AUTOMOBIL & OLDTIMER-TREFFEN: Volksfeststimmung und Trubel in der Innenstadt zum Muttertag und verkaufsoffenem Sonntag
Großes Interesse an neuen Autos und alten Schätzen
Ein paar Trabis tuckerten über die Show-Piste und viele „Youngtimer“ ließen sich sehen, die Jüngsten unter den Oldtimern, aber mindestens 30 Jahre alt. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Wenn der Tag mit blauem Himmel und Sonnenschein beginnt wie am Sonntag, der auch Muttertag war, dann holen die Oldtimer-Fans ihre glänzenden Schätze gerne schon früh am Morgen aus der Garage, um in der Römerstraße durch das große Tor zum Lampertheimer Oldtimer-Treffen „rund um den Dom“ zu rollen. Schon kurz nach acht Uhr wurden die ersten Fahrzeuge gesichtet, bis dann um neun Uhr, eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung, die Oldtimer aus nah und fern bis in die Neuschloßstraße Schlange standen und der Verein Lampertheim Classics den Beginn vorzog.
Als Veranstalter sorgte der Oldtimer-Verein für den stilvollen Empfang mit Rosen für die Damen und einem Gutschein für eine Geschenktüte, die am Classics-Stand an der Domkirche abzuholen war – so lange der Vorrat von 500 Tüten reichte. Dass im Laufe des Tages nahezu 600 Oldtimer-Fahrzeuge einen Platz begehrten, übertraf die kühnsten Erwartungen des Vereins. „Dich hab ich auch letztes Jahr gesehen“ oder „ihr sei auch schon mal da gewesen“ – beim Empfang unter dem Tor begrüßte Vereinsmitglied Roland Marke jede Oldtimer-Besatzung im persönlichen Gespräch und kommentierte für das Publikum am Straßenrand kenntnisreich die Besonderheiten der Fahrzeuge, die einst in Deutschland, USA, Italien und anderen Ländern gebaut wurden. Selbst Barockfelgen und Gullyfelgen fielen ihm auf, auch entging ihm nicht der Wackeldackel im Rückfenster eines 300 PS starken VW. Vom Buick-7-Liter-Straßenkreuzer bis zur winzigen Isetta und Motorrad mit Beiwagen für die ganze Familie waren alle Formate vertreten.
Der älteste Oldtimer war dieser edle Ford aus dem Baujahr 1930, in den die Kinder sogar einsteigen durften. Foto: Hannelore Nowacki
Alte Schätze im Blickpunkt
Glanz und Schönheit sind nicht Bedingung, aber bei den tausenden Besuchern in der Innenstadt gerne bestaunt, wie beim Ford Modell A, Baujahr 1930, in Luxusausführung in USA gebaut, bestens erhalten und gepflegt. Als wohl ältester Oldtimer am Sonntag durfte der schöne Ford einen Sonderplatz an der Domkirche belegen, wo es sich im Schatten und auf grünem Rasen gut aushalten ließ. Detlev Scherer und Ehefrau Vera Phelps aus Mainz fahren auch mal zum Kaffeetrinken und Eisessen aus, ein Vergnügen seit zehn Jahren, mit Originalmotor und etwa zehn Liter Verbrauch und 110 km/h ausgewiesener Höchstgeschwindigkeit. Einfach losfahren? Man muss wissen, wie es geht, sagt er.
Ein völlig anderes Fahrgefühl haben Jürgen und Victoria Ensinger aus Lampertheim mit ihrem Austin 7, mit Alu, Holz und Stahl 1933 in Coventry gebaut, ein Erbstück vom Vater. Auf dem Hockenheimring bringe das nur 400 kg leichte Auto 100 km/h, sparsam sei es mit sechs bis sieben Litern Sprit, aber laut. Ganz leise ohne Motorkraft schoben die beiden ihr Gefährt in eine Lücke an der Römerstraße.
