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Mo., 10. Oktober 2016, 09:18 Uhr
Kunstausstellung des Künstlervereins mit großer Anziehungskraft
Fantastische Welten und künstlerische Qualität
Die große Preisverleihung folgte am Sonntag – diesmal mit Siegern und Platzierungen ohne Dotierung. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Dynamische Körperspannung zeigte der Nagelmann, für den Heike Kissel-Eltrop fast 9.000 Stahlnägel in die Platte eingeschlagen hatte. Glänzende Apparaturen wie aus einer anderen Welt blinkten leuchtend und zogen die Blicke magisch an – „Steam-Punk“ heißt diese neue Kunstrichtung. Fotografie oder Malerei? Diese Frage stellte sich immer wieder, denn einige Künstler haben die Wirklichkeit durch ihre Perspektive verzaubert oder die Wirkung durch kleine Kunstgriffe der Bildbearbeitung erzielt. Weitläufige Wandelgänge führten die Besucher durch den großen Saal im Bürgerhaus zu den Kunstwerken, wechselnde Blickachsen brachten überraschende Durchblicke. Mit 90 Ausstellern und über 400 Exponaten in den Sparten Malerei, Fotografie und Skulpturen erreichte diese jährliche Kunstausstellung des Bürstädter Künstlervereins eine Höchstmarke.
„Steam-Punk“ kam als neue Kunstrichtung in die Kunstausstellung des Künstlervereins. Foto: Hannelore Nowacki
Dabei wirkte die Ausstellung keineswegs gedrängt, auch wenn am Sonntagnachmittag wie schon am Freitagabend zur Vernissage und am Samstag die Kunstgenießer sehr zahlreich in die Ausstellung strömten. Die Freude darüber war dem Ersten Vorsitzenden des Künstlervereins Dr. Bernd Kalusche anzumerken, als er kurz vor der Preisverleihung am späten Sonntagnachmittag über diesen Erfolg sprach. Viele gute Arbeiten seien ausgestellt, die Qualität sei nochmal angehoben, resümierte er nicht ohne Stolz. Die Juroren hätten es diesmal wegen der Vielzahl guter Arbeiten nicht leicht gehabt. Letztlich habe der Computer die vergebenen Punktzahlen der Bewertungen exakt ermittelt. Zum ersten Mal hatte der Künstlerverein Zweit- und Drittplatzierungen vergeben, um den Künstlern gerecht zu werden, die manchmal nur ein Punkt vom Künstlerpreis trennte. Dennoch sei nun ein Limit erreicht, meinte Vereinsvorsitzender Kalusche vor allem auch mit Blick auf die Besucher, denen der Künstlerverein weiterhin eine großzügige Raumaufteilung bieten will. Dreitausend Besucher kommen üblicherweise in die Ausstellung, diesmal rechnete Kalusche allein wegen der größeren Zahl der Aussteller und Werke mit noch mehr Resonanz. Zwanzig Aussteller seien neu dazugekommen, zehn Jugendliche nahmen zum ersten Mal teil. Im Jugendbereich hatte der Künstlerverein erstmals zur Teilnahme am Wettbewerb aufgerufen, mit Erfolg, wie die Exponate auf vergrößerter Ausstellungsfläche und bei der Preisverleihung zeigten. Hannelore Nowacki