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Di., 02. April 2019, 13:32 Uhr
Christoffel-Blindenmission mit Erlebnismobil zu Gast bei 2., 3. und 4. Klassen
Goetheschüler auf spannender Reise in die Welt blinder Menschen
Die Schüler der Goetheschule erlebte, wie es es ist, selbst blind zu sein – aber auch, wie man einen blinden Menschen unterstützen kann, so wie Alisia, die Anna Schrader von der CBM half, den richtigen Weg zu finden. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Wie ist es, wenn man selbst nichts oder nur sehr wenig sieht oder auch einem sehbehinderten Menschen hilft, erlebten die Schülerinnen und Schüler der 2., 3. und 4. Klassen der Goetheschule am Dienstag im Rahmen einer besonderen Aktion im Erlebnismobil der Christoffel-Blindenmission (CBM) an ihrer Schule.
Im vergangenen Schuljahr stand in der Goetheschule bereits das Thema „Unsere Sinne” auf dem Lehrplan – wobei natürlich auch das Sehen eine wichtige Rolle spielte. Hierzu hatte die Christoffel-Blindenmission bereits Materialien zur Verfügung gestellt, verbunden mit dem Angebot, mit den Erlebnismobil an die Schule zu kommen. Dieses wurde von Seiten der Schule genutzt – sehr zur Freude der Schüler, die mit Begeisterung in die für sie glücklicherweise fremde Welt abtauchten. Denn wer zum ersten Mal eine Brille aufsetzt, die den Grauen Star simuliert, wird automatisch unsicher. Plötzlich ist alles nur noch hell oder dunkel, ansonsten ist man nahezu blind - für viele Menschen eine völlig neue Erfahrung, so auch für die Schülerinnen und Schüler der Goetheschule.
Ausgestattet mit der Simulationsbrille und einem Langstock gingen die Schüler blind durch einen kurzen Hindernisparcours. Für einige Minuten mussten sie sich ganz auf ihren Tast- und Hörsinn verlassen. Schon eine Mülltonne oder eine Treppenstufe sind dadurch in dem zehn Meter langen Gang eine echte Herausforderung. Die Kinder erlebten die Welt aus der Perspektive blinder Menschen – so nahmen sie den Wechsel des Bodenbelags bewusster wahr und ließen sich von Geräuschen leiten.
Neben Informationen zu der Arbeit der CBM gaben die Mitarbeiter Tipps, wie die Schülerinnen und Schüler mit blinden Menschen umgehen können. Sie stellten ihnen Hilfsmittel wie einen Langstock, eine tastbare Landkarte und einen sprechenden Wecker vor. Außerdem konnten die Schüler die Braille-Blindenschrift selbst ausprobieren und erfahren, wie blinde Menschen so mithilfe ihrer Hände lesen können. Benjamin Kloos