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  • Di., 19. März 2019, 12:39 Uhr
    Wahlaufruf des DGB Lampertheim-Bürstadt zur Europawahl am 26. Mai 2019

    Für ein soziales Europa 

    BÜRSTADT — Der Ortsverband Lampertheim-Bürstadt des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) befasste sich auf seiner jüngsten Sitzung mit den gewerkschaftlichen Eckpunkten für die Europawahl am 26. Mai 2019. Der DGB Lampertheim-Bürstadt ruft dazu auf, wählen zu gehen, „gegen rechts, für ein soziales und solidarisches Europa“. 

    Die DGB-Vorstandsmitglieder Philipp Weber (ver.di) und Norbert Fuchs (IG Metall) betonen: „Wir setzen uns für ein Europa ein, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht Banken und Konzerne. Mensch und Umwelt müssen Vorrang haben vor Profit. Deshalb müssen wir Europa sozialer, gerechter und ökologischer machen“. Ayse Abaza-Wilhelm (IG BCE) und Reimund Wilhelm (IG Metall) unterstreichen: „Die Gewerkschaften setzen sich für gute Arbeit, gute Löhne und armutsfeste Mindestlöhne in allen EU-Staaten ein. Lohndumping, Ausbeutungsarbeitsverhältnisse und das um sich greifende Befristungsunwesen müssen aktiv bekämpft werden.“. Die jungen Gewerkschaftsmitglieder Serdar Canoglu (ver.di) und Philipp Ofenloch (GEW) machen deutlich: „Europa darf nicht den Marktradikalen, den Rechtspopulisten und Neofaschisten in die Hände fallen. Die rassistische und nationalistische Spaltung schwächt die Arbeitnehmerseite und nutzt nur dem Kapital. Wir lassen uns nicht spalten. Nur gemeinsam können wir erfolgreich für ein gutes Leben kämpfen“. Petra Kyris (IG BCE) machte an den Beispielen Ungarn und Österreich deutlich, was passiert, wenn die Rechten das Sagen haben: „In Ungarn verschärft Orban seine autoritäre und arbeitnehmerfeindliche Politik, in Österreich will die Regierung den 12-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche wieder einführen. Das zeigt sehr deutlich: Wer sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen will, ist bei den Gewerkschaften gut und bei den Rechten denkbar schlecht aufgehoben“.

    DGB-Regionssekretär Horst Raupp (Darmstadt) bekräftigt: „Wir brauchen einen neuen Aufbruch für ein soziales Europa mit starken Arbeitnehmerrechten. Europa darf nicht den Rückwärtsgang einlegen und in Nationalismus und Kleinstaaterei zurückfallen. Wir müssen die europäische Idee und die europäischen Grundwerte, den Frieden und die Demokratie in Europa und die Menschenwürde gegen den Angriff von rechts entschlossen verteidigen. Dafür machen wir uns stark“. zg
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