1. Judo-Club Bürstadt mit dynamischer Mannschaft in der zweiten Bundesliga angekommen
Große Freude - ein Traum verwirklicht
Vorfreude auf den Start des 1. Judo-Clubs Bürstadt in der zweiten Bundesliga am 14. März 2020: Erster Vorsitzender Reinhold Schober (von links), Zweiter Vorsitzender Lothar Kilian, Trainerin Nadine Müller und Pressesprecher Danny Schmidt (vor dem Bild vom erfolgreichen und längsten Kampftag in der Oberliga am 8. Juni 2019 in Rüsselsheim). Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Strahlende Gesichter, die pure Freude blitzte ihnen aus den Augen. So sieht Glück aus, sogar, wenn jetzt eine Menge Arbeit auf den Vorstand und Trainer zukommt – denn der 1. Judo-Club Bürstadt ist in der zweiten Bundesliga angekommen. Schon 2013 hatte sich der Verein bei einer Klausurtagung dieses sportliche Ziel gesetzt, allerdings dachte man damals an zehn Jahre, nun ist es dank der jungen dynamischen Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 20 Jahren schon nach sechs Jahren geglückt. Das sei fantastisch, meinte der Erste Vorsitzende Reinhold Schober im Pressegespräch, aber auch eine Herausforderung im sportlichen Bereich und im Vereinsmanagement. Ziel sei, sich nachhaltig in der zweiten Bundesliga zu etablieren und weiterhin auf junge Talente aus der Region zu setzen, während andere Vereine Judoka aus dem Ausland zu Wettkämpfen einfliegen lassen. Nachdem der 1. Judo-Club Bürstadt mit Kämpfern aus Rimbach als Kampfgemeinschaft Oberligameister geworden war und das Qualifikationsturnier zur zweiten Bundesliga entfiel, durfte der Verein automatisch aufsteigen und wird nun offiziell als 1. Judo-Club Bürstadt antreten, während die zweite Mannschaft weiterhin als „Kampfgemeinschaft“ antritt. In nur zwei Jahren war das Team gereift. Auf vier Stützpunkte sei das Training des Vereins verteilt, das sei alles andere als gut, meinen die Führungskräfte. Jedoch werde die erste Mannschaft in der Sporthalle der Erich-Kästner-Schule als Landesstützpunkt im Jugendbereich freitags vom Landestrainer Dominik Riedel trainiert. Am 14. März 2020 startet die zweite Bundesliga. Auf die Auslosung zur zweiten Bundesliga in zwei Wochen ist die Führungsriege „super gespannt“ und freut sich auf die kommende Saison. Wie bisher erwarten Vorstand und Trainerin eine „Riesenstimmung“ im Team, die aus jedem Spiel ein Heimspiel mache. „Dieses Gemeinschaftsgefühl macht uns stolz“, sagt Trainerin Nadine Müller. Der Aufstieg bedeutet auch eine finanzielle Herausforderung, da die Reisen im Bereich zweiten Bundesliga Süd bis nach Bayern und Sachsen weiter sind, die Wettkämpfe häufiger und die Startgelder höher sind. Das Team mit Judoka ab 16 Jahren soll von 30 Wettkämpfern in sieben Gewichtsklassen auf 40 vergrößert und breiter aufgestellt werden, da es 40 Startplätze gebe. Verstärkung durch Kämpfer der ersten Bundesliga wie Mirko Ohl, Marc Milano, Jannik Zettel und Lars Kilian sei möglich, weil es ein Einzel- und Mannschaftsstartrecht gebe. Zukünftig werde es 14 Kämpfe geben, doppelt so viele wie bisher in der Oberliga, mit Vor- und Rückkampf am gleichen Tag. Die jungen Sportler will der Verein in den Erfolg einbinden. „Das motiviert ganz stark“, ist der Zweite Vorsitzende Lothar Kilian überzeugt. Trainerin Nadine Müller sieht in den jungen Sportlern das große Nachwuchspotenzial, denn von den 280 Vereinsmitgliedern seien 60 Prozent unter 18 Jahre. Hannelore Nowacki