Mi., 07. März 2018, 09:23 Uhr
CDU kritisiert kurzfristige Verschiebung der Sanierung des Hallenbades der Biedensand Bäder
„Fadenscheiniges Vorgehen von Klingler”
LAMPERTHEIM – Mit Verwunderung nimmt die Lampertheimer CDU-Fraktion die Mitteilung des Geschäftsführers der Biedensand Bäder, Jens Klingler, zur Kenntnis, die Sanierung des Bades zu verschieben und hakte in der vergangenen Stadtverordnetenversammlung kritisch nach.
Edwin Stöwesand, Fraktionsvorsitzender der CDU, fragte mit großer Verwunderung: „Wie kann es sein, dass eine Woche vor Sanierungsbeginn diese lang geplante Maßnahme abgesagt wird? Wie wurde der Aufsichtsrat bei dieser Entscheidung mit eingebunden? Und wie will man dies mit den Vereinen und Schulen lösen?“
In einer E-Mail vom 17. Februar wurden die Fraktionsvorsitzenden vom Stopp der Sanierung informiert und gebeten, den Aufsichtsrat der Biedensand Bäder zu informieren. Die Begründung, das Land Hessen habe noch keine Förderzusage gegeben, kann aus Sicht der Christdemokraten nicht die tatsächliche Ursache für die Verschiebung sein. Stöwesand fragt sich daher, ob das Ganze eine Fehlkoordination war. Denn es ist nicht unüblich, dass man einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn beantragen kann.
„Leittragende sind die Betroffenen. Darunter insbesondere die Vereine und Schulen, die mit großem Aufwand nach Ausweichmöglichkeiten gesucht und Verträge abgeschlossen haben“, stellt CDU-Fraktionsvorsitzender Edwin Stöwesand mit Bedauern fest. Zudem ist ein enormer Aufwand von Nöten, um die Kinder in andere Bäder zu bringen – unter anderem mit zusätzlich geplanten Fahrdiensten.
Bereits bei einem Besuch des DLRG Lampertheim im Rahmen der CDU-Sommertour wies dieser auf die Schwierigkeiten hin. Denn Ausweich-Bäder sind gut ausgebucht und man hat in Abstimmung eine terminliche Alternative in anderen Bädern gefunden.
Folglich fragt sich Stöwesand und die CDU Fraktion, was in Lampertheim schief läuft. Einer plötzlichen Erhöhung der Baukosten bei dem Neubau der Kindertagesstätte im Gleisdreieck wurde zugestimmt, da es sonst zur Verschiebung der Baumaßnahmen gekommen wäre. Nun wird die Sanierung des Hallenbades kurzfristig verschoben.
Trotz all den Problemen bezüglich des Schwimmbades gibt es auch Grund zur Freude: Die Christdemokraten begrüßen die Umstrukturierung der Verwaltung zum 1. März 2018. Durch den Stadtumbau und die Entwicklung des Stadtmarketings wurde der Fachbereich 65 „Immobilienmanagement“ in das Dezernat 1 (Bürgermeister) integriert. CDU-Fraktionsvorsitzender Stöwesand betrachtet die Integration in das Dezernat 1 für eine förderliche Maßnahme hinsichtlich der Umsetzung des Konzeptes zum Stadtumbau. zg