Konzertreise in der Evangelischen Kirche / „Große Musik in kleiner Kirche“ beginnt mit Splendid Brass
Fünf Blechbläser aus fünf Jahrhunderten
Splendid Brass spielte am Sonntag in der Evangelischen Kirche und eröffnete damit die diesjährige Konzertsaison in der Heinrichstraße. Foto: Eva Wiegand
BÜRSTADT – Am Sonntag brachten die fünf professionellen Blechbläser der Splendid Brass Band als Einstieg in die mittlerweile zur Tradition gewordenen Konzertreihe „Große Musik in kleiner Kirche“ der evangelischen Kirche gute Stimmung in die Heinrichstraße.
Den Auftakt machten die fünf Musiker Egbert Lewark, Alexander Petry, Richard Schneider, Ilja Danilov und Santiago Mazzia, die mit Trompete, Flügelhorn, Posaune, Horn und Tube auch gleich ihr 25-jähriges Jubiläum feierten. Diese Jubiläumszahl zog sich durch das Konzert und so verwunderte es auch nicht, dass gleich das erste Stück „Fünf mal fünf für Splendid Brass“, eigens von Gerhard Fischer-Münster komponiert für das Musikerquintett, lediglich aus fünftaktigem Thema bestand. Auch bei den folgenden Stücken von Samuel Scheidt „Symphonia 25“ und „Galliard“ spielte die 25 eine Rolle, denn die Musiker hatten selbstredend die 25. Sonate aus einer Sammlung von über 70 gewählt. Danach folgten zwei Tafelmusikstücke von Isaac Posch aus „Musikalische Tafelfreudt“. Immer gaben die Musiker abwechselnd kurze Erläuterungen zu den Kompositionen und deren Hintergrund und weckten damit das Hörverständnis beim Publikum. So auch bei dem Stück „Turbulenzen“: „Fünf Leute können sich nicht immer verstehen. Jeder kommt mal zu Wort“, erklärte Lewark, der das Stück komponiert hat. Das Stück klang zwischendurch aufreibend und turbulent, endete dann aber harmonisch. Trotz den relativ kleinen Begebenheiten in der Kirche, füllten die Musiker das Gotteshaus mit vollendetem Klang und begeisterten die Zuhörer mit klassischen Stücken, aber auch modernen Kompositionen. Hier präsentierte das Blechbläserquintett sogar gleich eine Uraufführung in der Heinrichstraße: die Auftragskomposition für den Kultursommer Rheinland-Pfalz 2014. Eva Wiegand