„Die Kirche Jesu Christi – Wo ist mein Platz“: Ökumenischer Kerwe-Gottesdienst zum Auftakt
Gottesdienstbesucher lassen Luftballons steigen
Pfarrer Peter Kern und Prädikant Jürgen Manske gestalteten den Ökumenischen Kerwe-Gottesdienst im Bürgerhauspark. Foto: Eva Wiegand
BÜRSTADT - Der ökumenische Gottesdienst anlässlich der Bürstädter Kerwe am letzten Samstagnachmittag stand unter dem Motto „Die Kirche Jesu Christi – Wo ist mein Platz“. Bei strahlendem Sonnenschein füllten sich die Bänke vor dem Rathaus. Der Gottesdienst wurde gemeinsam von Pfarrer Peter Kern sowie Prädikant Jürgen Manske gehalten, der den Part für die evangelische Kirche übernommen hatte. Außerdem sorgten der Evangelische Posaunenchor mit Unterstützung aus den Reihen der Katholischen Kirchenmusik sowie der Katholische Kirchenchor für einen gelungenen musikalischen Rahmen. In seiner Predigt ging Pfarrer Peter Kern dann auf den Glauben der Menschen ein und verglich diese mit Luftballons.
„Die Teilnehmer im Gottesdienst werden immer geringer. Manchmal lässt uns das fast verzweifeln und wir fragen uns sind wir noch auf dem richtigen Dampfer? Ist hier schon die Luft raus?“. Zum Vergleich zog er in seiner Schriftlesung die Apostelgeschichte heran, in der die frustrierten Apostel wieder Mut und Kraft schöpften und spürten, dass sie eine Botschaft in sich tragen. „Gott liebt Euch so sehr, dass er Euch in Jesu hautnah begegnet ist. Mit diesem Wissen gehen die Apostel auf die Straße und die Menschen merken: Das Leben ist eben mehr als Essen und Trinken“.
So verhalte es sich auch mit den Menschen heute, sie seien vom Heiligen Geist erfüllt, dem Kraftwerk Gottes. „Wenn wir zu Beginn der „Bäschdedder Kerb” diesen Schrifttext hören, dann will er uns die Angst nehmen, dass uns die Luft ausgeht, denn der Geist Jesu kann uns neu füllen und erfüllen“, hob Pfarrer Kern hervor. So habe jeder seinen Platz, jeder sei ein lebendiger Stein im Bauwerk der Kirche. Dieser Gedanke solle im Bewusstsein und den Herzen mitschwingen. Zum Ende der Predigt stiegen dann die unter den Gottesdienstbesuchern verteilten Luftballons in den Himmel.