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  • Di., 24. Februar 2015, 12:21 Uhr
    FDP-Landratskandidatin Dr. Birgit Reinemund beim FDP-Ortsverband zu Gast

    „Freiheit, Menschenrechte und offene Gesellschaft“

    Die Landratskandidatin der FDP, Dr. Birgit Reinemund, hörte im Gespräch mit dem FDP-Stadtverbandsvorsitzenden Burkhard Vetter (im Bild) und den interessierten Versammlungsteilnehmern, wo der Schuh drückt und welche Erwartungen mit ihrer Kandidatur verbunden sind. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Dr. Birgit Reinemund, die Landratskandidatin der FDP, kam gut gelaunt von einem dreistündigen Termin zur Energiepolitik in Bensheim. Bei der Versammlung des FDP-Stadtverbandes Bürstadt am Montagabend im „Ratskeller“ traf sie auf acht interessierte Mitglieder und Gäste der Freien Demokratischen Partei. Burkhard Vetter, Stadtverbandsvorsitzender und Fraktionsvorsitzender der FDP in der Stadtverordnetenversammlung, leitete die kleine  Versammlung. Seit Aschermittwoch habe die heiße Phase des Wahlkampfes begonnen, sagte die Kandidatin, aber ihr Eindruck sei: „Bei den Menschen ist der Wahlkampf noch nicht angekommen“. In Bürstadt sei sie schon mehrmals gewesen, auch mit Bürgermeisterin Barbara Schader habe sie schon gesprochen. Da die Landratswahl eine Persönlichkeitswahl sei, sehe sie für sich eine gute Chance für ein gutes Ergebnis. Ein Vorteil sei sogar, dass bei ihr „keine großen Strukturen“ im Hintergrund seien wie bei den anderen Kandidaten. Politische Erfahrung bringe sie aus der Kommunalpolitik als Stadtverordnete in Mannheim, als Abgeordnete des Bundestages und aus Gremien wie der Verbandsversammlung und dem ICE-Forum mit. Seit ihrer Zeit im Bundestag sei sie in ihrer Firma nur noch als Gesellschafterin aktiv, nicht mehr als Geschäftsführerin. Als beruflichen  Schwerpunkt nennt sie die Managementberatung und Prozessoptimierung in Unternehmen mit Schnittstellen zur Politik. Insgesamt ist sie seit 25 Jahren selbständig tätig. Als Landrätin will sie für Freiheit, Menschenrechte und eine offene Gesellschaft eintreten. Gut gefallen habe ihr bei ihren Informationstouren quer durch den Kreis Bergstraße, wie die Flüchtlinge aufgenommen werden, doch nicht alles könne ehrenamtlich aufgefangen werden. „Probleme muss man deutlich benennen“, betonte sie. Auch sei die Finanzierung durch das Land Hessen nicht auskömmlich. Gibt es Unterschiede zwischen den Landratskandidaten? Auf diese Frage bietet die Kandidatin mehrere Antworten. Als Landrätin wäre sie die erste Frau im Kreis und die zweite Frau in Hessen. Als Alleinstellungsmerkmal sieht sie ihre ablehnende Haltung zur Windkraft im Kreis Bergstraße.  „Da gibt es bessere Regionen für Windräder“. Sie wendet sich entschieden gegen die damit verbundene Abholzung von Wald und setzt die Lebensqualität dagegen. Auch gebe es bisher keine Speichermöglichkeiten und ausgebauten Netze. Für einen besseren kommunalen Finanzausgleich will sie kämpfen und die 74 Schulen im Kreis auf ihrem sehr guten Niveau  erhalten. Den Ausbau des Ganztagsschulangebots will sie mit einem pädagogischen Konzept unterlegen. In der Inklusion sieht sie Einsparmöglichkeiten bei freier Wahl der Schulform. Die Wirtschaftsförderung im Kreis will sie stärker auf eine Kernaufgabe fokussieren, die sie in der Beratung der Bestandsbetriebe und der kommunenübergreifenden Zusammenarbeit in der gesamten Metropolregion sieht. „Spürbar und messbar“ sollen die Ergebnisse sein, zu denen sie auch die Zahl der Arbeits- und Ausbildungsplätze zählt. Eine Kundenzufriedenheit habe sie bislang nicht  feststellen können. Einsparmöglichkeiten könnten sich im Landratsamt durch mehr elektronischen Service ergeben. Als Landrätin sieht die FDP-Kandidatin Dr. Reinemund außerdem Einflussmöglichkeiten als Verbindungsglied und Moderatorin zwischen verschiedenen politischen Ebenen. In lockerer Gesprächsatmosphäre kamen viele weitere Themen auf den Tisch, die in der Kommunalpolitik auf den Nägeln brennen. Vetter brachte auch die Schuldenbremse in Hessen in Erinnerung, die für Bürstadt bedeute, bis 2017 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu müssen. Freiwillige Leistungen wie der Stadtbus, das Schwimmbad und die Vereinsjugendförderung seien ständig im Blick der Finanzprüfer des Kreises. Hannelore Nowacki

     

     

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