Di., 20. Juni 2023, 07:48 Uhr
LERNMOBIL: Vorstellung der Zusammenarbeit der Gemeinden Biblis, Bürstadt, Heppenheim, Lampertheim und Viernheim im Bereich der Integrationslotsen
Gemeinsames Weiterbildungsprogramm auf den Weg gebracht
BÜRSTADT/BIBLIS/LAMPERTHEIM –
Der Verein Lernmobil hat das Ausbildungskonzept für die Integrationsotsen entwickelt und die Ausbildung in Biblis, Bürstadt, Heppenheim, Lampertheim und Viernheim durchgeführt. Die Weiterentwicklung der Projekte vor Ort obliegt den Gemeinden selbst. Im letzten Jahr wurde ein Rahmenvertrag ratifiziert, der dem Verein Lernmobil die Organisation und die Durchführung sowohl der Basisausbildung für neue Lotsen als auch die Weiterbildung und Spezialisierung schon ausgebildeter Lotsen überträgt. Die Arbeit der Integrationslotsen ist über die Jahre in den Gemeinden jeweils nach deren Bedingungen weitergewachsen und ist aus der Integrationsarbeit und gerade im Kontext der Integration von geflüchteten Menschen von unschätzbarem Wert. Die Arbeitsfelder und die Anzahl der in den Gemeinden tätigen Lotsen sind permanent gestiegen. Dadurch galt es, die Arbeit weiter zu professionalisieren. Durch die kreisweite Zusammenarbeit sollen die fachliche Arbeit der Lotsen weiterentwickelt
und Synergieeffekte in den beteiligten Kommunen erzielt werden. Die Zusammenarbeit bezieht sich auf die gemeinsame Basisausbildung, durch die jede Gemeinde nach dem Bedarf der Anzahl, der Sprache, der gefragten Kompetenzen neue Lotsen ausbilden. Sonst wäre dies nur in großen jährlichen Abständen möglich, da man mindestens zwölf Menschen in der Ausbildungsgruppe benötigt, um mit dem Land abzurechnen. Zurzeit findet die Ausbildung neuer Lotsen mit 15 Personen statt.
Wichtig ist insbesondere das Weiterbildungsprogramm für schon ausgebildete Lotsen, welches für das Jahr 2023 durch den Verein Lernmobil in Kooperation mit den kooptierenden Gemeinden erstellt und nun vorgestellt wurde. Die Veranstaltungsorte wechseln dabei immer wieder. So lernen die Lotsen die unterschiedlichen Kommunen kennen. Der Verein Lernmobil übernimmt auch die gesamte Verwaltungsarbeit für die Gemeinden, wie die Antragstellung ans Land und die Abrechnung, Verträge mit den Referenten und die Erstellung aller Verwendungsnachweise.
Inhaltliche Schwerpunkte, die von allen Projektleitungen gemeinsam festgelegt wurden, sind die Vermittlung von Wissen, die Reflektion der eigenen Haltung für die Lotsen sowie die Stärkung der eigenen Kompetenzen. Hier ist besonders das Thema „Gesund bleiben in aufregenden Zeiten” wichtig. Schwerpunkt bei der Spezialisierung ist das Thema Palliativmedizien in Verbindung mit Hospizarbeit und Hospizangeboten: Hier gibt es oft Wissenslücken auch über die Möglichkeiten, die es an Unterstützungsangeboten gibt.
Die Vertreter der Gemeinden sehen in der Zusammenarbeit der Kommunen im Bereich der Integrationslotsenarbeit viele Vorteile: Bürstadts Bürgermeisterin Bärbel Schader betonte: „Mit dem Lernmobil kann die Stadt Bürstadt die Integrationsarbeit gut bewältigen. Die Arbeit von Integrationslotsen in Bürstadt ist sehr vielfältig angelegt. Sie bringen sich auch als Mitglieder der Integrationskommission ein. Vielen Dank, dass das Lernmobil immer am Puls der Zeit ist und immer neue Programme nach Bedarf entwickelt. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Lernmobil, auch als einer der Akteure im neuen Bildungscampus, der im September eröffnet wird.”
Der Erste Stadtrat der Stadt Lampertheim Marius Schmitt blickte auf die zehnjährige erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich der Integrationslotsen zurück. „Die zehn ausgebildeten Integrationslotsen sind ein fester Bestandteil der Integrationsarbeit in Lampertheim geworden. Zwei weitere befinden sich in diesem Jahr in der Ausbildung. Die Weiterqualifizierung von bereits ausgebildeten Integrationslotsen durch das Lernmobil trägt zur Nachhaltigkeit der Integrationslotsenarbeit bei. Vielen Dank, dass die Lotsen auch nach der Basisausbildung durch das Lernmobil nicht allein gelassen werden.”
Der Bibliser Bürgermeister Volker Scheib berichtet über seine ersten Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem Lernmobil: „ Die Stadt Biblis und das Lernmobil gehen nun schon seit zwei Jahren gemeinsame Wege. Die Einrichtung der Integrationskommission bzw. die weitere Unterstützung in der Gremienarbeit kann sicherlich als eines der ‚Produkte‘ dieser Zusammenarbeit genannt werden. Ich bin der Überzeugung, dass die Integrationsarbeit in der Gemeinde mit Unterstützung des Lernmobils leistbar ist. Und das ist eine Gemeinschaftsaufgabe aller Beteiligten.” zg