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  • Mo., 14. Februar 2022, 11:32 Uhr
    SENIOREN: Neuer Kreisseniorenbeirat wählte Susanne Hagen als Vorsitzende

    Für Menschen über 60 im Kreis Bergstraße eintreten

    Die neue Vorsitzende des Kreisseniorenbeirats Susanne Hagen (vorne) mit dem Vorstand und Landrat Christian Engelhardt (links).  Foto: Hannelore Nowacki


    KREIS BERGSTRASSE – Im Multimax der Karl-Kübel-Schule in Bensheim rauchten am Freitagnachmittag die Köpfe bei der mehrstündigen konstituierenden Sitzung des neuen Kreisseniorenbeirats. Landrat Christian Engelhardt hatte nicht nur die 20 stimmberechtigten Mitglieder, sondern auch die 20 stellvertretenden, nicht stimmberechtigten Mitglieder eingeladen. In dieser ersten Sitzung nach der Berufung des Gremiums durch den Kreistag ging es um die Wahl des neuen Vorstands. Der langjährige Vorsitzende Nikolaus Teves aus Heppenheim stand aus privaten Gründen für eine erneute Kandidatur nicht zur Verfügung. Mit großer Mehrheit wurde die 63-jährige Susanne Hagen aus Heppenheim als einzige Kandidatin in geheimer Abstimmung zur neuen Vorsitzenden gewählt. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Joachim Uhde und Anna Elisabeth Bormuth, als Beisitzer Randoald Reinhardt, Manfred Ochsenschläger und Helmut Schmitt gewählt. In offener Wahl wurden die Regionalvertreter im erweiterten Vorstand Gerlinde Hellmuth (Ried), Richard Schader (Bergstraße) und Adolf Frei (Odenwald) gewählt. Der Wahl war ein Vorstellungsmarathon vorausgegangen, um die Mitglieder und Kandidaten  persönlich kennenzulernen. Beim anschließenden Pressetermin erläuterte Landrat Engelhardt die Zusammensetzung und Aufgaben des Kreisseniorenbeirats. Organisationen wie das Diakonische Werk, Caritas, DRK und die Fraktionen des Kreistags hatten ihre Personalvorschläge beim Kreisausschuss eingereicht. Dabei werde ausgewogen nach Kreisregion und Geschlecht sowie nach Kriterien wie ehrenamtliches Engagement und beruflicher Hintergrund entschieden. Der Presse stellte sich die noch berufstätige neue Vorsitzende mit ihrer beruflichen Erfahrung seit fast 30 Jahren im sozialen Bereich und ihrem Blick auf ihre zukünftigen ehrenamtlichen Aufgabenfelder vor. Bevor Susanne Hagen in der Seniorenberatung beim Diakonischen Werk Bergstraße tätig wurde, war sie unter anderem Leiterin einer DRK-Tagesstätte. Aus Beratungsgesprächen und ihren Netzwerken habe sie viele Einblicke betreffend Wünsche und Bedürfnisse von Senioren bekommen, die über eine Zeitspanne von vier Jahrzehnten ihr Leben gut planen und gestalten wollen, denn nicht wenige würden über 100 werden. Um Fragen zur Pflege, Geselligkeit, Mobilität, Wohnen und Leben gehe es und um die Finanzen. „Alt zu sein bedeutet auch Geld zu brauchen“, weiß Susanne Hagen aus Erfahrung. Diese wachsende Bevölkerungsgruppe müsse ermutigt werden politisch mitzureden, meinte die neue Vorsitzende, aber auch auf Bewegungs- und Sportangebote legt sie Wert. Als Hobby gibt sie Sport an, in der Jugend sei sie Tänzerin gewesen. Mit Landrat Engelhardt teilt sie außerdem das Ziel der digitalen Teilhabe. Die Vorsitzenden der Arbeitskreise werden vom Kreisausschuss benannt, erklärte Landrat Engelhardt, der Vorsitzender dieses Gremiums ist. Arbeitskreise gibt es bislang zu den Themen Seniorenfreundlicher Kreis Bergstraße, Seniorenfreundliche Betriebe, Ausflugstipps für Senioren und deren Familien sowie für Alter und Migration. Unabhängig, parteipolitisch und konfessionell nicht gebunden setzt sich der Kreisseniorenbeirat für die Belange und Interessen der Älteren im Sinne von mehr Lebensqualität ein, macht Vorschläge, die zunächst dem Landrat zugeleitet werden. In den Gremien kann ein Rederecht eingeräumt werden. 2004 hatte der Kreistag auf Grundlage der Hessischen Landkreisordnung (HKO) die Einrichtung eines Seniorenbeirats beschlossen. Der Kreisseniorenbeirat trägt die Angebote aus den 22 Gemeinden und Städten des Kreises Bergstraße zusammen und informiert darüber mit Flyern, Broschüren und auf der Homepage des Kreises Bergstraße, zum Beispiel über Gesundheitsdienste, seniorengerechte Sportmöglichkeiten, Freizeit- und Kultureinrichtungen und Geschäfte mit Seniorenservice. Engelhardt erklärte, dass es um klassische Beiratsthemen gehe, denn vieles sei durch Bundesrecht geregelt. Hannelore Nowacki 

    Susanne Hagen, die neue Vorsitzende des Kreisseniorenbeirats, nach ihrer Wahl bei ihrer Ansprache an die Mitglieder. Foto: Hannelore Nowacki

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