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  • Di., 28. April 2026, 12:50 Uhr
    SPARGEL-KULTUR-VERGNÜGEN: Zur 12. Spargelwanderung zwischen Bürstadt und Lampertheim kamen 35.000 Besucher aus nah und fern

    Grenzenloser Genuss mit Partystimmung und Spielfreude

    Zwei Städte wachsen an dieser Stelle zusammen – grenzenloses Vergnügen war bei der Spargelwanderung angesagt.
    Foto: Hannelore Nowacki

    BÜRSTADT/LAMPERTHEIM – „Einen Spargel wie diesen, den gibt es nur in Bürstadt und in Lampertheim!“ Das hat sich zwar weithin herumgesprochen, darf aber gerne immer wieder betont werden, was Bernd „Schepper“ Schäfer auch diesmal zur Eröffnung der 12. Spargelwanderung auf der Hauptbühne gesanglich hervorhob. Begeisterter Schirmherr der Veranstaltung war wie in den Vorjahren Landrat Christian Engelhardt, der gemeinsam mit drei gekrönten Häuptern, Bürgermeister Boris Wenz und Bürgermeister Alexander Scholl aus Lampertheim die Spargelwanderung eröffnete – zum ersten Mal auf Bürstädter Gemarkung, nicht weit vom früheren Standort der Hauptbühne. Die Spargelwanderung am Sonntag war ein heiteres Fest mit Natur, Kultur, Wein und Spargelgenuss, Sport und Spiel auf einer Strecke von 4,4 Kilometern mit 26 Stationen. Nach offizieller Schätzung der Stadt Lampertheim waren 35.000 Besucher aus nah und fern gekommen. Der kostenlose Busservice zwischen den beiden Städten zu diversen Haltepunkten war im 15-Minuten-Takt gut angenommen. Kostenfreie Parkplätze standen zur Verfügung, aber auch in den umliegenden Straßen wurde jedes Plätzchen genutzt. Kostenfrei waren auch die WCs. Kulinarische Stars waren Spargelgerichte und die frisch geernteten Erdbeeren auf Kuchen, im Eisbecher und in der Erdbeerbowle. Die teppichweichen Rollrasenflächen luden zu Spaß und Spiel und zum entspannten Aufenthalt auf mitgebrachter Decke ein. Bei schönstem Sonnenschein und milden 18 bis 20 Grad im Schatten war Partyspaß mit Livemusik an sieben Stationen angesagt wie bei Steinmetz mit „Ohriginal“ und Gemüsebau Strauß. Musikalisch in Bewegung war der Walking Act der MIL-Musiker. Glücklich war, wer bei Gemüsebau Schmidt im Innenhof einen Platz bekam, auf dem Teller am liebsten etwas mit Spargel und Erdbeerkuchen, mit Blick auf den Kunsthandwerkermarkt ringsum. Allerlei dekorative Schätze aus Holz, Stoff, Metall und Stein fanden bei den Besuchern Anklang. Anita Hauck beweist mit ihrer Kunst, dass in Stein ganz viel Herz und Liebe zum Ausdruck kommt. Ihre naturschönen Kiesel sammelt sie selbst am Wormser Rheinufer. Auf Bürstädter Seite hatte der TV Bürstadt beim Spargelhof Bärli das kulinarische Programm mit Doll’s Metzgerei und die Unterhaltung mit Hüpfburg und Spielgeräten sowie Livemusik mit der Band „ReSound“ organisiert – 53 ehrenamtliche Helfer des TV waren laut 1. Vorsitzenden Andreas Röß im Einsatz. Die TV-Gruppen Starlight und Little Starlight zeigten bei ihren Vorführungen eindrucksvolles Können. Beste Stimmung an einem Stehtisch bei Bärli: Freunde aus Lampertheim, Familie Kissel und Heinz Grundmann, die mit dem Shuttlebus nach Bürstadt gefahren waren, hatten sich ein leckeres Vesper zusammengestellt mit Spargelwurst von Doll, frischen Erdbeeren und eingelegtem Spargel mit leichter Chilinote, dazu ein „wirklich kaltes Bier“. 

