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Do., 19. April 2018, 23:00 Uhr
Bürgerstiftung unterstützt das NABU-Fledermausprojekt mit 500 Euro
Gemütliche Quartiere für Waldfledermäuse gekauft
Allseitige Freude – die Vorstandsmitglieder Peter Tschirch und Hans-Jürgen Brems (im blauen Hemd) überbrachten die 500-Euro-Spende an den NABU, dessen Erster Vorsitzender Michael Held (Mitte) sowie die NABU-Mitglieder Walter Schuck und Beate Holzheid, die in der Fledermausprojektgruppe aktiv sind, bedankten sich. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Ob große oder kleine Fledermaus, die neuen Quartierkästen, die der NABU Bürstadt für die geheimnisvollen Sympathieträger gekauft hat, bieten den Flugkünstlern mit eigener unhörbaren Ultraschallortung einen gemütlichen Unterschlupf. Vierzehn dieser stabilen Kästen im Bürstädter Wald bieten im Innern Platz zum entspannten Abhängen und Schlafen, wenn gerade mal keine geeignete verlassene Spechthöhle oder eine komfortable Spalte, beispielsweise durch Astabbruch, zu finden ist. Durch das angeschrägte Einflugloch findet jede Fledermaus Einlass, andere Interessenten sollen nicht hineinkommen. Mit Hessen Forst und dem zuständigen Jäger sei das Aufhängen der Quartierkästen abgesprochen worden. Mit Hilfe eines hochwertigen Ultraschalldetektorgeräts, das die Hauptfrequenzen erfassen könne, lasse sich feststellen, welche Fledermausarten in Bürstadt leben. Die kleinen Fledermäuse erzeugen ungefähr 47 Kilohertz, die größeren Tiere kommen auf etwa 27 Kilohertz. Abwechslungsreich strukturierte Wälder und eine naturnahe Umwelt tue den Fledermäusen gut, außerdem lieben sie Gewässer, weil sie dort viele Insekten finden. Diese und weitere interessante Details erläuterte NABU-Vorsitzender Michael Held im Rahmen einer Spendenübergabe unter freiem Himmel bei schönstem Frühlingswetter. Einen 500-Euro-Scheck hatten die Vorstandsmitglieder Peter Tschirch und Hans-Jürgen Brems von der Bürgerstiftung Bürstadt mitgebracht, die das Fledermausprojekt aus mehreren Gründen für unterstützenswert hält. „Die Arbeit, die der NABU leistet, finden wir toll und förderungswürdig“, erklärte Tschirch und Brems nannte die Gründe, warum die Wahl ganz bewusst auf den NABU fiel: „Wo ist etwas notwendig, wo fehlt Geld und was ist für Mensch und Natur gut, waren die Fragen“. Außerdem verhelfe der NABU zu mehr Kenntnissen, gut seien auch die Exkursionen. Zudem wolle die Bürgerstiftung, dass in Bürstadt aktives Leben passiere. Held wies darauf hin, dass der NABU mit dem Projekt auch die Bevölkerung für die Bedürfnisse der Fledermäuse sensibilisieren wolle. Für die siedlungsgebundenen Arten wie die Zwergfledermaus sollte man Unterschlupfmöglichkeiten in Gebäuden schaffen oder bei Sanierungen offen halten. Das Interesse an den Fledermäusen sei stark angewachsen, wie die Exkursionen mit bis zu siebzig Teilnehmern zeigten. Der NABU lädt am 9. Juni und 25. August zu Fledermausexkursionen ein. Hannelore Nowacki