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  • Fr., 23. Januar 2015, 11:47 Uhr
    Fährverein Nibelungenland nach Tod von Richard Hinz in schweren Wassern

    „Frischling“ nimmt Fährbetrieb nach Worms im Frühling wieder auf

    Noch hält der „Frischling“ hier seine Winterruhe. Schon bald wird die Fähre wieder Fahrgäste auf der Route vom Alten Hafen am Lampertheimer Altrhein an das Wormser Rheinufer in die Nähe von Hagenbräu bringen. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Schon bald, wenn der Frühling kommt, wird die Fähre, die den Namen „Frischling“ trägt, wieder viele Fahrgäste nach Worms und zurück nach Lampertheim bringen. Doch ein Fährmann fehlt und seinen Verlust empfindet nicht nur Werner Reuters schmerzhaft. Aber: „Es geht weiter“. Davon zeigte sich Werner Reuters bei einem Pressegespräch am Mittwoch fest überzeugt. Es gibt jedoch noch einiges zu regeln. Der Tod von Richard Hinz im Dezember letzten Jahres hat beim Fährverein Nibelungenland eine tiefe Wunde gerissen. Viele seiner Ideen konnte der 1. Vorsitzende nicht mehr umsetzen, das will nun Werner Reuters übernehmen, der mit Richard Hinz zusammen auch schon Pläne geschmiedet hatte: „Das ist sein Vermächtnis, das mache ich fertig“, sagt Reuters. Seine Hoffnungen liegen auch bei der Jahreshauptversammlung des Vereins, die im Februar stattfinden soll. Der neue Internetauftritt ist schon aktiv. Wer die Adresse www.Faehre-Lampertheim.de anklickt, erhält umfassende Informationen über die Fährverbindungen. Informativ und unterhaltsam sind die Seiten über den Fährverein Nibelungenland und die Geschichte der Fähren angelegt, die Lampertheim und Worms schon vor vielen Jahrzehnten einander näherbrachten, bis der Verkehr über viele Jahre eingestellt wurde. Je nach Wetterlage wird der „Frischling“ voraussichtlich zum 1. April oder schon am Wochenende davor verkehren. Ostern gilt als beliebter Ausflugstermin. Die Buchungen für Sonderfahrten laufen schon auf Hochtouren, teilte Reuters mit. An der Umsetzung einer Idee von ihm und Hinz ist er schon dran: Bei Buchung ab zehn Personen könnte auf dem „Frischling“ auf sehr unterhaltsame Weise das „Altrheinschifferpatent“ mit Urkunde (das natürlich keine amtliche Wirkung hat) erworben werden. Gespräche mit dem Geo-Naturpark und der Stadt Lampertheim laufen bereits, um weitere neue Angebote am und um den Altrhein auszuloten. Nach Ostern wird die Fähre, die eine Leihgabe der Stadt Eberbach ist, vom Schiffs-TÜV (SUK) komplett durchgeprüft, einschließlich der gesamten Technik und Rettungsmittel. Nach Vorschrift ist seit Dezember ist ein elektronisches Schiffsidentifizierungssystem installiert, das nicht ganz billig war. Auch müssen alle Helfer eine Tauglichkeitsbescheinigung des Amtsarztes vorweisen können, sogar, wenn sie nur die Halteseile festmachen. Diese neue, gebührenpflichtige Personalvorschrift bereite ihm noch Sorge, meinte Reuters, denn die Helfer seien alle ehrenamtlich tätig. Damit der Altrhein auch in weiterer Zukunft romantische und erlebnisreiche Fährfahrten ermöglicht, setzt Reuters seine Hoffnung auf die Ausbaggerung, die Bürger seit Jahren vom Bundesschifffahrtsamt fordern. Hannelore Nowacki

     

     

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