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  • Di., 18. Juni 2019, 08:47 Uhr
    Lesen mit Herz – Lyrikgruppe führte das Publikum in die Welt des Glücks 

    „Glück kann doch so einfach sein“

    Die Lyrikgruppe „Lesen mit Herz“ ließ die Zuhörer im Wechsel wissen, was alles zum Glück gehört, wie Dichter und Denker das Glück betrachteten. Foto: Hannelore Nowacki

     


    BÜRSTADT – Glück ist … Ein vielversprechender Satzbeginn, den die Lyrikgruppe „Lesen mit Herz“ bei ihrem fünften Auftritt vielfältig zu vollenden wusste. Nach passenden Texten hatten die Mitwirkenden gesucht und eine Fülle von Gedichten und Songtexten gefunden, die den Zuhörern zum Glück einiges, auch überraschendes, zu sagen haben. In stimmungsvoller Lesung präsentierten Monika Barmann, Christa Kilian, Rita Lausecker, Gabi Winkler, Siegfried Gebhardt und Gründungsmitglied Johanna Tausch, die kurzfristig für Renate Gayer eingesprungen war, ihre ausgewählten Gedichte und Texte. Helmut Kaupe stiftete als Moderator die glückliche Verbindung zwischen den insgesamt vierzig Gedichten, Liedtexten und Prosagedanken und war zudem selbst als Vortragender in den Lesezyklus eingebunden, Monika Barmann las auch eigene Texte vor. Im Pfarrgarten von St. Peter spielte der Wind mit roten Luftballonherzen und Herzen im Nussbaum, die das Glücksthema dekorativ unterstrichen, den Zaun zum Familienzentrum zierten Herzgirlanden. Ganz unterschiedliche Herzanhänger trugen die Mitwirkenden als Schmuck, ein besonders großes, weiches Herz schmückte den Moderator. Ein wunderbarer Sommerabend unter dem ausladenden Nussbaum erwartete am Donnerstag die Besucher, für die hundert Stühle im Halbrund mit Blick auf den stillen Leser aufgestellt waren, der in ein Buch von einzigartigem Glück vertieft schien. Dem Kunstobjekt mit einer Außenhaut aus Buchseiten war Blumenschmuck zur Seite gestellt – ein stimmiges Arrangement für glückliche Momente. Glück mit dem Wetter und so zahlreiche Besucher, das freute die Lyrikgruppe und gehörte zum glücklichen Abend. Der Dank der Lyrikgruppe galt Birgit Steube und ihrem Team vom katholischen Kinder- und Familienzentrum St. Peter für die Bereitstellung des Pfarrgartens und die tatkräftige Unterstützung. Licht und Schatten wechselten unter dem Blätterdach, die Kirchturmglocken läuteten jede viertel Stunde und zur vollen Stunde in der jeweils erforderlichen Schlagzahl, so dass Moderator Kaupe sich nach den ersten Erfahrungen durch Blick zur Kirchturmuhr rechtzeitig auf Lesepausen einstellen wollte. „Glück kann doch so einfach sein“ folgerte Kaupe nach einem Zitat von Goethe: „Glückliche Seele, was willst du sorgen, wenn noch ein Mensch dir zur Seite blieb, von dem du weißt: Hier bist du geborgen, er ist gut und er hat dich lieb“. Wegweisend könnte auch Buddhas Meinung zum Glück sein: „Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklich sein ist der Weg!“ zitierte Kaupe den Weisen aus Asien. Kurz oder lang, lustig oder nachdenklich, die Gedichte zum Glück leiteten die Zuhörer in die weite Welt der Gefühle und Wünsche, die gerne zum Glück streben. Wieder dabei waren Gedichte von Eugen Roth und Wilhelm Busch, die das Glück von der humoristischen Seite beleuchteten. Nach der Pause im Teil 2 ließen  Johanna Tausch, Christa Kilian, Gabi Winkler und Monika Barmann Reinhard Mey mit seinem Songtext „Über den Wolken“ zu Wort kommen, Christa Kilian hielt es mit dem Songtext von Herbert Grönemeyer „Sekundenglück“. Leises Lebensglück hatte offenbar Rainer Maria Rilke verspürt, während Hermann Hesse sein Gedanken nur „Glück“ nannte. Gregor Winkler begleitete die Lesung mit seiner Ausrüstung tontechnisch und später noch mit dem Akkordeon. Am Ausgang wartete ein Glücksschwein auf kleine oder größere Spenden. Hannelore Nowacki


     


     


     


     


     

     

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