Europäisches Filmfestival der Generationen in der Metropolregion Rhein-Neckar zu Gast / Lampertheim zeigt am 22. und 25. Oktober zwei Filme
Filme für Jung und Alt
Freuen sich auf das Europäische Filmfestival der Generationen und laden herzlich dazu ein: Christa Gerhard von der Diakoniestation Lampertheim, Bürgermeister Gottfried Störmer, Jochen Halbauer vom Behindertenbeirat Lampertheim und Silke Reis von der Stadtverwaltung (v.r.). Foto: Franziska Hartmann
LAMPERTHEIM – Zum nunmehr 9. Mal findet in der kommenden Woche das Europäische Filmfestival der Generationen in der Metropolregion Rhein-Neckar statt. Die Stadt Lampertheim beteiligt sich bereits zum zweiten Mal an dieser Veranstaltung und zeigt entsprechend der Devise des Festivals zwei Filme über das Älterwerden. Im Anschluss an die Filmvorführungen wird es außerdem eine Diskussionsrunde mit je einem Experten geben. Dies beruht auf dem Konzept der Programmwoche, durch welches die Besucher auf Grundlage eines Films zur Diskussion angeregt werden, neue Einblicke gewinnen und der Dialog zwischen den Generationen gefördert werden soll. „Es geht nicht nur um reine Unterhaltung, sondern auch darum, die Inhalte rüber zu bringen,“ erklärte Bürgermeister Gottfried Störmer, Schirmherr der Veranstaltung. Möglich ist eine offene Diskussion nach der Vorführung aber natürlich auch Gespräche unter vier Augen mit den Experten. Ziel ist es, die jeweiligen Filmbotschaften zu den Themen Alter, altern, demografischer Wandel und Dialog der Generationen zu vertiefen und auf die lokalen Angebote hinzuweisen. Vor allem deshalb freue er sich sehr, dass die Stadt Lampertheim mit Jochen Halbauer vom Behindertenbeirat Lampertheim und Christa Gerhard von der Diakoniestation Lampertheim zwei ideale Experten für die jeweiligen Filme gefunden hat. Am Montag, 22. Oktober, wird im Sitzungssaal des Stadthauses um 18 Uhr der international sehr erfolgreiche Film „Ziemlich beste Freunde“ gezeigt. Dieser Film handelt von Philippe, der alles besitzt aber durch einen Unfall vom Hals abwärts gelähmt ist, seinem jungen Pfleger Driss und wie sich zwischen den beiden eine innige Freundschaft entwickelt. Jochen Halbauer wird den Film zu Beginn vorstellen und im Anschluss die Diskussion moderieren. „Der Film zeigt, wie man am öffentlichen Leben teilhaben kann auch wenn man Schwerbehindert ist“, erläuterte Jochen Halbauer. Gerade das Thema Teilhabe sei ihm sehr wichtig und dies sei eine gute Gelegenheit es den Menschen näher zu bringen. Der zweite Film ist Til Schweigers Kinoerfolg „Honig im Kopf“, welcher am Donnerstag, 25. Oktober, um 18 Uhr im Sitzungssaal des Stadthauses zu sehen sein wird. In diesem Film geht es um einen an Alzheimer erkrankten Mann und seine Enkelin, die verhindern möchte, dass dieser in ein Pflegeheim muss. Christa Gerhard von der Diakoniestation Lampertheim wird als Expertin zum Thema Demenz mit dabei sein und durch den Abend begleiten. Auch sie freut sich, dass gerade dieser Film ausgewählt wurde. „Der Inhalt des Films zeigt einfach, dass Demenzkranke ihre Würde behalten dürfen und dass man Ihnen die Aufgaben geben sollte, die sie noch bewältigen können“, so Christa Gerhard. Sie hofft, dass man in diesem Rahmen, diese schlimme Krankheit einmal nicht nur als furchtbar wahrnimmt, sondern offen darüber reden und somit hoffentlich auch Betroffenen helfen kann. „Wir wünschen uns, dass die Menschen auf uns zukommen und die Hilfe bekommen die sie benötigen“, ergänzte Christa Gerhard. Beide Filme wurden aufgrund ihrer Thematik und der gefühlvollen Umsetzung dieser ausgewählt. „Ich freue mich sehr auf nächste Woche, die Filme und vor allem die Gespräche“, betonte Bürgermeister Störmer abschließend. Franziska Hartmann