten wurden”, fassten die Schüler zusammen. „Wir haben gelernt, dass es wichtig ist, nicht alle gesetzlichen Normen und Regeln zu befolgen, sondern für eigene Ideen, gerade im Bereich der Demokratie und der Völkerverständigung, einzutreten. Den politischen Aspekt der Demokratie haben wir leider nur symbolisch kennen gelernt, konkrete Bezüge zu Demokratie in der Neuzeit haben gefehlt. Dennoch war es ein sehr schönes Projekt, bei dem wir Kontakte geknüpft und gepflegt haben. Und auch unser Bewusstsein für die Demokratie und die Rechte in der Demokratie wurde geschärft.”

    Als einziges Manko des Wochenendes wurde die Unterbringung hervorgehoben. Denn durch diese konnten die Schüler die Abende nicht gemeinsam verbringen. Dies habe viel Zeit des gemeinsamen Austauschs gekostet, wie die Vertreter der Alfred-Delp-Schule betonten. Gerade für deren Schüler sei dieses Projekt eine einzigartige Erfahrung gewesen, besonders wichtig sei es gewesen, zu lernen seine eigene Meinung auch vor älteren Schülern laut zu vertreten, was nicht immer leicht war.

    „Die Frage Europas ist eine Frage, die Menschen bewegt, die wir nicht der Politik überlassen sollten. An diesem Wochenende wurde Europa gelebt”, betonte Bürgermeister Störmer abschließend und versprach, dass sich alle Beteiligten Gedanken darüber machen werden, wie ein Austausch wie dieser fortgeführt und intensiviert werden kann. Denn in einem waren sich alle einig: Ein weiterer Austausch ist nach diesem erfolgreichen Projekt von allen Seiten gewünscht. Benjamin Kloos

     

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