Kickerareal eingeweiht – weicher Rasen und hohes Ballfanggitte
„Geht bitte pfleglich damit um“
Bürgermeister Gottfried Störmer überließ Melanie Kugler die Schere, die als Vertreterin der Jugend zukünftig im Jugendbeirat mitwirken möchte. Ortsvorsteherin Carola Biehal ist mit dem neuen Ballspielplatz sehr zufrieden. Foto: Hannelore Nowacki
NEUSCHLOSS – Die hohen Kiefern scheinen den Himmel zu berühren, der Wald ist dicht – der Spielplatz am Alten Lorscher Weg und das angrenzende neue Kickerareal liegen wunderschön im Grünen. „Es sieht gut aus und ist in der Nähe der Häuser, das Maximum wurde herausgeholt“, meinte Ortsvorsteherin Carola Biehal sichtlich zufrieden mit dem neuen Ballspielplatz. Zur Einweihung am Freitagnachmittag begrüßte sie die Eltern, Bürgermeister Gottfried Störmer, den Ersten Stadtrat Jens Klingler und den Vorsitzenden des Sportausschusses Hans Schlatter. Einige Buben in Sporttrikots warteten schon auf das Signal für die Spielfreigabe. Doch bevor die elfjährige Melanie Kugler von der Arbeitsgruppe Jugendbeteiligung die Schere ans rot-weiße Band ansetzte, hatten Ortsvorsteherin Biehal und Bürgermeister Störmer noch ein paar Worte zu sagen. „Es ist geschafft“, rief die Ortsvorsteherin der Zuschauerrunde zu, „schauen Sie sich um, wir haben in Neuschloß einen neuen Platz, auf dem die Kinder Ball spielen können“. Der alte Bolzplatz auf dem Sodabuckelgelände durfte nicht mehr genutzt werden, ein neuer Platz war zu finden, blickte Biehal zurück. Im August letzten Jahres habe ein Erörterungsgespräch zwischen Ortsbeirat, dem damaligen Bürgermeister Erich Maier und engagierten Eltern aus Neuschloß stattgefunden. „Wir wollten eine schnelle Lösung und alle haben sich für diesen Platz, in dieser Ausführung ausgesprochen“. Bürgermeister Störmer appellierte an die jungen Leute: „Dass ihr pfleglich mit dem Platz umgeht“. Immer soll ein Ball vor Ort verfügbar sein, das hat Gertrude Neudecker sich vorgenommen. Ihren mitgebrachten Fußball warf sie in offene junge Hände und schon wenig später befand sich der Ball mitten im Spiel, flog hoch in die Luft und traf ins Tor. Ein Ballpate war schnell gefunden, der dafür sorgen soll, dass der gespendete Fußball über Nacht gut in Platznähe verwahrt wird. Nur ein Jahr war vom Wunsch der Eltern und Kinder bis zur Umsetzung durch die Mitarbeiter des Bauhofs vergangen, wie Ortsvorsteherin Biehal und Bürgermeister Störmer anerkennend hervorhoben. Sabine Vilgis, Leiterin des Fachbereichs Baubetriebshof der Stadt Lampertheim, wies auf den milden Winter hin, der die Arbeiten erleichtert habe. Die Materialkosten bezifferte sie auf 40.000 Euro. Der sehr hoch erscheinende Metallgitterzaun entspreche jedoch den Standardmaßen und verhindere, dass die Kinder ihre hoch fliegenden Bälle immer wieder im Wald suchen müssen. Das Kickerareal werde bewusst nicht als Bolzplatz bezeichnet, erklärte Biehal, da Bolzplätze bestimmten Normen entsprechen müssten. Das Kickerareal ist zwar eingezäunt, aber nicht mit Türen verschlossen. Neue gesetzliche Standards verlangen einen offenen Zugang, machte Vilgis deutlich. Kaum waren die letzten offiziellen Worte gesprochen, übernahm König Fußball die Regie auf dem neuen Spielfeld. Hannelore Nowacki
Ein Ball soll immer verfügbar sein, damit der Spielspaß gleich losgehen kann. Ballspenderin Gertrude Neudecker traf mit ihrer Idee bei den fußballbegeisterten Buben ins Schwarze. Foto: Hannelore Nowacki