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  • Do., 23. September 2021, 16:08 Uhr
    Einweihung der Station „Recht auf Schutz vor Diskriminierung“ am Weltkindertag 

    Graffitiwand macht Kinderrechte sichtbar 

    Pünktlich zum Weltkindertag am 20. September wurde mit der Graffitiwand an der Gaststätte „Zur Vorstadt“ eine weitere Station des Kinderrechtspfads, ein Projekt des Katholischen Familienzentrums St. Michael, eingeweiht. Foto: Petra Gahabka


    HOFHEIM – Der Kinderrechtspfad des Katholischen Familienzentrums St. Michael ist um eine Station reicher. Die Graffitiwand an der Gaststätte „Zur Vorstadt“ in der Bahnhofstraße, die Kinder und Jugendliche im Rahmen eines Workshops in den Sommerferien gestaltet haben, wurde am Weltkindertag im Beisein der Teilnehmer, ihrer Eltern sowie Gästen nun offiziell eingeweiht.

    „Ohne Euch hätten wir nicht diese schöne Wand, und ohne Euch hätte diese Station in unserem Kinderrechtspfad nicht so einen Stellenwert bekommen, weil sie inmitten von Hofheim ist“, freute sich die Pädagogische Leitung Heike Kissel-Eltrop am Montagabend über das gelungene Werk. „Jeder fährt daran vorbei, und wir haben grandiose Rückmeldungen bekommen.“ Das „Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung“ hätte die Gruppe mit ihrem Graffiti wunderbar zum Ausdruck gebracht. Die Zielgruppe sei dieses Mal eine ganz andere als sonst gewesen, mit 10- bis 14-Jährigen etwas zu machen habe schon ein besonderes Flair gehabt. Nach dem Mitbestimmungs-Briefkasten und einem gepflanzten Apfelbaum im Ereigniswald an der verlängerten Karlsbader Straße ist das 15 Meter lange Wandgemälde die dritte Station des Kinderrechtspfades, weitere folgen.

    Ermöglicht habe das Projekt die Förderung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration in Höhe von 1.800 Euro im Rahmen des Jahres der Rechte für alle Kinder und Jugendlichen, das die Landesregierung im November 2020 ausgerufen hat, erklärte Petra Gahabka, Koordinatorin des Familienzentrums. „Mit diesem Geld konnte professionelle Unterstützung durch das Studio68 mit ins Boot geholt sowie der dreitägige Workshop kostenlos angeboten werden.“ Und auch ein kleines Fotobuch, das alle Teilnehmer als Erinnerung erhielten, habe man davon finanzieren können. Nach getaner Arbeit hätten in der Abschlussrunde Kommentare wie „Die Wand sieht mega aus“ oder „Ich bin echt stolz, was wir geschafft haben“ für sich gesprochen.

    Großes Lob gab es für die 14 Mädels und Jungs bei der kurzen Rückschau von Marion Milius, Projektbeauftragte Graffitiwand: „Ihr habt Euch viele Gedanken gemacht über das Kinderrecht und wie Ihr die Wand gestalten wollt.“ Sie seien perfekte Multiplikatoren, um das Kinderrecht zu verbreiten und jedem zu erklären. „Zeigt so vielen Menschen wie möglich die Graffitiwand, erzählt über das Kinderrecht“, ermunterte sie die Workshopteilnehmer. Worte, denen sich der Bürstädter Graffiti-Künstler Jascha Held gerne anschloss: „Mich freut es immer, wenn Projekte für Kinder kostenlos angeboten werden, so kann man alle Schichten ansprechen und es hat nicht das Privileg der Bessergestellten.“ Alle hätten super mitgemacht, „es war heiß, aber wir haben es gewuppt“.

    Beeindruckt zeigte sich auch Ortsvorsteher Alexander Scholl, der den Kinderrechtspfad von Anfang an unterstützt und die jeweiligen Stationen-Schilder gesponsort hat. „Ihr habt Euch echt Gedanken gemacht, wie man das Kinderrecht umsetzen kann, die Wand ist toll geworden.“ Zuerst sei er skeptisch gewesen, „wenn Kinder Spraydosen in die Hand bekommen und drauf lossprühen“, aber mit professioneller Unterstützung habe das, wie man sehe, sehr gut geklappt. Für die Einweihung sei der Weltkindertag perfekt, der noch dazu unter dem Motto „Kinderrechte jetzt!“ stehe. „Vielen Dank an Euch, das Katholische Familienzentrum für die Aktion sowie Familie Wahlig, die an zentraler Stelle im Ort ihre Wand zur Verfügung gestellt hat.“ Auch Heike Kissel-Eltrop dankte den Wirtsleuten, die sofort von der Idee sofort begeistert gewesen seien, und überreichte ihnen unter großem Beifall ein selbstgestaltetes Meerbild. Petra Gahabka

     

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