    Wandern oder sich entspannt treiben lassen – auf sonnigen Wegen konnte der Blick über die Landschaft zwischen Bürstadt und Lampertheim schweifen.
    Foto: Hannelore Nowacki

     

    Grenzenloses Vergnügen – interkommunale Organisation

    Für das grenzenlose Vergnügen hatten die Organisatoren der beiden Nachbarstädte Bürstadt und Lampertheim in der Vorbereitung dieses Großereignisses gesorgt. Die interkommunale Zusammenarbeit macht am Grenzstein nicht Halt. Genau auf diesem Grenzstein lag der temporäre rot-weiße Schlagbaum auf, den die Sackschdoahogger vom bekannten Bürstädter Fastnachtsverein nach Bedarf und auf Wunsch öffneten – ansonsten spazierten die Spargelwanderer einfach links und rechts vorbei. Einen Ausweis brauchte man an dieser Gemarkungsgrenze nicht, aber es gab vorgefertigte Buttons im Grenzhäuschen zu kaufen oder frisch gepresst mit eigenem Text. So hatte sich die Odenwälder Kartoffelkönigin Louisa I. für den Zusatz „Ourewällerin“ entschieden, Blütenkönigin Anna I. hatte „Bensheim“ geschrieben. Auf Lampertheimer Seite war Spargelkönigin Nadine III. mit ihrer gekrönten Begleitung unterwegs, aus Bürstadt kam mit Bürgermeister Boris Wenz Sonnenbotschafterin Michelle I. zum Schlagbaumtreff. Ein Halt lohnte sich auch, weil mit dem Buttonverkauf eine Spende ans Lampertheimer Tierheim verbunden war, ein Anliegen des rührigen Fastnachtsvereins. Pünktlich um 10 Uhr hatte sich Bürgermeister Alexander Scholl mit großem Tross aus Politik, Verwaltung und interessierten Bürgern auf den Weg zur Grenze gemacht, dabei auch der Vorstand des Hauptsponsors von GGEW Carsten Hoffmann. Schon früh hatten sich viele weitere Spargelwanderer auf den Weg gemacht. Erwachsene gönnten sich schon mal eine Erfrischung, Kinder eroberten begeistert die großen Strohballen bei Steinmetz und hatten ihren Spaß auf der großen Spielwiese bei Gemüsebau Schmidt. Hier begleitete die Jugend von THW, Feuerwehr und Deutschem Roten Kreuz Spiele mit Praxisbezug oder zum reinen Vergnügen. Historische Fahrzeuge aus Lampertheim und Traktoren vom Bulldogclub Bürstadt waren zu bestaunen. Der sandige gute Boden ist ein Geschenk für den Spargelanbau, aber auch Kartoffeln, Möhren, Erbsen und manche Bohnensorte fühlen sich hier wohl. Von der Sonne verwöhnt wird hier ein riesiger Kräutergarten kultiviert. Wanderern wehte hier und da feiner Sand oder Kräuterduft in die Nase. Erklärungen am Wegrand boten zahlreiche Infotafeln. Akkurat gefurchte Felder zeigten landwirtschaftliches Wirken, ebenso wie das Folienmanagement für frühen Spargel- und Erdbeergenuss.

    Hannelore Nowacki

    Offizielle Eröffnung der 12. Spargelwanderung auf der Hauptbühne, diesmal auf Bürstädter Seite. Am Mikrofon Bürgermeister Boris Wenz, auf der Bühne sein Lampertheimer Amtskollege Alexander Scholl und Landrat Christian Engelhardt sowie Spargelkönigin Nadine III., Sonnenbotschafterin Michelle I. mit den auswärtigen Hoheiten Bensheimer Blütenkönigin Anna I. und Odenwälder Kartoffelkönigin Louisa I.
    Foto: Hannelore Nowacki

     

     

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