MOBILITÄT: Gemeinde Biblis hat Lastenfahrrad als Pilotprojekt angeschafft
Fahrradfahren und das Auto stehen lassen
Bürgermeister Volker Scheib stellte das neue Lastenfahrrad für die Gemeindemitarbeiter vor, im Hintergrund das neue, geleaste E-Fahrzeug der Gemeinde Biblis. Foto: Hannelore Nowacki
BIBLIS – Für viele Anlässe genügt ein Lastenfahrrad, hat Bürgermeister Volker Scheib festgestellt, zum Beispiel für innerörtliche Fahrten des Bauhofs oder von Rathausbeschäftigten mit kleinem Gepäck. Ob er damit die Zielgruppe überzeugen kann, soll das Pilotprojekt Lastenfahrrad zeigen. Das neue Glanzstück trägt die Kommunalfarbe Orange, hat keinen Motor, dafür aber einen praktischen Ständer, einen Lastenkorb vorne und einen Anhänger angekuppelt. Ganz bewusst habe er bei der Anschaffung auf einen Elektromotor und Akku verzichtet, erläuterte Scheib das Vorhaben, Pflege- und Wartungskosten sollten vermieden werden. Wer sich das Fahren mit Anhänger nicht zutraue oder ihn nicht brauche, kann das Fahrrad auch ohne diesen für dienstliche Zwecke nutzen. Auch er werde damit fahren. Über sieben Gänge verfügt das stabil wirkende Zweirad, davon sind drei Schnellgänge. Die Kommunalpolizei könne damit beispielsweise ihre mobile Blitzanlage befördern und das schmale Lastenfahrrad unauffällig parken. Auch für die Lieferung von Handtüchern und Hygieneartikeln an die Kitas könne das Gespann genutzt werden. Stationiert ist es in einer Garage am Rathaus. Das Fahrrad kostete etwa 1.300 Euro, der Anhänger etwa 400 Euro. Sollte das klimafreundliche Lastenfahrrad Anklang finden, könne der Bauhof mit einem E-Fahrrad rechnen. Hannelore Nowacki