Kochkurs mit den Bürstädter Landfrauen machte den Kindern Spaß
Ferienspiele mit Kochen und Genuss
Spaß beim Kochen hatten die zehn Kinder beim Kochkurs der Landfrauen im Rahmen der Ferienspiele. Hier waren die Gemüsepuffer und Quarkdipp in Vorbereitung. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Ein anspruchsvolles Menü aus frischen Zutaten und Sommergemüse aus der Region stand am Ende auf dem Tisch. Bis dahin war jedoch allerhand zu tun. Zwölf Kinder hatten sich bei den Ferienspielen für den Kochkurs mit den Bürstädter Landfrauen angemeldet, zwei hatten jedoch abgesagt, wieErna Schöcker, die Erste Vorsitzende des Vereins der Landfrauen, gegenüber dem TIP berichtete. In ihrer Gruppe rührten die Kinder den Teig für hausgemachte Spätzle an. Nicht das übliche Weißmehl Typ 405 empfiehlt sie, den Mehltyp 550 zieht sie vor, dazu noch frisch gemahlenes Dinkelvollkornmehl. „Dann sind die Spätzle nicht so hell und haben mehr Ballaststoffe“, erklärte sie den Kindern. Eier, Sprudelwasser, Salz und Pfeffer, ein wenig Muskatnuss und kräftig rühren, dann ruhte der cremige Teig eine Weile. Später war die Spätzlepresse im Einsatz. Nach dem Kochen sollten die Spätzle in Olivenöl und Kräutern geschwenkt werden. In der großen Küche im „Haus Schiller“ wechselten die Kinder von Tisch zu Tisch, um zu schauen, was sonst noch zubereitet wird. Eine der fünf Landfrauen war Lydia Müller, unter ihrer Anleitung nahmen die Zucchini-Karotten-Puffer mit Quarkdipp Form an. Jamie-Lee, neun Jahre alt, hatte eine Menge Gemüse gerieben, nun kamen sechs Eigelbe dazu. Das Trennen von Eigelb und Eiweiß hatte prima geklappt. Nun hieß es „bitte rühren“. Gerieben habe sie schon mal, erzählte sie, aber bislang keine Gemüsepuffer gegessen. Wie ihr der Kochkurs gefällt? „Es macht mir einfach viel Spaß“. Den hat sie auch mit ihren beiden Omas. „Oma Claudia kocht viel“, erzählte sie, „und Oma Heike möchte mit mir Marmelade einkochen“. Für den Dipp rührte Leni Kräuterschmand in den Quark. Die 13-jährige Louisa kocht öfter zu Hause, mit Freundinnen und ihrem Bruder probiere sie viel aus, berichtete sie, auch Spätzle mache sie selbst. „Auf die Puffer freue ich mich“, verriet sie. Bald ging es ans Formen, dann schmurgelten die Gemüsepuffer appetitlich in der Pfanne. Für die Gemüsepfanne mit Kräutern legten sich die elfjährige Nica und die siebenjährige Johanna ins Zeug. Die gestiftelten Karotten sollten glasiert werden. Johanna, die sorgfältig die Bohnen in Stücke schnitt, erklärte: „Ich esse gerne Gemüse“. Zum dritten Mal war der zehnjährige Pascal dabei. Kohlrabi habe er noch nie geschält und geschnitten, äußerte er im Gespräch mit dem TIP, und Rührei esse er am liebsten. „Wir sind die Fleischabteilung“, sagte Landfrau Clivia Engert, den Blick hin und wieder prüfend auf die Pfanne gerichtet, in der das gewürfelte und gewürzte Hühnerfleisch brutzelte. Bald hatte sich eine ganze Kinderschar um sie versammelt. Mit Sahne, Paprika und Kreuzkümmel verfeinerte sie die lecker duftende Fleischpfanne. Für die Crêpes war der Teig unter Anleitung von Petra Schnatz vorbereitet, musste aber noch eine Weile quellen. Paul hatte die Eier perfekt getrennt und Pascal, ein Könner in Sachen Crêpes, wurde seinem Ruf als Oberrührer gerecht. „Wenn die Inhaltsstoffe gut sind, schmeckt es auch gut“, machte Landfrau Schnatz deutlich. Crêpes fliegen zu lassen, macht besonders Spaß, wie Pascal bewies. Den lockeren Dreh hat er raus. Füllungen gab es nach Wahl, mit Nutella und Banane, Zucker und Zimt, Erdbeermarmelade und Wassermelone. Einrollen, in Stücke schneiden, genießen. Hannelore Nowacki
Fliegen lassen ist viel einfacher als den Crêpe mit einem Pfannenwender zu drehen, wenn man den Dreh heraushat wie Pascal. Foto: Hannelore Nowacki