8,8-Zentimeter-Geschoss am Samstag durch Kampfmittelräumdienst fachgerecht entsorgt
Flagranate am Bürstädter Sonneneck gesprengt
Dieter Heumann präsentiert die 8,8-Zentimeter-Flakgranate, die am Samstag in der Nähe des Sonneneck gesprengt wurde. Foto: oh
BÜRSTADT – Am Samstagnachmittag fand der Bürstädter Dieter Heumann eine 8,8-Zentimeter-Flakgranate (88 Millimeter Außendurchmesser) auf dem Feld zwischen Sonneneck und Boxheimerhof, westlich der Waserwerkstraße, circa 50 Meter von den Häusern des Sonnenckes entfernt.
„Da es nicht das erste Mal war, verständigte ich sofort den Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen. Sie mussten von Pfungstadt aus anfahren und waren auch umgehend hier”, erläuterte Dieter Heumann. Nach genauer Inspektion wurde entschieden, dass die Granate vor Ort gesprengt wird. Die Polizei wurde verständigt und mit zwei Autos wurde die Wasserwerkstraße am Boxheimerhof und im Bereich Sonnenck gesperrt.
„Die Granate verbrachten wir weiter in Richtung Feldmitte. Dort wurde ein Loch gegraben und die Granate senkrecht reingestellt. An der Spitze wurde eine Sprengladung angebracht und das Ganze wieder mit Erde bedeckt”, so Dieter Heumann weiter. „Wir gingen dann wieder zurück, um aus dem Gefahrenbereich etwaiger Splittereinwirkung zu sein.” In Absprache mit der Polizei wurde anschließend der Sprengsatz mittels Funk gezündet und so die Granate zur Explosion gebracht. Um 17.45 Uhr war die Detonation gut zu hören.
Hintergrund des Fundes ist, dass im Bereich des Boxheimerhof während des 2. Weltkrieges eine Flakstellung zu finden war. Die Unterkunft für die Soldaten war westlich des Boxheimerhofes Richtung ehemaliger Bahnübergang. Die Fundamente des Gebäudes waren noch in 1960er Jahren zu sehen. „Es ist davon auszugehen, dass auch weiterhin noch Munitionsreste in den angrenzenden Äckern liegen”, so Dieter Heumann abschließend. zg