DEFI SHG HEPPENEHEIM: Austausch und viele Informationen bereicherte Gruppentreffen
Großes Defi Wochenende in Lampertheim
Beim großen Defi Wochenende wuchsen die beiden Selbsthilfegruppen fest zusammen. Foto: oh
LAMPERTHEIM – Für das Wochenende vom 24. und 25. Juni hatte die Defi Selbsthilfegruppe Heppenheim die ICD Selbsthilfegruppe Südbaden aus Freiburg-Bad Krozingen eingeladen. Die Gäste kamen am Samstag um 10:50 Uhr am Bahnhof in Lampertheim an, wo sie von Monika, Christian, Uwe, Maya, Brigitte und Manfred in Empfang genommen und in ihr Hotel gebracht wurden.
Nach kurzer Ankommens- und Erholungsphase begann dann um 12:30 das Programm mit der Vorstellungsrunde der Gruppensprecher im alten Rathaus. Monika und Paul haben sich mit viel Humor und Spaß den Gruppen vorgestellt. Die angestrebte Durchmischung der beiden Gruppen war zuerst etwas verhalten, änderte sich dann aber recht schnell bei Kaffee und Kuchen. Man kam ins Gespräch, lernte sich kennen und stellte fest, dass beide Gruppen sehr gut zusammenpassen und harmonieren.
Gegen 13:30 Uhr wandte sich Lampertheims 1. Stadtrat, Marius Schmidt, mit Grußworten an die Gäste und hieß sie im Namen der Stadt Lampertheim willkommen. Diese Gelegenheit nutzend, stellte er sich dann auch persönlich bei der Gruppe vor und begrüßte sie recht herzlich hier im Ort.
An dieser Stelle möchte sich die Gruppe für die wohlwollende Unterstützung, die sie bereits durch die Stadt Lampertheim erfahren hat, recht herzlich bei Frau Silke Reis und Herr Marius Schmidt bedanken. „Wir sind froh darüber, dass wir einen festen Platz gefunden haben, mit offenen Armen aufgenommen wurden und hier als Bereicherung für die Stadt Lampertheim angesehen werden“, heißt es aus Reihen der Gruppe.
Um 14 Uhr stellte sich Frau Diana Katzenberger, Schatzmeisterin im Bundesvorstand von Defibrillator / ICD Deutschland vor. Sie hatte viele Informationen dabei und gab einen Einblick über die Arbeit des Vorstandes ab. Hierzu gab es viele Fragen, die sie gerne beantwortete.
Gegen 14:30 Uhr begann Prof. Dr. Schimpf seinem Vortrag über Entwicklung der Schrittmacher / Defibrillator Technologie vom Beginn bis zu aktuellen Entwicklungen. Hier wurde die Wirkungsweise der einzelnen Geräte, die Lage der Sonden sowie deren Funktion erklärt.Da einige in der Gruppe mit einem Subkutanen Defi ausgestattet sind, ist er hier etwas ausführlicher darauf eingegangen. Hier wurden unter anderem die unterschiedlichen Operationsarten der beiden Systeme erklärt. Weiterhin hat er die neuesten Geräte mit kabellosen Sonden angesprochen und vorgestellt. Die Gruppe hat ihn mit vielen Fragen bombardiert, die er alle geduldig beantwortete. Alles in allem war dies ein sehr interessanter Vortrag bei dem jeder auf seine Kosten kam.
Gegen 16 Uhr waren konnte das Programm abgeschlossen werden. Man freute sich über eine Erfrischungspause ehe man sich um 18 Uhr zum Abendessen begab. So gestärkt ließ man den Abend ausklingen und genoss den schönen Abend unter Freunden.
Am Sonntag traf man sich um 9 Uhr zum gemeinsamen Frühstück. Anschließend ging es gegen 11:30 im Alten Rathaus weiter mit einer offenen Runde, mit Vorschlägen und Wünschen der Teilnehmer zum Thema Gruppentreffen. Hierbei wurde die Lampertheimer Gruppe für 2024 auf einen Gegenbesuch nach Bad Krozingen eingeladen. Ein Termin hierfür muss noch gefunden werden. Fest steht schon einmal, die Gruppe freut sich jetzt schon, alle gesund und munter wieder zu sehen.
Gegen 13 Uhr wurde Theo Saur mit seinen Erfahrungen in der Defi Herstellung begrüßt. Detailliert erklärte er die Schrittmacher und Defi Geräte samt der unterschiedlichen Sonden. Hierbei wurden viele Fragen über die Lebensdauer,Weiterentwicklung und Wiederaufladbarkeit der Batterien gestellt. Das diese immer Leistungsfähiger und kleiner werden, ist neuester Technik zu schulden. Aufladbare Akkus sind hierfür nicht Verwendungsfähig, da die Spannung zu gering ist.Zudem gab es einige Nachfragen über Kabel, Sondenbrüche und deren Entfernung. Eine genaue Ursache hierfür ist nicht bekannt und wahrscheinlich auf das Alter des verwendeten Materials, sowie der Belastung durch Knickbewegung zurückzuführen. Das Entfernen der Sonden ist in speziellen Kliniken möglich. Wegen der Verwachsungen wird dies mit einem Laser durchgeführt und ist mit einem erhöhten Risiko verbunden. Es wurden noch viele weiter Fragen gestellt, die Saur alle geduldig beantwortete. Die beiden Gruppen bedanken sich recht herzlich bei ihm, da er den langen Weg zu ihnen an einem Sonntag auf sich genommen hat und würden sich freuen Ihn noch einmal begrüßen zu dürfen.
Bei Kaffee, Kuchen und belegten Laugenstangen ließ man den Tag bis zur Abfahrt der Gäste gemütlich auslaufen. Man verabschiedete sich von allen und Monika, Christian, Brigitte, Tanja und Heinz brachten sie zum Bahnhof. Zum Abschluss bleibt den Lampertheimern nur zu sagen: „Danke für Euren Besuch. Es war klasse Euch kennenzulernen und zusammen ein sehr schönes Wochenende zu verbringen. Eure Gruppe ist super und passt wunderbar zu uns.“
Für die ganze Arbeit die Monika und Christian samt Mama und Tante an diesem Wochenende geleistet haben, ist es an dieser Stelle notwendig, ein riesiges, herzliches Dankeschön im Namen der ganzen Gruppe auszusprechen: „Danke für Euren Einsatz, ohne den es dieses Treffen nie gegeben
hätte. Wie immer an dieser Stelle bedanken wir uns recht herzlich bei der IKK Classic, ohne die diese Gruppe nicht möglich wäre.“ zg
Info:
Die Defi/ICD Selbsthilfegruppe "Die mit Herz" trifft sich immer am 1. Dienstag im Monat um 18 Uhr im alten Rathaus Lampertheim, Römerstraße 104 ,68623 Lampertheim zum Gruppenabend. Gegenseitiger Austausch – und Erfahrungsaustausch zum Leben mit implantiertem Defibrillator ist das Bestreben. Gäste willkommen! Bei Fragen steht Ihnen Monika Arras unter 06206 1306529 zur Verfügung. Weitere Informationen unter www.defigruppe-heppenheim.de