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Mi., 05. Juli 2023, 12:16 Uhr
SPARKASSE: Verwaltungsrat votiert für Zukunftsplan / Internet-Banking fordert Tribut
Filialen und SB-Stellen werden geschlossen – auch im Ried
Wird von einer Geschäftsstelle zur SB-Stelle heruntergestuft: Die Filiale der Rheinhessen Sparkasse in Biblis. Foto: Benjamin Kloos
RIED – Einem bundesweiten Trend folgend stehen bei der Rheinhessen Sparkasse die Zeichen auf Digitalisierung – und auch auf Abschied von Geschäfts- und SB-Stellen. So wird im Nibelungenland die Geschäftsstelle im Liebenauer Feld im Wormser Westen komplett geschlossen. Auch im Ried gibt es starke Auswirkungen: Denn die Geschäftsstelle in Biblis wird zur SB-Stelle degradiert. Des Weiteren werden die SB-Stellen inGroß-Rohrheim und in der Kaiserstraße Lampertheim komplett geschlossen.
In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Verwaltungsrat der Rheinhessen Sparkasse mit dem Zukunftsplan zum veränderten Kundenverhalten aufgrund langfristiger Marktbeobachtungen befasst.
„Der rasante Wandel in der Nutzung der Angebote bei der Sparkasse in den letzten Jahren und die steigende Nachfrage ist maßgeblich auch darin begründet, dass die telefonischen und digitalen Kontaktmöglichkeiten für Kundinnen und Kunden immer komfortabler werden“, informiert das regionale Bankinstitut in einer Pressemitteilung.
Filialsterben folgt Trend zum Online-Banking
Auf den Online-Trend reagiert die Sparkasse mit einem Ausbau der entsprechenden Service- und Beratungsangebote. Im Digitalen-Beratungscenter und im Kunden-Service-Center arbeitet inzwischen das größte Beratungsteam und bis Jahresende mit 50 umgeschichteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nochmals deutlich mehr als in den Beratungscentern der beiden Hauptsitze in Mainz und Worms.
Bargeldloses Bezahlen immer beliebter
Massive Veränderungen stellt die Sparkasse zudem bei Bezahlvorgängen fest. Wie deutschlandweit nutzen Kunden auch hier immer häufiger die Girocard, besser bekannt unter ihrem alten Namen „EC-Karte“, zum bargeldlosen Bezahlen. Bargeldlos heißt in den meisten Fällen dann auch kontaktlos bezahlen. Vier von fünf Girocard-Bezahlvorgängen im Einzelhandel sind heute kontaktlos. Die Nutzungsquote liegt mittlerweile bei fast 80 Prozent.
Wer Bargeld braucht, kann laut Sparkasse zudem eine Vielzahl von Möglichkeiten in Geschäften nutzen. Bei allen großen Händlern im gesamten Geschäftsgebiet der Rheinhessen Sparkasse wie Aldi, Lidl, Edeka, Rossmann und dm-Drogerie Markt kann beim Einkaufen auch Bargeld mitgenommen werden. Und es gibt für Kunden, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, den Service des Bargeld-Taxis der Rheinhessen Sparkasse. Benjamin Kloos