Pfadfinder des Stammes Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz verbrachten Osterfreizeit im Odenwald
Felsen, Sonnenschein und gute Laune
Die Pfadfinder des Stammes Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz vor Beginn der Wanderung durch das Felsenmeer. Foto: Jürgen Jakob
LAMPERTHEIM – Mit Beginn der Osterferien zog es 18 Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Stammes Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz in den Odenwald nach Beedenkirchen. Dort, am Nordrand des Felsenmeeres, verbrachten sie vier erlebnisreiche Tage im Freizeitheim der evangelischen Kirchengemeinde. Bis auf den Ankunftstag präsentierte sich das Wetter von seiner besten Seite. Nachts eisige Kälte, aber tagsüber herrlicher Sonnenschein, so dass viele Aktivitäten im Freien stattfinden konnten.
Höhepunkt war sicherlich eine geführte Wanderung mit einem Geopark-Ranger durch das Felsenmeer am Samstagnachmittag. Der ausgebildete Diplom-Geologe verstand es sehr gut, die komplexe Entstehungsgeschichte des Felsenmeeres in kindgerechter Weise zu erklären, so dass alle Teilnehmer verstehen konnten, was vor circa 300 Millionen Jahren im Odenwald entstanden war. Darüber hinaus zeigte er anhand der noch vorhandenen Bearbeitungsspuren, wie vor 2.000 Jahren römische Steinmetze die Granitfelsen bearbeitet haben. Besonders imposant ist die Riesensäule, die einmal für einen Tempel in Trier bestimmt war. Zum Abschluss der Tour tobten sich die Pfadis beim Klettern in den Felsen aus.
Anlässlich des bevorstehenden Osterfestes wurden Eier bemalt und bunte Osternester gebastelt. Jeder Teilnehmer konnte sich mit Brandmaltechnik eine kleine Holzscheibe mit dem Osterlagerlogo verzieren und als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Die Abende verbrachte die Gruppe mit Singen in der eigens aufgebauten Jurte am Lagerfeuer. Natürlich durften eine zünftige Chaizeremonie und Stockbrotrösten nicht fehlen.
Zwei Jungen und ein Mädchen wurden spätabends in einer mit Fackeln erleuchteten Feierstunde als Jungpfadfinder in den Stamm aufgenommen. Sie dürfen jetzt das blaue Halstuch tragen, das ihnen verliehen wurde.
Das Freizeitheim ist als Selbstversorgerhaus konzipiert, so dass alle in wechselnder Besetzung zum Küchendienst eingeteilt waren. Das lief ohne Murren und Klagen super und alle waren beim Lagerabschluss voll des Lobes über das gute und reichhaltige Essen waren. Leider war die Osterfreizeit nach vier Tagen schon wieder zu Ende. Mit einer gewissen Vorfreude auf das kommende Pfingstlager trat man die Heimreise nach Lampertheim an. zg