Fr., 16. Juli 2021, 10:17 Uhr
Fähre „Frischling“ fährt einer ungewissen Zukunft entgegen
LAMPERTHEIM - Wie Kapitän Werner Reuters vor einigen Tagen erfahren musste, fällt in Eberbach das bekannte Volksfest „Kuckucksmarkt“ auch in diesem Jahr und damit bereits zum zweiten Mal aus. Ein herber Schlag für den Fährbetreiber, da ja auch wegen der Corona-Pandemie auch in Lampertheim über 14 Monate hinweg kein Fährbetrieb möglich war.
Jetzt hatten sich wieder die ersten Fahrgäste mit dem „Frischling“ auf Rhein und Altrhein gewagt, da macht das Wetter den Fährfahrten wieder einen Strich durch die Rechnung. Laut Anordnung durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Oberrhein muss die „Frischling“ bei erreichen der Hochwassermarke I im Hafen bleiben. Verstöße sind mit hohen Bußgeldern belegt. Somit fiel das letzte Wochenende und wird auch das kommende Wochenende buchstäblich ins Wasser fallen. Wann sich die Hochwassersituation so entspannt, dass die Fährfahrten wieder aufgenommen werden, ist noch nicht absehbar.
Eine andere Baustelle ich die Weiterführung des Fährbetriebs in Eberbach zum Kuckucksmarkt 2022. Reuters ist mit dem Eigentümer der Fähre, den Stadtwerken Eberbach im Gespräch und natürlich auch mit der Stadt Eberbach, für die der Einsatz der Fähre am Kuckucksmarkt von hoher Bedeutung ist. Ende August 2021 finden weiterführende Gespräche in Eberbach statt. Hier geht es unter anderem auch darum, ob sich noch genug Personal, nach zwei Jahren Komplettausfall, für den Kuckucksmarkt finden lässt. Und dabei geht es ja nicht nur um die Kapitäne, sondern auch um die Bootsleute und Kassierer, die ja für drei Schichten vorgehalten werden müssen.
„Zieht man jetzt auch noch die betriebswirtschaftliche Seite hinzu, kann der Entschluss eigentlich nur lauten: Einstellung des Fährbetriebes“, resümiert Reuters. Aber davon will der Lampertheimer Kapitän vorerst noch nichts wissen.
Für diese Saison ist der Fährbetrieb aber noch gesichert. Saisonende ist laut Reuters in diesem Jahr Mitte Sept. 2021. „Die Highlights dieses Sommers sind übrigens von Eventagenturen zu Jungsgesell*innen-Abschieden anfragen“, so Reuters. Aber auch Familienfeiern werden gerne gebucht. Natürlich alles unter den geltenden Coronaauflagen. Anfragen können jederzeit über die Homepage der Fährbetriebes (www.faehre-Lampertheim.de) gestellt werden. Kapitän Werner Reuters freut sich über jede Gruppe, die er zwischen Lampertheim und Worms transportieren darf. zg