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  • Di., 16. April 2019, 09:31 Uhr
    St.-Andreas-Gemeinde ermöglicht Baugenossenschaft Lampertheim sozialen Wohnungsbau

    Familienfreundliche Sozialwohnungen in Kita- und Krippennähe

    Wo zurzeit noch ein weitläufiges Brachgelände zu sehen ist, sollen 2020 fünfzehn Familien in ihre neue Sozialwohnung einziehen können - dank eines sozialen Verkaufspreises des Grundstücks der Kirchengemeinde St. Andreas an die BGLA. Foto: Hannelore Nowacki


    NEUSCHLOSS – Eine große Brachfläche zwischen Ulmenweg, Wacholderweg und Forsthausstraße wird bebaut – 15 familienfreundliche Sozialwohnungen wird die Baugenossenschaft Lampertheim (BGLA) dort errichten, nachdem sie das Grundstück von der katholischen Kirchengemeinde St. Andreas gekauft hat. Zum Pressetermin am Freitag vergangener Woche hatte der Vorstand der Baugenossenschaft eingeladen, nachdem am Donnerstag die Verträge beim Notar unterzeichnet waren. Auch die große Hinweistafel war gerade erst aufgestellt. Das Grundstück hat eine lange Geschichte, noch in den 1980er Jahren wollte die Kirchengemeinde an dieser Stelle eine Kirche bauen, berichtete Rolf Borkenhagen, der im Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde die Koordination der Bauprojekte leitet. Seitdem habe man sich um das wuchernde Unkraut kümmern müssen. Auch Carola Biehal, Vorsitzende der Bürgerkammer Neuschloß, erinnert sich an solche Pläne, nun sei sie froh, dass diese Baulücke geschlossen wird, was auch eine Möglichkeit für Neuschloß sei sich zu vergrößern. Borkenhagen beschrieb die Hürden auf dem Weg bis zum Verkauf an die BGLA, da das bischöfliche Ordinariat zunächst auf Erbpacht bestand, die BGLA das Grundstück aber kaufen wollte. Auf die Idee mit den Wohnungen sei die Kirchengemeinde nach einem Zeitungsartikel gekommen, noch mit Pfarrer Patrick Fleckenstein sei der Verkauf besprochen worden. Dann der Beschluss: „Wir verkaufen, aber der Erlös wird in den Kauf neuer Grundstücke für den Wohnungsbau investiert“. Die Stadtentwicklung Lampertheim (SEL), deren Geschäftsführer Jens Klingler auch beim Pressetermin war, stelle Grundstücke zum Kauf an die Kirchengemeinde zur Verfügung, die dann an bauwillige Familien in Erbpacht abgegeben werden sollen. BGLA-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Klee und Borkenhagen hoben hervor, dass die Pfarrei St. Andreas das Grundstück unter dem Bodenrichtwert verkauft habe, um familienfreundliches Bauen zu ermöglichen. Klingler sprach von einem Vorzeigeprojekt. BGLA-Architekt Gerd Siegler erläuterte die Pläne für die 1.273 Quadratmeter große Wohnfläche einschließlich Treppenhaus mit drei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss mit Platz für 15 Wohnungen nach dem neuesten energetischen Standard mit je einem Stellplatz und einem Abstellraum im Keller. Der gesamte Wohnkomplex werde in T-Form quer zur Forsthausstraße angelegt und komplett barrierefrei und mit Aufzug ausgestattet sein, mit Zufahrt über den Wacholderweg. Drei 100 Quadratmeter große Wohnungen für fünf Personen, vier 89-Quadratmeter-Wohnungen für vier Personen und acht Wohnungen mit 77 Quadratmetern für Drei-Personen-Familien werden entstehen. In vier Wochen sei der Bauantrag geplant, in sechs bis acht Wochen rechne er mit der Baugenehmigung, teilte Siegler mit, man brauche auch noch einen Bodengutachter. Vorstand Klee rechnet mit Fertigstellung 2020. Bewerbungen für die Sozialwohnungen würden ab sofort entgegengenommen, teilte Vorstandsmitglied Martina Sotornik mit, die auch auf die unmittelbare Nähe von Kinderkrippe und Kindertagesstätte hinwies. Hannelore Nowacki

    Foto: Hannelore Nowacki
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