
BIBLIS – Ganz dunkel wurde es im Bürgerzentrum zu Beginn der Theatervorstellung, ein Lied war zu hören: „Alle Kinder groß und klein sollen heute fröhlich sein“ hieß es darin. Dafür sorgten im weiteren Verlauf mehrere Erdmännchen in verschiedenen Rollen auf der Bühne, allerdings machte es ihnen die Schattenhexe Grusella nicht leicht. Doch nette Erdmännchen finden immer Unterstützer, das waren vor allem die Kinder im Saal, die das Geschehen gebannt verfolgten und auf Ansprache von der Bühne auch lautstark mithalfen die Schattenhexe zu verunsichern. Ganz wichtig zu erkennen: Ohne die Hilfe der Kinder wäre das Stück nicht möglich gewesen. Die Schauspieler der Theater AG „Kleiner Bär und Company Biblis“ führten „Philly Phantastico – oder Erdmännchen im Elfenwald“ auf, ein Märchen voller Abenteuer von Christina Stenger, das sich bei den Erdmännchen unterirdisch in der Höhle und im Tunnel abspielt. Einen Bürgermeister namens Mieseprim (Marc Hauptmann) haben die Erdmännchen in ihrer Unterwelt und einen Professor Schneuz im weißen Kittel mit Lupe (Melanie Knecht). Oberwachtmeisterin Schnarch (Jana Dörr) schläft immer wieder ein, was dem fleißigen Postboten Winni Winzig (Vanessa Maßholder) nicht passieren kann. Vanesa Maßholder führte auch Regie. Neugierig wie Erdmännchen nun mal sind, wollte Philly Faulpelz (Stefanie Reis) sehen wie es oben aussieht, gräbt ein Loch und landet mitten auf der Bühne. Bei der Vergabe der Zweitnamen setzt er sich endlich durch und heißt fortan Philly Phantastico, der dem ängstlichen Erdmännchen Harry Hasenfuß (Marc Drackert) immer auf die Sprünge hilft.
Ein Zauberstab, der durch das Erdloch gefallen war, bringt die Philly und Harry auf Trab, bis sie nach vielen Abenteuern endlich die Besitzerin des Zauberstabs, die schöne spitzohrige Elfenkönigin Arabella (Jana Dörr) in ihrem geschmückten Elfenturm ausfindig machen, die dort mit Haushälterin Elfe Walburger Waldmeister (Melanie Knecht) wohnt. Im Wald hatten sie Unterstützung von Biolehrerin Bettina Buntspecht und der allwissenden Regenbogenraupe (Norbert Linn) bekommen. Passenderweise blitzte und donnerte es gelegentlich und kräftig. Ein Glück für alle war, dass Schattenhexe Grusella (Nicole Altenschmidt) am Schluss ihre magischen Kräfte verlor. So etwas passiert, wenn man einem Versprechen glaubt und die angebotene Flasche austrinkt. Außerdem hat sie Angst vor dem Eulengeheul, das die Kinder im Saal laut mitheulten. Am Ende der ersten Vorstellung, nach fast zwei Stunden, nahm der Applaus kein Ende, immer wieder klatschten die Zuschauer und jubelten. Dem Auge war allerhand geboten, angefangen von den fantastischen Kostümen und selbst gebastelten Requisiten bis zu den eindrucksvollen Kulissen. Damit alles so perfekt klappt, trifft sich die Theater AG über das Jahr hinweg wöchentlich und zu Wochenenden für Kulissenbau, Technik und zu Proben. Zu den beiden Vorstellungen am vergangenen Sonntag waren 500 Kinder und Erwachsene gekommen. Vereinsmitglieder und Freunde halfen beim Auf- und Abbau, bei der Bewirtung und an der Tageskasse. Selbst gemachte kleine Theater-Bären bot Vereinsmitglied Cäcilia Georgi am Eingang gegen eine Spende an. Der Erlös wird vom Theater-Verein aufgestockt und dem Kinderhospiz Sterntaler gespendet.
Hannelore Nowacki























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