Rainer Unger aus Heppenheim-Scheuerberg hatte seinen zierlichen Autobianchi, Baujahr 1968, ein Stückchen weiter geparkt. Der Viersitzer oder „Quatro posti“, dessen Heckmotor 80 km/h bringt und Kraftstoff aus dem 20-Liter-Tank holt, hatte ihn in einer halben Stunde nach Lampertheim gebracht. Wohin mit Gepäck? Am besten einen großen Weidenkorb-Koffer hinten festzurren.
Die VW-Käfer sind unverwechselbar, schwärmt Bernhardt Appelt aus Hofheim, der diesmal seinen neu lackierten und restaurierten königsroten Käfer Cabrio, Baujahr 1969, mit Originalradio und 44 PS vorführte.
„Wir sind hochzufrieden“, sagte Vereinsvorsitzender Christian Bischof dem TiP, „alle sind überglücklich“, wusste er von den Vereinskollegen zu berichten, die am Sonntag schon ab sieben Uhr zum Aufbau angerückt waren, wie die Bauhof-Mitarbeiter, denen er für ihren Einsatz dankt. LA Classics bedankt sich auch beim Stadtmarketing und den Sponsoren für die Unterstützung. Als Ordner waren Vereinsmitglieder und Unterstützer vom Schützenverein den ganzen Tag über für die geregelte Zu- und Abfahrt und Weiterleitung zu den Stellplätzen im Einsatz.
Sonne, Livemusik, Essen und Trinken – auch auf der Domwiese war Genuss angesagt. Foto: Hannelore Nowacki
Auf der Domwiese im Schatten der Bäume war Livemusik und Bewirtung geboten, ein sommerliches Vergnügen im Grünen. Die Musiker der MIL-Walking-Band rockten hier die Stimmung später auch auf der Festmeile in der Kaiserstraße. Bei Horlé Moden leuchteten schöne Frühjahrsfarben passend zur fröhlichen Stimmung, die Damenwelt war entzückt. Anprobiert und in die Tüten gepackt, konnte das Vergnügen draußen weitergehen. Ein Gläschen Sekt gab es dazu. Bei der Amts-Apotheke war die Fotobox die Muttertags-Attraktion für Gute-Laune-Bilder. Schöne Überraschungspräsente und Arzneien waren bei den Kunden gefragt, ein Sonntagseinkauf mit Spaßfaktor und einer gehaltvollen Geschenktüte und Rose, überreicht von netten jungen Leuten zum Empfang.
Einkaufen am verkaufsoffenen Sonntag machte ebenso Spaß wie das Erlebnis Oldtimer-Treffen. Foto: Hannelore Nowacki
Begeisterung für neue Autos
Eine ganz besondere Faszination geht vom Glanz neuer Fahrzeuge aus – tausende Besucher strömten am Sonntag in die Innenstadt, viele flanierten durch die Kaiserstraße und schauten sich die neuen Modelle an, die Autohäuser aus Lampertheim und Bürstadt zur Autoschau „autoMOBIL & Oldtimer-Treffen“ präsentierten. Hinten eine große Klappe für viel Gepäck hat der neue Ford Tourneo vom Autohaus Korb, ausgestattet mit zwei praktischen Schiebetüren – das beeindruckte Besucher, die sich bei Verkaufsberater Joachim Kern informierten.
Begeisterte Kunden auch bei DS Automobile aus Lampertheim-Hofheim. Blickfang waren die beiden Flaggschiffe EV 9 und Sorento. Eine gute Nachricht hatte Verkaufsberater Johannes Mayer – der Stonic sei sofort verfügbar. Das Berater-Team beim Autohaus Schläfer mit Standorten in Bürstadt, Grünstadt und Bad Dürkheim hatte eine breit gefächerte Modell-Palette von HYUNDAI zu bieten – alles da vom Kleinwagen bis zum SUV und Van – und Stromer Ioniq 5.
Mit Lob blieben Besucher zum Gespräch stehen und freuten sich über die echten Pfälzer Dubbegläser zum Mitnehmen. Viel Betrieb und vertiefende Kundengespräche auch beim Autohaus Braun aus Lampertheim-Hüttenfeld. „Für mich das perfekte Auto“ meinte eine Frau nachdem sie das Allround-Talent im Kleinformat, den JAZZ e:HEV, innen und außen geprüft hatte.