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  • Di., 07. Mai 2019, 09:46 Uhr
    Freiwillige Feuerwehr mit Wechsellader und Feuerwehrboot ausgerüstet

    Gemeinde wächst – Feuerwehr passt sich an

    Symbolische Schlüsselübergabe von Bürgermeister Rainer Bersch an Gemeindebrandinspektor Rainer Donnerstag. Foto: Hannelore Nowacki


    GROSS-ROHRHEIM – In der Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr stand am Freitagabend ein mächtig wirkendes Fahrzeug im Mittelpunkt, dessen Indienststellung mit Bürgermeister Rainer Bersch, Mitgliedern der Gemeindevertretung, Abordnungen von Feuerwehren aus der Nachbarschaft sowie Sponsoren und Unterstützer gemeinsam gefeiert wurde. Auf Hochglanz poliert sieht das Wechselladerfahrzeug (WLF) wie neu aus, ist aber schon 10 Jahre alt und gilt mit 300.000 Kilometer auf dem Tacho keineswegs als altes Eisen, wie Gemeindebrandinspektor Rainer Donnerstag im Gespräch mit dem TIP erläuterte. Nach drei Jahren der Planung konnte das Wechsellader-Fahrzeug angeschafft werden, das der Feuerwehr bei Einsätzen mehr Wasser- und Schaummengen sofort zur Verfügung stellen kann - 6.000 Liter Wasser und 1.000 Liter Schaum können geladen werden. Der Dreiachser mit 440 PS und 26 Tonnen Gesamtgewicht kann 15 Tonnen Zuladung verkraften. Mit Extras kostete das Fahrzeug 62.000 Euro, das Fahrzeug mit zwei Containern kostet 135.000 Euro. 

    Verschiedene Abrollbehälter können aufgesetzt werden, zurzeit liegt eine Mulde auf. Auch das neu angeschaffte Rettungsboot war in der Halle zu besichtigen. Finanziert wurde es durch Sponsoren. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Bersch erklärte Gemeindebrandinspektor Donnerstag den Zuhörern, warum die Anschaffung notwendig gewesen sei. „Ist das zu groß?“ Dieses mögliche Bedenken räumte er aus mit Hinweis, dass Groß-Rohrheim weiterhin wächst, im Industriegebiet und in Neubaugebieten. Der Wehrausschuss habe sich dafür ausgesprochen und das WLF habe im Bedarfsplan der Gemeinde gestanden. „Es war ein schwieriger Weg, jeder hat seinen Teil dazu beigetragen“. Die Gemeindevertretung hatte für die Finanzierung des WLF gestimmt, der Feuerwehrverein hat den Container bezahlt, der auch vom Bauhof genutzt werden kann und der Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt werde. „Warum ein Boot?“ Donnerstag berichtete von der Vorgeschichte, die 15 Jahre zurückreiche, man habe immer ein Boot haben wollen. Dann habe der Lampertheimer Stadtbrandinspektor Klaus Reiber angerufen und dieses Boot angeboten.

    Bürgermeister Rainer Bersch begründete die Anschaffung des Wechsellader-Fahrzeugs mit den örtlichen Gegebenheiten in Groß-Rohrheim und wachsendem Bedarf. Im Bild (von links): Gemeindebrandinspektor Rainer Donnerstag, Markus Burgmer, Markus Steffan und Mark Heitmann. Foto: Hannelore Nowacki


    Eine Erfahrung mit einem Vorfall an einem Groß-Rohrheimer See sei ausschlaggebend gewesen, ein Boot anzuschaffen. Die Feuerwehr habe am Rand gestanden und konnte ohne Boot nicht helfen, jemand anders sei mit einer Luftmatratze zur Rettung ins Wasser gesprungen. Zu lange dauere es zudem, bis die DLRG vor Ort sein kann. Für die Kaufsumme von 1.795 Euro habe die Feuerwehr innerhalb von zwei Tagen mehrere Sponsoren gefunden. Bürgermeister Bersch dankte allen Beteiligten und nannte weitere Einsatzgebiete des Wechsellader-Fahrzeugs wie Waldbrand und Feldbrand wie bereits erlebt, beides könne nun effektiver bekämpft werden. Auch für den Katastrophenschutz sei das WLF einsetzbar. Es wurde generalüberholt gekauft und hatte eine Lieferzeit von 24 Monaten. „Die Freiwillige Feuerwehr muss den örtlichen Gegebenheiten entsprechen“, betonte Bersch. Hannelore Nowacki

     

     

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