
BÜRSTADT – Im Tafel-Laden türmten sich am Dienstagvormittag die Tüten aus der Tafel-Tüten-Aktion bei Edeka Krebs im Dezember, auch viele volle Kisten waren gestapelt. Dabei handelte es sich längst nicht um alle Tüten, denn schon vor zwei Wochen hatten die ehrenamtlichen Tafel-Mitarbeiter Tüten und Kisten aus dem Warenlager abgeholt und vor einer Woche hatte sich Rüdiger Engert von der Bürgerstiftung drei Rollcontainer der Tafel zur Abholung besorgt. Mit dem Aufruf „Helfen Sie mit!“ hatten sich Edeka Krebs und die Stiftung im Dezember an die Kunden gewandt, um die Tafel mit dem Kauf einer Tüte zu je 7 Euro zu unterstützen. Die Bürgerstiftung als Ideengeber legte noch je einen Euro dazu. 240 Tüten wurden verkauft, allein 30 Tüten hatten die Mitglieder des Clubs der Alten Säcke gekauft, was Engert anerkennend betonte. Zusätzlich spendete die Bürgerstiftung 1.000 Euro in Form von Einkaufsgutscheinen, aufgestockt von Edeka Krebs mit 200 Euro. Steffi Rembe-Dürr, beim Tafel-Team zuständig für die Fahrer-Koordination, erklärte, dass die Tafel-Mitarbeiter mit den Gutscheinen nach Bedarf im Markt einkaufen. Zur individuellen Ausgabe an die Tafel-Kunden werden die Tüten nach und nach ausgepackt.
Marktleiter Marcel Niebler dankte den Kunden und zählte auf, was die Tüten an haltbaren Lebensmitteln enthalten: Mehl und Zucker, Nudeln, Reis, Semmelknödel, passierte Tomaten, Gewürzgurken, Konfitüre und eine Tafel Schokolade, auch als lose Ware in Kisten. Der Leiter der Regionalen Diakonie Bergstraße Dennis Kramer sieht in der Spenden-Aktion das Motto der Bürgerstiftung „von Bürgern für Bürger“ verwirklicht. Es komme nicht allein auf das Geld an, den Menschen werde auch das Gefühl vermittelt dazuzugehören. „Gemeinsam wird’s gut“, meinte Engert, in der Heimat könne man etwas bewegen und beeinflussen, weniger draußen in der Welt. Hermann Ofenloch, der beim ehrenamtlichen Tafel-Team für die Fahrzeuge zuständig ist und auch selbst fährt, um die Waren bei den Geschäften abzuholen, teilte mit, dass die Bürstädter Tafel 500 Menschen aus 177 Haushalten versorgt. 68 Prozent der Tafel-Kunden seien Flüchtlinge. 63 ehrenamtliche Helfer kümmern sich neben der Warenanlieferung und Ausgabe an zwei Nachmittagen in der Woche um die Organisation, Sortierung und Präsentation der Ware.
Hannelore Nowacki
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