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  • Di., 14. April 2020, 09:53 Uhr
    Verschnaufpause in der Stille der grünen Oasen und Feldflur

    Frühling mit Abstand

    Eine grüne Naturoase in Bürstadt. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Bürstadt hat ein grünes Fleckchen Natur, das ganz offiziell als Naturoase ausgewiesen ist. Gute Stimmung ist hier praktisch Programm, denn wer wollte beim Spazieren durch Lachgärten und Glücksbaumalle zu Ostern an anderes denken als Glücksgefühle. Mit ein wenig Glück ist man dort sogar allein unterwegs und hat die Auswahl unter einer Vielzahl an Ruhebänken am Teich. Abstand halten in der Coronazeit kann mühelos gelingen. Der Graureiher, der hier ab und zu verweilt, lässt sich nicht immer blicken, doch ein Blässhuhn schwamm zur Mittagszeit aus dem Schilfdickicht heraus, um dann gleich wieder zurück zu rudern. In den dichten Hecken zwitschert es, die gefiederten Freunde kommunizieren mit Leidenschaft. An anderer Stelle ist große Vogelversammlung am Futterplatz oder im gesunden Löwenzahn, dessen gelbe Blüten den Grünfinken gut schmecken. Im strahlenden Sonnenschein leuchten die Blütenbäume. Andere Bäume faszinieren mit ihrer wundervollen Blattknospenentfaltung. Nicht aus der Ruhe zu bringen ist der Storch beim Nabu, die Eier hoch oben im Nest müssen warm gehalten werden. Der Storchenvater ist wohl auf Futtersuche. Über allem wölbt sich der blaue Himmel. Hinaus ins Feld geht es in Bobstadt immer geradeaus Richtung Biblis. Still ist es nicht, die Felder werden in der gegenwärtigen Trockenheit beregnet, ein Generator liefert die Lärmkulisse. Güterzüge, die rote Regionalbahn und der ICE gleiten in Sichtweite vorbei. Rabenvögel und Elstern fühlen sich zuhause und picken auf dem frisch gepflügten Feld. Auf hoher Warte im Baum schaut sich ein Greifvogel nach Beute um. Oder genießt er vielleicht auch die weite Landschaft mit Blick vom Odenwald bis zu den Windrädern und Hügeln am linksrheinischen Horizont? Ein paar Radfahrer sausen vorbei, vereinzelte Spaziergänger mit und ohne Hund gehen mit gebührendem Abstand auf dem Feldweg vorbei. Traktorfahrer haben noch zu ackern, düsen bald Richtung Feierabend. Groß und noch gleißend hell macht sich die Sonne auf den Weg in den Abend. Hannelore Nowacki

     

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