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Do., 16. August 2018, 09:50 Uhr
Redskins U13 muss sich nach großem Kampf um den Titel mit dem vierten Platz begnügen
Großes Footballfest ohne sportliches Happyend
Redskins Running Back Nick Schultheis greift gegen Frankfurt an. Foto: oh
BÜRSTADT - Bei dem Finalturnier um die hessische Meisterschaft verloren am Samstag die jüngsten Footballer des TV Bürstadt im heimischen Stadion erst das Halbfinale gegen Kelkheim und dann unglücklich das Spiel um Platz 3 gegen Frankfurt. Die American Football und Cheerleading Abteilung des TV hatte dabei alles in Bewegung gesetzt, dem eigenen Team für seine erste Playoff-Teilnahme einen würdigen Rahmen zu schaffen. Eine Flugshow der Modellflieger, Cheerleaderauftritt und dann noch als Gaststar der Quarterback der Nationalmannschaft und der Frankfurt Universe, Sonny Weishaupt, sorgten bei vielen Zuschauern und Aktiven für Begeisterung! Selbstbewusst starteten dann auch die acht bis zwölfjährigen Rothäute in das Spiel gegen Kelkheim Lizzards. Nach gewonnen Münzwurf erhielten die Redskins den Ball und Wide-Receiver Gianluca Messina ließ die Verteidigung aus Kelkheim alt aussehen, als er direkt im ersten Spielzug zum Touchdown für sein Team lief. Nach diesem gelungenen Start erfolgte aber die Ernüchterung. Erst hatte die Defense Probleme den Angriff der Lizzards zu stoppen, dann folgten mehrfach einfache Fehler der Offense und damit ausgelassenen Chancen für Punkte. In der Halbzeit, bei einem enttäuschenden 6:26 Rückstand, entschlossen sich Defense-Coordinator Rene Aumann und Head-Coach Bernd Fengel für einen radikale Taktik- und Personalwechsel in der Verteidigung um den Gegner in den Griff zu bekommen. Die Maßnahme erwies sich als erfolgreich. So konnte Kelkheim in der zweiten Spielhälfte nur noch sieben weitere Punkte drauflegen. Doch die Probleme in der Offense hielten weiter an. Zwar hatte man noch genug Möglichkeiten das Blatt zu wenden, konnte aber trotz stärkster Bemühungen nur noch einen weiteren Touchdown zum Endstand von 12:33 erzielen. „In einem so großen Spiel, bei einem schwierigen Gegner fehlt unseren jungen Spieler noch etwas mehr Selbstvertrauen in die eigenen Stärken“, versuchte Cheftrainer Bernd Fengel die Leistung seines Teams zu analysieren. “Möglicherweise hätten wir auch etwas früher die Defense umstellen müssen, um den Druck vom Angriff zu nehmen, den Rückstand aufholen zu müssen“, ergänzte Fengel selbstkritisch.
Für die Trainercrew war nach dem Spiel statt Aufarbeitung erst einmal die mentale Vorbereitung auf das Spiel um Platz 3 wichtig. Wie erwartet gewann im anderen Halbfinale Favorit Hanau Hornets klar mit 44:14 gegen Frankfurt Pirates. Somit mussten die Rothäute gegen die Piraten antreten und starteten diesmal direkt mit der einer aggressiven Verteidigungsvariante. Resultat waren zur Halbzeit magere zwei Touchdowns für die Pirates, die sichtlich Probleme hatten. Der Bürstädter Angriff um Quarterback Philipp Leonhardt hingegen arbeitete sich fast jeden Drive erfolgreich bis innerhalb der 5-Yards Zone des Gegners, schaffte es aber nicht, mehr als nur sechs Punkte zu erzielen. Insgesamt viermal waren die Kids von Offense-Coordinator Christian Steffan und Offense-Coach Lukas Brems innerhalb dieser Redzone, manchmal sogar nur Zentimeter von Punkten entfernt und gingen dabei leer aus. Das sollte sich nach der Pause rächen. Die Defensivspieler der Redskins lieferten den Pirates zwar weiter einen großen Kampf, wurden aber sichtlich müde, so dass sich gegen Ende die Pirates mehr und mehr absetzten konnten. Bürstadt gelang nur noch ein weiterer Touchdown und das Spiel war mit dem abschließenden Touchdown der Frankfurter zum 12:38 entschieden. Die Trainercrew der U13 aus Bürstadt fand trotz der Niederlagen lobende Worte für ihr Team. „Ihr habt gekämpft und alles gegeben. Mehr können wir nicht verlangen. Wir sind stolz dieses Team coachen zu dürfen“, war die einhellige Meinung der Trainer.
„Für die Kids war ihre erste Playoff-Teilnahme eine tolle Erfahrung. Das bei so einem tollen Event auch mal die Nerven flattern können, ist verständlich. Man hat aber gesehen, dass wir Football spielen können. Natürlich hatten wir uns Chancen ausgerechnet aber für uns ist es ein riesen Erfolg die Playoffs erreicht zu haben und das viertbeste Team Hessens zu sein“ so das Resümee von Coach Fengel zum Abschluss. Im Finale gewann Favorit Hanau Hornets mit 25:12 Sieg gegen Kelkheim und wurde verdient Hessenmeister.
Für die Redskins spielten Aliyah Ruh, Sophie Henkelmann, Noah Thiel, Maximilian Emig, Melvin Gallei, Henri Thiel, Robin Gutberlet, Leon Sternheimer, Leon Gerhardt, Dian Steckler, Jonas Dukart, Marlon Botzet, Yannik Leonhardt, Rafaiel Margaritis, Jayden Horle, Jannik Klos, Jonas Klos, Nick Schultheis, Marc Harder, Philipp Leonhardt, Louis Knörr, Adrian Fuhrmann und Gianluca Messina. zg