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  • Di., 10. Dezember 2013, 01:08 Uhr
    Weihnachtsmarkt am Alten Rathaus lockte zum beschaulichen Vergnügen / Sonderausstellung im Burg-Stein-Museum wieder am 15. Dezember zu sehen

    Genuss und jede Menge Geschenkideen

    Kinderglück mit dem Nikolaus, der für jedes Kind auf dem Nordheimer Weihnachtsmarkt eine gut gefüllte Tragetasche parat hatte. Foto: Hannelore Nowacki


    NORDHEIM – Das große Schmucktor führte zum idyllischen Weihnachtsmarkt auf dem kleinen Platz hinter dem Alten Rathaus – die Eintrittspforte in die wunderbare Welt der Genüsse und Geschenkideen. Die Nordheimer Vereine hatten im Budendorf alles vereint, was diesen Weihnachtsmarkt so anziehend macht. Der Nikolaus war schon früh auf den Beinen, wartete mit seinen Gaben jedoch, bis der Nordheimer Popchor „Sound of Voices“ sein vorweihnachtliches Platzkonzert unter der Leitung von Sebastian Wens beendet hatte. Zu hören waren Lieder wie „In Excelsis Deo“, „Christmas Time“ und ein mitreißendes „Freedom ist coming“, ein berührendes  Klangerlebnis. In seinem Wägelchen hatte der Nikolaus viele gut gefüllte gelbe Stofftaschen, die er nun an die Kinder verteilte.

    Kinder und Eltern freuten sich über die Gabe und auch der Nikolaus war sehr zufrieden. Im Gespräch sagten sie ihm ihren Namen, nach einem Gedicht fragte er nicht. „Viele Kinder sind noch zu klein dafür“. Beim Transport des Gabensacks hatte dem Nikolaus das Pony Sheela geholfen, das mit seinem flauschigen Fell für das Wetter ideal gekleidet war. Nur ein paar Regentropfen waren zu Beginn gefallen, damit ließen es die grauen Wolken bewenden. Die Kinder hatten ihren Spaß mit dem Kinderkarussell und einige Kinder saßen konzentriert beim Basteln im Zelt des Fördervereins der Steinerwaldschule, wo sie unter Anleitung Kochlöffel rot anmalten und in Weihnachtsmänner verwandelten. Wer zur Mittagszeit Hunger verspürte,  wurde von den Vereinen mit abwechslungsreichem Angebot bestens versorgt. Die Freiwillige Feuerwehr Nordheim zündelte an ihrer legendären Feuerzangenbowle, die aber erst in der Abenddämmerung ihr magisches Leuchten zeigt.

    Beim Imkerverein empfahl sich der gute Bienenhonig zum Kauf, viele Sorten von heimischen Blüten und Bäumen. Wie schmeckt wohl Lindenhonig? Imker Bruno Weingärtner ließ die Interessenten vor dem Kauf probieren. Auch die Vögel wollen satt werden, sie haben es in der kalten Jahreszeit ziemlich schwer. Am Stand von NABU & Vogelfreunde Nordheim deckten sich viele Käufer mit Vogelfutter und Zubehör ein. Die sehr beeindruckende Sonderausstellung mit bemalten Zinnfiguren in Szenen aus vielen Epochen und Erdteilen im Burg-Stein-Museum ist ein letztes Mal am 3. Adventssonntag von 10 bis 12 Uhr bei freiem Eintritt zu erleben. Rudi Dörr hat die Zinnfiguren selbst gestaltet und bemalt und lebendig werden lassen. Die Welt von Asterix und den Galliern ist in einer Vitrine zu bewundern, mit viel Sinn für Humor, den Rudi Dörr seinen Figuren mitgegeben hat. Die alten Ägypter und Römer zeigen sich in bunter Pracht und die Darstellungen von Indianern erzählen spannende Geschichten. Rudi Dörr und Kurt Dinges begleiten diese Sonderausstellung.

    Hannelore Nowacki


    NABU & Vogelfreunde mit Herz für hungernde Vögel

    Viele Käufer gingen zielsicher auf den Stand von NABU & Vogelfreunde Nordheim zu, denn Kenner wissen, dass hier Qualitätsware und fundierte Information zu erwarten sind – und man tut Gutes. Der 1. Vorsitzende Raimund Arnold wie auch der 2. Vorsitzende Holger Pawlitschek,  Kassenwart Rüdiger Diesch und Beisitzer Robert Wetzel hatten alle Hände voll zu tun. Gefragt waren Futter und die praktischen Futterhäuschen mit dem schönen und abnehmbaren roten Dach für nur 18 Euro, auch Holzherzen für Meisenknödel. Nur gute Fettqualität werde für die Meisenknödel verwendet, betonte Arnold im Gespräch mit dem TIP. Bei Billigprodukten werde oft minderwertiges, altes Fett benutzt. Der Säckevorrat mit Sonnenblumenkernen nahm rasant ab – fünf Kilogramm sind für 8 Euro zu haben, der 2,5-Kilosack kostet 4,50 Euro. Wenn Leute heimische Walnüsse bringen, zerkleinert Arnold die Nüsse zur Fütterung – solange der Vorrat reicht. Alle Vögel mögen die Sonnenblumenkerne, sogar die zierlichen Meisen können die Schalen knacken, erklärte Arnold. Die besondere Züchtung schmeckt den Vögeln und die Behindertenwerkstatt der Behindertenhilfe Kreis Bergstraße in Bensheim-Auerbach wird vom Erlös unterstützt. Gemeinsam mit der  dortigen Schreinerei sei die stabil verschraubte Konstruktion für das  Futterhäuschen entwickelt worden. Die Meisen als Höhlenbrüter brauchen Nistkästen, weil alte Bäume mit Hohlräumen immer seltener vorkommen. Deshalb sollte in jedem Garten eins hängen. Der Verein habe in der Gemarkung 150 eigene Nistkästen aufgehängt. Sogar die früher zahlreichen Feldsperlinge haben heute Bedarf. Vögel lieben Streuobstwiesen und der Mensch profitiert auch davon, wie der schnelle Verkauf der 5-Liter-Behälter mit Apfelsaft von der NABU-eigenen Streuobstwiese am Rhein am Sonntag bewies. Als sehr aromatisch und mild beschrieb Arnold den eigenen Birnenbrand, ein feines Tröpfchen von nur einem Baum der kleinen Schweizer Mostbirne, der ebenfalls auf der Streuobstwiese gedeiht. Wer einen Futter- oder sonstigen Einkauf plant, kann unter der Telefonnummer 06245-3690 zum Ziel kommen.

    Hannelore Nowacki

    Ein Futterhäuschen ist verkauft. Josef Fiedler kann nun ganz viele gefiederte Gäste verköstigen und gut über den Winter bringen. Das Team von NABU & Vogelfreunde freute sich über die gute Nachfrage auf dem Weihnachtsmarkt (im Bild von rechts: Robert Wetzel, Raimund Arnold und Rüdiger Diesch. Holger Pawlitschek war gerade im Gespräch). Foto: Hannelore Nowacki


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