Die Minizwibs stellten erneut ihr schauspielerisches Können unter Beweis und sind mit ihrem Stück „Gib Küsschen meine Große“ beim Basar der Herz-Jesu-Kirche ein weiteres Mal zu sehen. Foto: Ehret
HÜTTENFELD - Da wächst etwas nach im Hüttenfelder Theaterverein „ZwiBuR“. Die „Minizwibs“ sind dessen Nachwuchsabteilung, die mit dem Theaterstück „Gib Küsschen, meine Große“ das Pulikum begeisterten und zeigten, dass sich der Verein um seine Zukunft nicht sorgen muss. Zumindest was weibliche Besetzungen betrifft, denn die Jugendabteilung besteht derzeit nur aus Mädchen. Und da waren schon erfahrene Mädchen dabei, denn Kim und Pia Rendl, sowie Anna Fleig standen an Weihnachten auch schon mit den Erwachsenen auf der Bühne.
Nur einen Tag nach dem ZwiBuR-Kabarettabend brachten die Minizwibs auf der gleichen Bühne im evangelischen Gemeindezentrum ihr Stück „Gib Küsschen, meine Große“ zum Besten. Die Kinder Mira, Laura, Ria und Lisa – dargestellt von Lucia Andolfatto, Julia Plenert, Lilly Thomas und Zoe Rendl – werden täglich von ihren besorgten Müttern (Kim und Pia Rendl, Anna Fleig und Janine Wüst) mit dem Auto zur Schule kutschiert und auch noch – wie peinlich – mit Küsschen verabschiedet. Sehr zum Ärgernis zweier Nachbarinnen (Zoe Luley und Leonie Wetzel), die sich auch bei der Stadtverwaltung in Person von Lilly Schietzold beschweren. Als schließlich die Kinder verschwinden, schaltet die Schulleiterin (Alexia Proissl) die Polizei (Malena Plenert) ein. Als die Kinder wieder auftauchen, fordern sie vehement, alleine zur Schule gehen zu dürfen, was ihnen schließlich gestattet wird. Die Problematik ist durchaus nachvollziehbar und wird nicht nur an Schule und Kindergarten in Hüttenfeld zum alltäglichen Problem, nicht zuletzt für den Straßenverkehr.
Die Schauspielerinnen überzeugten in zweierlei Hinsicht. Zum einen kann man auch bei den Minizwibs feststellen, dass hier zwei Generationen zusammenspielen. Die Spielleiterinnen Manuela Ehret und Alexandra Plenert besetzten die Rollen von Eltern und Kindern geschickt. Denn die „größeren“ Minizwibs überragen die Kleineren schon um zwei Köpfe. Mimik und Gestik der Darstellerinnen von der Jungsten bis zur Ältesten wirkten natürlich und ohne übertriebene Theatralik authentisch.
Und für das Bühnenbild waren die Kids auch verantwortlich, denn die Kulissen haben sie selbst gemalt.
Das Publikum war begeistert und spendete reichlich Applaus.
Eine zweite Aufführung des Stückes wird es beim Basar der Herz-Jesu-Kirche am 25. Juni geben. ehr