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    ORGELSOMMER: Kantorin Heike Ittmann begeisterte das Publikum in der Lampertheimer Domkirche mit einer Zeitreise in alle Himmelsrichtungen

    Grandiose Konzertreihe ist zu Ende – Orgelsommer 2027 in der Notkirche

    Heike Ittmann, Kantorin und Organistin an der Domkirche, ist Initiatorin der Lampertheimer Orgelsommer und begeisterte zum Abschluss der Konzertreihe das Publikum mit virtuosem Spiel.
    Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – Der Sommer hatte in diesem Jahr an Temperaturen alles gegeben und auch kurz vor Herbstanfang beim Schlusskonzert des 22. Orgelsommers in der Domkirche mit Kantorin Heike Ittmann spendete das Wetter großzügig Wärme. Ein Vorteil für das anschließende, gerne genutzte Angebot des Fördervereins der Domkirche, den weiteren Abend auf dem Vorplatz bei Gesprächen und Wein zu genießen, mit der Möglichkeit sich auch mit der gefeierten Künstlerin auszutauschen. Immer sonntags im August um 20 Uhr in der Domkirche präsentierten herausragende Organisten Werke aus verschiedenen Epochen unter dem Motto „Norden-Osten-Süden-Westen“: Gerhard Löffler (Hamburg), Holger Gehring (Dresden), Matthias Maierhofer (Freiburg), Martin Bambauer (Trier) und Kantorin Heike Ittmann, die den Lampertheimer Orgelsommer ins Leben gerufen hat und ihn alljährlich organisiert. Eine Erfolgsgeschichte, die auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden soll, wie Ittmann dem Publikum mitteilte: Der 23. Lampertheimer Orgelsommer wird wegen der Umbau- und Sanierungsarbeiten nicht in der Domkirche stattfinden, sondern im großen Saal der Notkirche mit der neuen Truhenorgel und Flügel. 

    Heike Ittmann zeigte an der schönen großen blauen Vleugels-Orgel vor 150 Zuhörern meisterhaftes Spiel – das begeisterte Publikum dankte Ittmann am Ende mit anhaltendem Applaus und erhob sich von den Plätzen und spendete auch nach der Zugabe kräftig Beifall. Ausgewählt hatte Ittmann das ungarische Stück „Chant du cygne“ von Dzsö Antalffy-Zsiross (1885-1945), dessen traumhaftes „Chant Solennel“ op. 10,1 Ittmann zuvor gespielt hatte. Zu Beginn hatte Ittmann das Publikum auf die Werke der zehn Komponisten vorbereitet, die vom Barock, über die Romantik und Moderne mehrere Musikepochen repräsentieren und zugleich dem Motto der vier Himmelsrichtungen entgegen kamen, angefangen mit Dietrich Buxtehude (1637-1707), ein nordischer Meister des Barock, gefolgt vom Franzosen François Couperin (1668-1733) im Westen, der sich der katholischen Messetradition verpflichtet sah. Für den Süden steht der Italiener Girolamo Frescobladi (1583-1643). Großmeister Johann Sebastian Bach (1685-1750), Jean Sibelius mit nordisch-finnischem Einschlag, César Franck (1822-1890) mit französischer Symphonik und der italienische Starkomponist Marco Enrico Bossi (1861-1925) folgten. Zeitgenössische Musik repräsentierten die Stücke von Petr Eben (1929-2007), der von den Nazi verfolgt wurde, und Jean-Charles Gandrille (*1982). Üppige Klangwelten eröffnete Kantorin Ittmann dem Publikum, monumental erhaben, heroisch, schwungvoll und energisch. 

    Hannelore Nowacki

     

     

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