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Mo., 05. Juli 2021, 10:20 Uhr
NATUR: Fleißige Honigbienen mit Christian Tesseraux zu erkunden / Schautafeln informieren über Leben der Insekten
Bienenlehrpfad in der Naturoase Lachgärten eingeweiht
„Beekeeper” Christian Tesseraux vertraut seinen friedlichen Bienenvölkern in der Naturoase. Für Besucher hat er hübsche Schutzanzüge angeschafft. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Spazierengehen, auf einer der zahlreichen Bänke entlang der Glücksbaumallee Platz nehmen und das Vogelkonzert genießen, am Teich die Blässhühner und Enten beobachten, die Frösche quaken hören - in der Naturoase Lachgärten gibt es immer etwas zu entdecken. Ein leises Summen ist hier und da zu vernehmen, denn auch die kleinen Tierchen wie die Bienen fühlen sich hier wohl. Am Samstag zum „Tag der deutschen Imkerei“ wurde mit dem neuen Bienenlehrpfad eine weitere Attraktion eingeweiht und der Öffentlichkeit vorgestellt. Auf acht Schautafeln erfährt man alles über das Leben und Wirken der nützlichen Bienen und die Arbeit der Imker. Die Idee hatte der Bürstädter Jungimker Christian Tesseraux, ein Herzensprojekt, das dann der Bienenzuchtverein Lampertheim und Umgebung, auch einfach die „Riedimker“ genannt, vertraglich mit der Stadt Bürstadt absicherte und umsetzte. Riedimker-Vorsitzender Markus Hartnagel nahm Kontakt zum Deutschen Imkerbund auf, der für das Vorhaben acht Schautafeln zur Verfügung stellte, nur die 25 Euro für das Porto hatte der Verein zu zahlen. An mehreren Samstagen haben Vereinsmitglieder die Schautafeln aufgebaut, die Stadt Bürstadt kam für das verbaute Material auf. Zur offiziellen Einweihung am Samstag, hatte sich mit Blick auf eine Schautafel und eine hochglänzende Honigschleuder eine große Zuschauerrunde eingefunden, begrüßt von Bürgermeisterin Barbara Schader, Sonnenbotschafterin Luisa-Marie I., dem Vorsitzenden der Riedimker Markus Hartnagel und Imker Christian Tesseraux. Bürgermeisterin Schader berichtete von der ersten Begegnung mit dem engagierten Jungimker Tesseraux, der sein Bienen-Projekt bei einem Gespräch im Rathaus vorstellte und damit offene Türen einrannte. Seine Bienenvölker haben seit Mai auf der großen Wiese ihr temporäres Zuhause bezogen, ein idealer Standort für Ausflüge zu den Blüten von Blumen und Bäumen in der Naturoase. Wie Bürgermeisterin Schader erklärte, sei dies vertraglich vereinbart worden. Seitdem haben die Bienenvölker fleißig Pollen gesammelt und Honig produziert, der im Sonnenlicht schön glitzert und zum Naschen verführt. Honig aus der Region sei wichtig, betonte Schader, auch Allergiker wüssten dies zu schätzen. Ökologisch wertvolle Flächen für die Bienen zu finden wie hier in der Naturoase sei gar nicht leicht, stellte Hartnagel fest. Geplant sei noch ein Insekten- und Wildbienenhotel, außerdem sollen die Wildbienen einen Baumstamm als Habitat bekommen. Bürgermeisterin Schader lobte vielfältige das bürgerschaftliche Engagement für die Naturoase – 100 Bäume und viele Sitzbänke wurden für die Glücksbaumallee gespendet und jetzt der Bienenlehrpfad und das Bienenprojekt.
Wer mehr über die kleinen fliegenden Wohltäter der Natur erfahren will, kann sich auf dem neuen Bienenlehrpfad und bei Beekeeper Christian Tesseraux informieren (www.beekeeper-buerstadt.de), der die Besucher vor Ort einen Blick in die Bienenbeuten werfen lässt, wie dieHolzbehausungen der Honigbienen in Imkerkreisen heißen. Willkommen sind auch Schulklassen und Kindergärten. Christian Tesseraux dankte allen, die ihm bei der Umsetzung seines Herzensprojektes geholfen haben und unterstrich seine Leidenschaft für die nützlichen Bestäuberinnen von Obstblüten, Gemüsepflanzen und Blumen mit einem Zitat aus dem Reich der Poesie: „Steh‘ mit der goldnen Sonn‘ ich auf, sind meine Bienen längst wohlauf, sie fliegen emsig her und hin, drum freut mich’s, dass ich Imker bin“. Die Sonnenbotschafterin zeigte sich vom Bürstädter Honig als „der Allerbeste“ überzeugt. Hannelore Nowacki