
LAMPERTHEIM – Nachdem die Fraktion „Gemeinsam für Lampertheim (GfL)“ ihre Arbeit im Stadtparlament aufgenommen hat, fand nun ein erster Vor-Ort-Termin in der Planckstraße statt. Dieser kam auf Wunsch von Anwohnern zustande, die den direkten Austausch mit der Fraktion suchten. Zahlreiche Anwohner nutzten die Gelegenheit, um mit Vertretern der neuen politischen Gruppierung über die Bauarbeiten und die Neugestaltung der Fahrbahn im Rahmen des ISEK (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) zu sprechen. Bei diesem Termin hat sich die Fraktion vor Ort ein Bild der kürzlich vorgenommenen Baumbepflanzung am Kreisel gemacht, die nach Einschätzung vieler Anwohner zu einer erhöhten Verkehrsgefährdung führt. Insbesondere die eingeschränkten Sichtverhältnisse beim Einfahren in den Kreisverkehr wurden dabei kritisch bewertet.
Im Zuge der Maßnahme wurden durch die Stadtverwaltung Baumpflanzungen vorgenommen, bei denen die Pflanzbeete teilweise in den Straßenraum hineinragen. Ziel der Maßnahme sind sicherlich eine Verbesserung des Stadtbildes, mehr Begrünung sowie Beiträge zum Klimaschutz. Gleichzeitig äußerten einige Anwohner Kritik an der konkreten Umsetzung. Insbesondere wird hinterfragt, ob die Maßnahme in dieser Form in der Planckstraße sinnvoll ist. Hintergrund ist der bereits seit Jahren hohe Parkdruck im Bereich Planckstraße/Draisstraße, der sich durch den Wegfall von Parkplätzen weiter verstärkt hat. Auch die Größe der Pflanzbeete wird von Anwohnern kritisch gesehen. Teilweise nehmen diese mehrere Meter in Anspruch, wodurch das Vorbeifahren zweier Fahrzeuge erschwert wird und es häufiger zu Wartesituationen kommt.
Kritik wurde zudem an der Kommunikation im Vorfeld der Maßnahme geäußert. Nach Ansicht der Anwohner habe eine frühzeitige Information, etwa im Rahmen einer Anwohnerversammlung, gefehlt. Dadurch hätten weder Konzept noch mögliche Anpassungen rechtzeitig diskutiert werden können. Die Information über die Maßnahme sei erst erfolgt, als die Bauarbeiten bereits konkret terminiert waren und unmittelbar bevorstanden. Die GfL sagte den Anwohnern ihre Unterstützung zu und kündigte an, den Vorgang in den zuständigen Ausschüssen sowie in der Stadtverordnetenversammlung erneut zu thematisieren und zu hinterfragen. zg
Beitrag aus der Rubrik