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Fr., 30. September 2022, 14:36 Uhr
ERICH-KÄSTNER-SCHULE: YOLO-Day feierte dritte Auflage / Hospizarbeit und Business-Knigge neu dabei
Gesundheit, Prävention und das richtige Verhalten im Bus standen auf dem Stundenplan
Das „Holländische Zwerghuhn” freute sich beim YOLO-Day sichtlich über die Streicheleinheiten durch die EKS-Schülerinnen. Foto: Benjamin Kloos
BÜRSTADT – Um den Schülern verantwortungsbewusstes und gesundes Leben näher zu bringen, wurde an der Lampertheimer Alfred-Delp-Schule vor einigen Jahren der YOLO-Day (you only live once) ins Leben gerufen. Dieser Gesundheits- und Präventionstag macht in Koordination durch das Gesundheitsamt des Kreis Bergstraße wortwörtlich Schule – am Freitag feierte er in der Bürstadter EKS seine dritte Auflage.Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern Gesundheitsthemen nahe zu bringen – dies jedoch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger und via Frontalunterricht, sondern die Kinder und Jugendlichen werden selbst zu Akteuren.
Das Gesundheitsamt des Kreises Bergstraße organisierte gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern diesen Tag an der EKS. „Gesundheitserziehung ist wichtig für die Entwicklung der Kinder und ein Bestandteil des Bildungsauftrages. Mit dem Gesundheitstag, der mittlerweile im Kreis Schule macht, wollen wir dazu beitragen, dass sich Kinder noch stärker mit dem Thema Gesundheit auseinandersetzen”, erläuterte Diana Stolz, Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin des Kreises Bergstraße. „Es ist schön, heute endlich wieder einen Yolo-Day durchführen zu können, der mittlerweile in über 20 Schulen des Kreises angeboten wird. Ich habe einmal gehört, ab dem dritten Mal ist etwas Tradition. Wichtig ist dabei aber auch, immer wieder neu zu denken. Denn gerade an einer so großen Schule ist ein Angebot wie der YOLO-Day eine große Herausforderung. Daher ist es schön, dass es gerade auch aus der Schule heraus immer wieder neue Themen gibt. So können wir mit der Universität Heidelberg eine tolle Kooperation vorweisen, die auf Augenhöhe mit den Schülerinnen und Schülern basiert.” Die Gesundheitsdezernentin begrüßte es, dass mit dem Hospizverein ein neues Angebot an die EKS gekommen sei. „Das ist ein Thema, mit dem sich Kinder und Jugendliche eigentlich nicht beschäftigen, dass aber umso härter treffen kann wenn ein Schicksalsschlag eintrifft. Es ist gut, hier bereits frühzeitig zu informieren.”
Erstmals stand beim YOLO-Day in Bürstadt auch das richtige Verhalten im Omnibus auf dem Programm – Gesundheitsdezernentin Diana Stolz (2.v.r.) freut sich über das erweiterte Angebot. Foto: Benjamin Kloos
Welche Bedeutung der Yolo-Day für die EKS selbst hat, betonte Schulleiterin Stephanie Dekker, die den zahlreichen Akteuren sowie ihrem Kollegium dankte – besonders Laura Bernd, die seitens der Schule die Organisation übernommen hatte. „Verantwortungsbewusstes Leben ist ein wichtiger Baustein der Erziehung an unserer Schule. Wir haben 950 Schülerinnen und Schüler, und es ist nicht immer einfach, genügend Workshops anbieten zu können. In diesem Jahr hatten wir wegen Personalmangels viele Stolpersteine, können aber dennoch ein Bundes Programm bieten.” Eine Premiere feierte so auch ein Spendenlauf, der im nahe gelegenen Stadion veranstaltet wurde, um Gelder für die Gestaltung des Schulhofes zu sammeln.
Das Themenspektrum war einmal mehr sehr vielseitig. Neben Themen wie Ernährung, Zahngesundheit, Drogenmissbrauch, Alkohol- und Raucherprävention ging es an der EKS diesmal auch um Hospizarbeit und Business-Knigge. Letzteres ist gerade mit Blick auf anstehende Bewerbungsgespräche gerade für die älteren Schüler von großer Bedeutung.Zudem lernten die Kinder etwas über die selbstständige und sichere Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Dabei spielten auch ganz einfache Fragen wie „Was ist eine Haltestelle” eine wichtige Rolle. Besonders in Fokus stand aber besonders das richtige Verhalten im Bus und wie man sich in einem Notfall verhält. Dazu wurde auch eine bewusste Vollbremsung – natürlich angekündigt — durchgeführt und erläutert, wie man mit einem Notfallhammer eine Scheibe richtig einschlägt. Auch der tote Winkel und dessen Gefahren wurden erklärt, so dass die EKS-Schülerinnen und -schüler nun wissen, wie gefährlich es sein kann, sich zu nahe und unaufmerksam an einem Bus aufzuhalten.
Zum Thema Organspende informierten Medizinstudenten aus Heidelberg, während sich bei den Landfrauen alles rund ums Brot und Körner drehte. Apropos Körner: Diese, besonders Weizen, werden gerne von Hühnern gefressen. Kleine Arten an Hühnern hatte Beate Weiß für ihr Projekt „Geheimwissen rund um Schlaumeier” mitgebracht. Dabei konnten unter anderem „Holländische Zwerghühner” gestreichelt werden, zudem gab es viel Wissenswertes rund ums Ei.
Mit der Milch stand ein weiteres Lebensmittel im Blickpunkt: Dr. Elke Killer erläuterte, was man aus dieser alles herstellen kann, beispielsweise Milchshakes, die selbst hergestellt wurden, aber auch, wie aus Rahm Butter wird. Zudem gab es eine Verkostung mit Milchalternativen, um diese den Schülerinnen und Schülern näher zu bringen.
Und auch die anderen Projekte erfreuten sich großer Beliebtheit, sei es Meditation, das Thema Reanimation oder, was bei der EKS selbstverständlich nicht fehlen darf, die Informationen durch die Nezthelden sowie viele weitere mehr. Benjamin Kloos