Fr., 21. Oktober 2022, 09:20 Uhr
HANDLUNGSEMPFEHLUNG: Anlaufpunkte für Bevölkerung / Panikfrei auf Notsituationen vorbereiten
Für alle Szenarien gewappnet sein
LAMPERTHEIM – Es ist eine Vorstellung, vor der sich viele Bürgerinnen und Bürger fürchten: ein Blackout. Und auch im Stadthaus nimmt man diese Bedenken ernst. „Wir bereiten uns auf alle möglichen Szenarien vor“, erklärt Bürgermeister Gottfried Störmer. „Diese Vorbereitung beinhaltet beispielsweise einen Plan, wie die Bürgerhäuser im Falle eines großflächigen Stromausfalls besetzt werden, um Anlaufpunkte für die Lampertheimer Bevölkerung zu schaffen.“ Die Verwaltung frage aktuell ansässige Unternehmen und kritische Infrastrukturen nach deren Notfallversorgung ab, um sich einen Überblick zu verschaffen.
Und auch wenn der Verwaltungschef weit davon entfernt ist, Panik oder Ängste zu schüren, bittet er die Lampertheimerinnen und Lampertheimer um Mithilfe. „Wir bereiten uns vor, tun Sie es bitte auch“, so Störmer. „Es fängt beim Energiesparen an. Wenn jeder darauf achtet, weniger zu verbrauchen, kommen wir hoffentlich unbeschadet durch den Winter.“ Bewohner der Spargelstadt sollten bei Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Empfangsgeräten vorsorgen. „Eine gewisse Anzahl an Konserven, Wasserkanistern oder auch das altbekannte Kurbelradio oder Batterieradio sowie Taschenlampen, Batterien, Kerzen, Streichhölzer und Decken zuhause zu haben, schadet sicher nicht“, so das Stadtoberhaupt. Allerdings bittet Störmer darum, nicht zu hamstern: „Das Hamstern hat sich schon während der Coronakrise als extrem unsolidarisch erwiesen.“ Alle Informationen zum Thema Stromausfall gibt es auch auf der Internetseite der Stadt Lampertheim unter dem Suchwort „Blackout“ zum Nachlesen.
Im Falle eines Blackouts empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe folgendes Vorrätig zu haben / wiefolgt zu handeln:
Essen & Trinken
Versuchen Sie, 10 Tage mit Ihren Vorräten abzudecken, 2 Liter Flüssigkeit pro Person und Tag, Vorräte in den alltäglichen Lebensmittelverbrauch integrieren.
Medikamente
Persönliche, vom Arzt verschriebene Medikamente,Schmerz- und fiebersenkende Mittel, Mittel gegen Erkältungskrankheiten, Mittel gegen Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Elektrolyte zum Ausgleich bei Durchfallerkrankungen, Fieberthermometer, Splitterpinzette, Hautdesinfektion, Wunddesinfektion, Einweghandschuhe, Atemschutzmaske, Verbandsmaterial (Autoverbandskasten)
Wenn die Heizung ausfällt
Möglichst nur einen Raum zum Aufenthalt wählen, Türen geschlossen halten, damit Wärme nicht entweichen kann. Eine regelmäßige Lüftung/Erneuerung des Sauerstoffgehalts ist dennoch wichtig. Prüfen, ob besonders Schutzbedürftige in der Familie (z. B. ältere Menschen) in einem gemeinsamen Haushalt unterkommen können; Zusammenlegen von Ressourcen und Kapazitäten prüfen. warme Kleidung und Decken vorrätig, Sorgsamer und umsichtiger Gebrauch von Elektro-Heizgeräten, um eine Überlastung des Stromnetzes zu vermeiden.
Wenn das Licht ausfällt
Taschenlampe vorrätig: batteriebetrieben (mit Ersatzbatterien), solarbetrieben, Kurbeltaschenlampe oder LED-Leuchten - "Ersatzbirnen" nicht vergessen oder mehrere Geräte als Ersatz für Defekte vorhalten, Kerzen und Streichhölzer oder Feuerzeuge vorrätig, Camping- oder Outdoor-Lampen: batteriebetrieben (mit Ersatzbatterien), LED-Leuchten oder Petroleumlaternen (passenden Brennstoff vorhalten)
Im Notfall informiert bleiben
Bei einem flächendeckenden Stromausfall funktionieren weder Fernseher noch das Internet als Informationsquellen. Auch Handys oder Laptops können nicht mehr geladen werden, wenn die Akkus leer sind. Daher empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ein batteriebetriebenes Radio und Reservebatterien im Haus zu haben. Auch ein Solarradio oder das Autoradio können benutzt werden. zg