AUSTAUSCH: Reisebericht zum Besuch der Bibliser Partnergemeinde Katy Wroclawskie
Geliebte Freundschaft und Partnerschaft
Die Gruppe aus Biblis vor dem Rathaus von Katy Wroclawskie. Foto: oh
BIBLIS – Nach einer zweijährigen Corona-Pause konnte eine kleine Delegation aus Biblis wieder zum Erntedankfest der Partnerstadt Katy Wroclawskie nach Polen reisen – inklusive eines Kleintransporters, der von Bürgermeister Volker Scheib in Begleitung seiner Ehefrau Heike gesteuert wurde, um die Spenden der aufgerufenen Aktion für die dort lebenden 4,000 Ukrainer ans Ziel zu bringen. Aufgrund eines Staus kam die Reisegruppe erst drei Stunden später als geplant in Katy Wroclawskie an. Dort nahmen die Betreuerin und Übersetzerin Anna sowie einige Gemeindearbeiter die Bibliser in Empfang. Bürgermeister Julian Zygadlo konnte bedauerlicherweise nicht mehr warten, da er noch weitere Verpflichtungen hatte. Mit vereinten Kräften wurden die Spenden ins Rathaus gebracht. Anschließend wurde Quartier bezogen und kurz entspannt, bevor es zum Abendessen ging. Am Samstag stand zunächst der Besuch im Geschichtsmuseum an, welches von Leiter Anorjes Cictlechi anschaulich und hervorragend betreut wird. Hier treffen deutsche und polnische Geschichte aufeinander. Bei herrlichem Sommerwetter folgte ein Spaziergang zur Kirche in Senica, in der sich die heilige Treppe aus Marmor, eine Replik der Treppe aus Rom, befindet. In jeder Stufe sind kleine Reliquien eingelassen. Daneben die Büßertreppe, die man auf Knien emporgehen muss. Die Besichtigung ging weiter mit einer ausführlichen Stadtführung von Wroclaw (Breslau). Beim Abendessen wurde die Bibliser Delegation von Bürgermeister Julian Zygadlo und Altbürgermeister Antoni Kopec begrüßt. Mit frisch gebrautem Bier, das vor Ort so richtig gut schmeckte, wurde die Gruppe in das Geheimnis des Bierbrauens eingeführt. Nach ein paar Trinksprüchen wurde die Stimmung immer lockerer.
Das Erntedankfest fand dann am Sonntag statt. In der Peter und Paul-Kirche wurden die wunderbaren Erntekronen im Gottesdienst geweiht. Danach zog der Erntedank-Festzug bis zum Festplatz. Hier zogen auch die Bibliser Hoheiten, Gurkenkönigin Leonie-Marie I. mit ihrer Prinzessin Melanie, die Blicke auf sich. Nach der langen Corona-Abstinenz eine wahre Augenweide fürs Volk und für Biblis ein schönes Aushängeschild. Das Mittagessen wurde auf der Veranda des Bürgerzentrums in Büfettform eingenommen. Auf dem Festplatz fanden viele Gesänge, Tänze von verschiedenen Gruppen statt. Kurz vor der Preisverleihung des Wettbewerbs der Erntekronen sprach Bürgermeister Volker Scheib über die Freundschaft und das soziale Engagement von Katy Wroclawskie in der Ukraine-Krise. Ein weiterer Ausbau der Partnerschaft im Sinne des europäischen Gedankens ist ihm ein großes Anliegen und fand den Anklang des Bürgermeisters von Katy Wroclawskie. Für die Zukunft will man gemeinsame Aktionen planen und in Angriff nehmen. Nun folgte der große Auftritt der Hoheiten. Auch sie waren von der Herzlichkeit und Menschlichkeit der Partnerstadt begeistert und drückten es auch so aus.
Der Abreisetag begann im Rathaus mit Ansprachen beider Bürgermeister und Geschenkübergaben. Bürgermeister Volker Scheib konnte dabei einen Spendenscheck für die Ukrainehilfe übergeben.
Für die Spenden sprach Bürgermeister Julian Zygadlo seinen Dank an die Bevölkerung und Firmen in Biblis aus. Dem schloss sich die Gurkenkönigin Leonie-Marie I. an, bedankte sich auch im Namen ihrer Prinzessin Melanie für die Gastfreundschaft und verteilte Gurkengläser.
Aber auch die Delegation sprach ein großes Dankeschön an die Partnerstadt mit Herz aus, insbesondere bei der tollen Übersetzerin und Mitorganisatorin, Anna Krolikowska. Sie bedankte sich ebenfalls für die gute Organisation und immerwährende Hilfe. Auch der Gemeinde Biblis ein großes „Dankeschön“ für die von Marion Müller-Reibenspiess gute Vorbereitung. „Gerne wollen wir unsere Partnerstadt mit Herz bei Gurkenfest Biblis im nächsten Jahr wieder begrüßen”, so die Delegation einstimmig. zg