Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Fünf Projektgruppen – junge Mitglieder gesucht
Di., 21. Oktober 2014, 12:17 Uhr
Arbeitsgruppe Ortsgeschichte stellte ihren neuen Arbeitsraum im Alten Rathaus vor
Fünf Projektgruppen – junge Mitglieder gesucht
Die Freude an der Ortsgeschichte führte sie zusammen – Mitglieder der Arbeitsgruppe Ortsgeschichte Bobstadt mit Unterstützern. Foto: Hannelore Nowacki
BOBSTADT – Die Räume im Alten Rathaus sind frisch renoviert und das Archiv der Stadt Bürstadt für Bobstadt konnte schon Ende Mai in den ersten Stock umziehen. Am Montagnachmittag hatte die Arbeitsgruppe Ortsgeschichte zu einem Pressegespräch eingeladen, um den neuen Archivraum und die neue Organisationsstruktur der Arbeitsgruppe vorzustellen. Sprecher Volker Utz dankte der Stadt Bürstadt sowie allen, die bisher die Arbeitsgruppe unterstützt und gefördert haben. Unter den eingeladenen Gästen war Michael Molitor, Hauptamtsleiter der Stadt Bürstadt. Mit der Arbeitsgruppe hat die Stadt Bürstadt eine Vereinbarung zur ehrenamtlichen Nutzung des Archivraums geschlossen, wozu auch die Verantwortung für einen Schlüssel gehört.
Die Bürgerstiftung ermöglichte durch eine großzügige Spende den Einstieg in die digitale Welt, teilte Utz mit, und der Kerwe-Förderkreis Bobstadt habe die Arbeitsgruppe Ortsgeschichte bei der Kerb aktiv begleitet. Die beiden Heimatforscher Hans Held und Cousin Theo Held haben die Arbeitsgruppe mit ihrem Wissensschatz unterstützt. Dem kürzlich mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichneten Hans Held gratulierte Utz herzlich und dankte ihm ganz besonders für die geleistete Unterstützung. Theo Held hat Verbindungen zu einer alten Bobstädter Familie, die Das Archiv ist zugleich Arbeitsraum für die fünfzehn ehrenamtlichen Mitglieder, die sich hier alle zwei Wochen montags ab 16 Uhr treffen und sich auch Zuwachs aus jüngeren Generationen erhoffen. Nach dem Umzug in den neuen Archivraum hat sich die Arbeitsgruppe eine neue Organisationsstruktur mit fünf Projektgruppen gegeben. Die Projektgruppe 1 digitalisiert Bilder, die vor allem von Bürgern und Vereinen zur Verfügung gestellt und wieder zurückgegeben werden.
Der Wunsch: Bürger, die noch alte Bilder und Urkunden zum Thema Bobstadt haben, auch solche, die sie nicht mehr brauchen, mögen diese zur Digitalisierung zur Verfügung stellen. In der Projektgruppe 2 geht es um alte Flur- und Straßennamen und die Zuordnung alter Dokumente. Die Mitglieder in Projektgruppe 3 sichten, registrieren und katalogisieren alte Dokumente und unzählige historische Bücher und Akten, die in den Schränken und Regalen des Archivs bislang völlig ungeordnet ruhen – eine interessante Aufgabe, die so schnell nicht zu erledigen ist. Die Projektgruppe 4 sammelt Zeitungsartikel, schneidet sie aus und klebt sie auf Papierbögen in DIN-A4-Größe auf. Dann kommen sie in Hüllen und werden in Ordner sortiert. Günter Sänger hat zudem seine private Sammlung mit etwa hundert Ordnern eingebracht, die er seit 1962 gepflegt hat.
Die Projektgruppe 5 beschäftigt sich mit der Vorbereitung von Veranstaltungen. Im nächsten Jahr soll es nach Fertigstellung des Vorplatzes eine Bilderausstellung und Bildershow geben. Die Kerb soll mit dem Kranzaufhängen auf dem Vorplatz beginnen und über zwei Tage gefeiert werden. Der Appell von Sprecher Volker Utz: „Die Arbeitsgruppe Ortsgeschichte Bobstadt freut sich über die Mitarbeit aller Bürger, auch aus der jüngeren Generation, die sich mit uns für den Erhalt von Geschichte und Kultur unserer Gemeinde interessieren“.
Hannelore Nowacki
Mit neuer Technik ausgestattet, macht ihnen das Digitalisieren von Bildern Spaß: Werner Tacer (von links), Reinhard Mantel und Siegmund Stumpf. Foto: Hannelore Nowacki