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  • Mo., 21. Oktober 2019, 22:48 Uhr
    Herbstfest des Fördervereins Domkirche mit Krimi-Dinner vom Feinsten

    Großes Amüsement beim „Raub im Billesond-Resort“ 

    Beim Herbstfest des Fördervereins Domkirche mit dem heiteren Krimi-Dinner hatte das begeisterte Publikum reichlich Anlass zu lachen. Vor dem kulinarischen Schlussakkord mit einem verführerischen Kuchenbüffet sangen Akteure und Publikum gemeinsam das Lampertheimer Spargellied. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Das Amüsement zog sich über den gesamten Abend hinweg, witzige Dialoge, lustige Szenen und die spannende Frage, wer denn den umtriebigen Herbie auf dem Gewissen hat, packte das Publikum, das beim Herbstfest des Fördervereins Domkirche am Freitagabend in der ehemaligen Notkirche in großer Heiterkeit das Geschehen auf und vor der Bühne verfolgte. Marilyn Monroe (Joachim Schuster) war der bejubelte Gaststar. Das Krimi-Dinner bot den Gästen im voll besetzten Saal vergnügliche Stunden und kulinarische Besonderheiten, die im blutrünstigen Programmheft, gestaltet von Stefanie Eichler, Appetit anregend beschrieben waren. In den Töpfen dampfte verhaftetes Wild aus dem Lampertheimer Wald (Wildschweingulasch) und in Scheiben zerlegtes Grunzetier (Kammbraten). Am Schluss ein riesiges Kuchenbüffet: Die „mörderisch süße Versuchung – Widerstand zwecklos“. Als Weine waren das süffige Biedensandmonster, ein Blausäurecuvee, oder Grauer Bonnaueburgunder mit Altrheinwasser versetzt, sandig herb, angekündigt. Wie schon beim erfolgreichen Krimi-Dinner vor drei Jahren, hatte Bärbel Jakob die Idee und den Text sowie die Gesamtleitung der Aufführung mit den Akteuren aus Vorstand und Verein. Im erst kürzlich eröffneten First-Class-Hotel „Billesond-Resort“ am Altrhein lässt es sich vortrefflich im Urlaub entspannen, zumindest dachten das die ersten Gäste, die am Freitagabend dort eintrudelten. Hoteldirektor Leo Dinges (Rudolf Steffan) und Animateur Herbie (Fördervereinsvorsitzender Herbert Eichenauer) begrüßten die ebenso anspruchsvolle wie attraktive Milliardärin Donna Rockebill-Vanderfeller (Silke Schuster), die mit ihrer neuen Assistentin Danielle (Stefanie Eichler) reiste. Soll sie bleiben oder lieber an die Côte d’Azur fahren? Dem Hoteldirektor wurde bange, doch sie blieb. Mit ihrem amerikanischen Zungenschlag, im Kontrast zum entzückenden französischen Akzent von Danielle, hatten die Zuschauer ihren Spaß. Herbie hatte schon angekündigt, er werde mit den Gästen morgens um 5.30 Uhr zum Jogging aufbrechen. Und wie ging es dem Publikum? Natürlich „Super, Herbie!“ Genauso hatte Herbie die Gäste im Saal instruiert und erfolgreich animiert. Was die Hotelgäste nicht wissen konnten – Raub und Mord sollten praktisch vor ihren Augen geschehen. Mordopfer Animateur Herbie brach zusammen, nachdem er den frisch gemixten Drink von Barkeeper Maitre (Pfarrer Sven Behnke) genossen hatte. Schnell fand man ein Plätzchen für ihn in der Tiefkühltruhe außerhalb des großen Saals. Doch keine Sorge, am Ende hatte Miss Mappel (Christa Wetzel) den richtigen Riecher, ihr feines Näschen erkannte beim Mordopfer Blausäure, nach Bittermandeln duftend. Auch das Saalpublikum war an der Täterermittlung beteiligt. Die Siegerin durfte sich über ein Präsent mit „blutigen Handschellen“ freuen. Die sympathische Täterin Danielle ging Herrn Schwinger (Walter Guckert), Miss Mappels Begleiter, am Saalausgang buchstäblich ins Netz. So blieb Kommissar Hartriegel (Peter Medert) und seiner Assistentin Larissa Weißnix (Susanne Braun) nur noch die Aufklärung der Schmuckdiebstähle. Die Milliardärin war tatsächlich nicht gut bei Kasse, glücklicherweise traf zur rechten Zeit ihr reicher Verehrer ein, der Maharadscha von Prednipur (Joachim Schuster). Quicklebendig stand Herbert Eichenauer wieder am Mikrofon, um das gemeinsam zu singende Spargellied anzustimmen. Wolfgang Weber begleitete das Lied und die gesamte Aufführung am Akkordeon. „Mach mal Urlaub“ empfahlen die singenden „Wassernüsse“ (Klaus und Inge Kuczinski, Margot und Adolf Nalbach, Christa Wetzel, Matthias Braun). Der Förderverein Domkirche verwendet die Einnahmen für das neue Dach (50.000 Euro in 10 Jahren) und die jährliche Rate von 10.000 Euro für die Orgel. Hannelore Nowacki

     

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