Vernissage der Künstlerin Anke Varel-Bauer / 43. Ausstellung im Rahmen von „Bildkultur in der Stadtgalerie“
„Greifbares und Nichtgreifbares“
Anke Varel-Bauer stellt ihre vielfältigen Kunstwerke im Rahmen einer Vernissage im Stadthaus vor. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM - Anke Varel-Bauer bezeichnet ihre Bilder als „einen Teil von sich“. Die freischaffende Künstlerin und Mutter von drei Kindern wurde in Lingen an der Ems geboren, verlebte ihre Kindheit und Schulzeit in Mannheim, und ist derzeit als Dozentin einer Kunstschule in Freren tätig. So verschieden ihre Kunstwerke auch sein mögen, so sind sie immer ein „Spiegel“ ihrer Person - das teilte die Künstlerin am Freitagabend zur Eröffnung ihrer Vernissage im Stadthaus mit.
Da sie viele Erinnerungen durch die Schulzeit mit Lampertheim verbindet, freute sie sich sehr, in der Stadthausgalerie ihre Werke präsentieren zu dürfen.
Varel-Bauer begrüßte die erschienenen Gäste, Verwandte und Freunde und bedankte sich bei Rolf Hecher, Fachbereichsleiter Kultur, Jugend, Bildung und Vereine der Stadt Lampertheim, sowie bei Gabi Wesp, ebenfalls Mitarbeiterin dieses Fachbereichs, für deren Unterstützung.
Varel-Bauer erzählte den Besuchern, dass sie ihre vielen abstrakten Bilder bewusst ohne Titel vorstellt, um dem jeweiligen Betrachter die Möglichkeit zu geben, das Werk durch „seine eigene Brille“ sehen zu können. „In die abstrakten Bilder habe ich viel Material eingearbeitet und manches wieder weggenommen – darunter Sand, Stoffe, unterschiedliche Deko-Materialien und vieles mehr“, berichtete die kreative Künstlerin. Nachdem das Bild dann aufgehängt ist, verändert sie es wiederum teilweise, um bestimmte Akzente zu setzen. „Es ist eine lange Phase, bis ein Bild fertig ist und für mich in Ordnung ist“, fügte sie hinzu. Bei den Tierbildern nimmt sie sich jeweils etwas Konkretes, wie zum Beispiel ein Foto oder ein Zeitungsausschnitt, als Vorlage. Weiterhin erwähnte sie, dass sie besonderen Wert auf Farben legt und ihre Bilder gerne bunt mag. Für die Ausstellung in der Stadthaus-Galerie wurde aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nur eine kleine Auswahl getroffen mit insgesamt 18 Werken. Darüber hinaus erstellt sie auch großflächige Bilder, deren Gestaltung ihr sehr viel Spaß bereitet, und bei denen mehrere Farbrichtungen zur Geltung kommen. Die Malerei habe sie vor etwa fünfzehn Jahre in dieser Form begonnen, fügte sie hinzu. Sie verwendet verschiedenartige Techniken wie Acryl auf Leinwand, Mischtechniken auf Leinwand und Gewebe.
Die Reihe „Bildkultur in der Stadthaus-Galerie“ existiert seit 2006 und bietet in jährlich fünf Ausstellungen lokal bildenden Künstlern die Möglichkeit, ihr vielfältiges Schaffen eindrucksvoll zu dokumentieren, und trägt somit zur Erweiterung des kulturellen Angebotes der Stadt Lampertheim bei.
Die Gäste konnten im Anschluss an die Vorstellung die ausgestellten Bilder der Künstlerin bestaunen und sich bei einem Gläschen Sekt und einem kleinen Imbiss, der von der Stadt Lampertheim übernommen wurde, im Foyer gemütlich unterhalten.
Die Ausstellung von Anke Varel-Bauer kann noch bis zum 2. Juli 2014 zu den Öffnungszeiten des Stadthauses in der Stadthaus-Galerie von Interessenten besichtigt werden. Sigrid Samson